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Kunsthandwerk & Design

Antike Möbel verkaufen in Wien

Möbel vom Barock bis zum Art déco: Sekretäre, Kommoden, Kästen, Sitzmöbel, Tische und ganze Zimmereinrichtungen aus Wiener Wohnungen.

Angekauft werden Möbel vom 17. Jahrhundert bis in die 1930er-Jahre: barocke Kommoden und Tabernakelsekretäre, josephinische Schreibmöbel, Empire- und Biedermeiermöbel, bemalte Bauernkästen, Bugholzmöbel von Thonet und Kohn, Möbel des Historismus und der Gründerzeit, Jugendstil und Art déco. Dazu kommen Spieltische, Nähtische, Vitrinen, Kredenzen, Spiegel und Truhen sowie ganze Speise-, Schlaf- und Herrenzimmer. Auch restaurierungsbedürftige Möbel und Einzelstücke aus Verlassenschaften werden geprüft, denn Holz, Furnier und Konstruktion lassen sich oft fachgerecht erneuern.

Der Möbelmarkt hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert: Große, dunkle Gründerzeitmöbel finden heute weniger Käufer, während Biedermeiermöbel in hellem Kirsch- und Nussholz, kleine Sekretäre, Kommoden, Sessel und gut erhaltene Bugholzmöbel gefragt bleiben. Besonders gesucht sind Wiener Biedermeiermöbel mit ausgewogenen Proportionen, originaler Schellackpolitur und intakten Furnieren, barocke Möbel mit Intarsien sowie Entwürfe der Wiener Moderne. Wien besitzt mit dem Hofmobiliendepot und dem MAK zwei Sammlungen, an denen sich Vergleich und Datierung orientieren.

Wien war im 19. Jahrhundert eine der wichtigsten Möbelstädte Europas. Joseph Ulrich Danhauser gründete 1804 eine Möbelfabrik, deren Entwurfszeichnungen heute im MAK liegen und die das Biedermeier prägte; sein Sohn, der Maler Josef Danhauser, führte sie nach 1829 weiter. Carl Leistler stattete mit Michael Thonet das Palais Liechtenstein aus, Thonet entwickelte in Wien das Biegen von massivem Buchenholz. In der Gründerzeit lieferten Portois & Fix, Bernhard Ludwig und Sandor Jaray Einrichtungen für Palais und Wohnungen der Ringstraße, um 1900 setzten Hoffmann, Moser und Wagner neue Maßstäbe.

Für eine erste Einschätzung fotografieren Sie das Möbel frontal und seitlich, geöffnet und geschlossen, dazu Rückwand, Schubladen mit Zinken, Schlösser, Beschläge, Brandstempel und Etiketten; die Maße erleichtern die Planung. Bei der kostenlosen Besichtigung in jedem der 23 Bezirke prüfen wir Holz, Furnier, Konstruktion, Oberfläche und spätere Veränderungen. Danach folgt ein Angebot für einzelne Möbel oder ganze Einrichtungen; bezahlt wird bar oder per Überweisung. Den Abtransport übernehmen wir auf Wunsch, auch über enge Stiegen, die Räumung der übrigen Wohnung auf Wunsch unsere Wiener Schwesterseite.

Objektgruppen

26 Gruppen, jede mit eigener Seite: Was es ist, woran der Wert hängt, wie man Originale erkennt.

Wovon der Wert abhängt

  • Epoche und Stil

    Biedermeier, Barock und Wiener Moderne sind gesuchter als Gründerzeit und Stilmöbel des 20. Jahrhunderts. Proportionen und Formqualität entscheiden innerhalb jeder Epoche.

  • Holz und Furnier

    Kirsche, Nuss und Mahagoni in schöner Maserung, Wurzelfurniere und Intarsien erhöhen den Wert. Weichholz unter dem Furnier ist bei Wiener Möbeln üblich und kein Mangel.

  • Originalzustand

    Originale Schellackpolitur, Beschläge, Schlösser und Schlüssel sind wertvoll. Abgebeizte, lackierte oder umgebaute Möbel verlieren deutlich.

  • Größe

    Kleinere Möbel passen in heutige Wohnungen und sind leichter zu vermitteln als große Kästen und Büfetts. Raumhohe Möbel haben einen kleinen Käuferkreis.

  • Hersteller und Herkunft

    Marken von Thonet, Kohn oder Portois & Fix und eine dokumentierte Herkunft steigern das Interesse. Viele gute Möbel blieben jedoch ungemarkt.

  • Erhaltung

    Furnierabplatzungen, Risse, Wurmfraß und Wasserschäden mindern je nach Ausmaß. Fachgerechte, alte Restaurierungen sind akzeptiert.

  • Vollständigkeit

    Garnituren, Sesselsätze und zusammengehörige Zimmer werden höher bewertet als einzelne Stücke. Fehlende Teile wie Aufsätze oder Schubladen mindern.

Originale erkennen

Das Alter eines Möbels zeigt sich an der Konstruktion. Handgeschnittene Schwalbenschwanzzinken an Schubladen, handgeschmiedete Nägel, ungleichmäßig gehobelte Rückwände und Holznägel sprechen für eine Entstehung vor etwa 1860, maschinell gefräste, gleichmäßige Zinken und Drahtstifte für spätere Zeit. Biedermeiermöbel sind meist mit dünnem Furnier auf Fichte oder Kiefer gearbeitet und mit Schellack im Ballenverfahren poliert. Beschläge, Schlösser und Schlüssel geben weitere Hinweise; originale Schlüssellochbeschläge zeigen keine Spuren älterer Befestigungslöcher.

Häufige Verwechslungen betreffen Stilmöbel: Im späten 19. und im 20. Jahrhundert entstanden zahlreiche Möbel im Stil des Barock, des Biedermeier und des Empire, oft aus massivem Holz mit gefrästen Profilen und maschinellen Zinken. Auch alte Möbel wurden umgebaut, Aufsätze ergänzt, Kästen gekürzt oder aus Teilen verschiedener Stücke zusammengesetzt. Bei Bauernkästen sind spätere Bemalungen auf alten Möbeln verbreitet. Bugholzsessel von Kohn, Fischel und TON werden mit Thonet verwechselt; Brandstempel und Etiketten klären die Herkunft. Ein Blick in den Korpus, unter die Platte und auf die Rückwand klärt vieles.

Möbel mit Einlagen aus Elfenbein oder Schildpatt, etwa Boulle-Marketerien und Kabinettschränke, unterliegen dem Artenschutz nach CITES und der Verordnung (EG) Nr. 338/97, für Elfenbein seit 19. Jänner 2022 zusätzlich den verschärften EU-Regeln nach der Verordnung (EU) 2021/2280. Sie werden nur angekauft, wenn die erforderlichen Nachweise vorliegen.

Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Künstler

60

Manufakturen & Marken

33

Epochen & Stile

53

Materialien, Techniken & Punzen

45

Fragen zu Antike Möbel

Woran erkenne ich ein echtes Biedermeiermöbel?

An der Konstruktion mit handgeschnittenen Zinken, dünnem Furnier auf Weichholz, Schellackpolitur und schlichten, ausgewogenen Proportionen. Stilmöbel des 20. Jahrhunderts sind oft massiv, maschinell gezinkt und modern lackiert. Fotos der Schubladen und der Rückwand helfen bei der Einschätzung.

Soll ich ein Möbel vor dem Verkauf restaurieren lassen?

Nein. Eine Restaurierung ist aufwendig und kann die originale Oberfläche zerstören, die für Sammler wichtig ist. Bewertet wird das Möbel im vorhandenen Zustand.

Kaufen Sie auch große Gründerzeitmöbel?

Ja, wenn Qualität und Zustand stimmen, etwa bei Möbeln bekannter Wiener Firmen oder fein geschnitzten Stücken. Große Kredenzen und Bibliotheken haben einen kleineren Markt, werden aber geprüft.

Was ist ein Tabernakelsekretär?

Ein dreiteiliges Schreibmöbel des 18. Jahrhunderts: unten eine Kommode, in der Mitte eine Schreibklappe, oben ein Aufsatz mit Türen und einem mittleren Schränkchen, dem Tabernakel. Er war im süddeutschen und österreichischen Raum verbreitet und ist oft mit Nussmaser furniert.

Mein Thonet-Sessel hat keinen Stempel – ist er trotzdem echt?

Brandstempel und Etiketten können abgenutzt oder verloren sein. Modell, Bauweise und Schraubenart helfen bei der Zuordnung zu Thonet, Kohn, Mundus oder anderen Firmen.

Wie wird ein großer Kasten abgeholt?

Viele alte Kästen sind zerlegbar, Kranz, Türen und Seiten lassen sich lösen. Der Abtransport wird nach Maßen, Stiegenhaus und Aufzug geplant, die Möbel werden in Decken verpackt.

Sind bemalte Bauernkästen gefragt?

Ja, besonders mit originaler Bemalung, Jahreszahl und Namen. Spätere Übermalungen und Heimatstil-Möbel des 20. Jahrhunderts werden geringer bewertet.

Was passiert mit Möbeln ohne Marktwert?

Sie bleiben auf Wunsch in der Wohnung oder werden im Zuge der Räumung entsorgt, die unsere Wiener Schwesterseite übernimmt. Für Restbestände aus Verlassenschaften sind wir im EDM als Abfallsammler nach § 24a AWG 2002 registriert.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.