Kunsthandwerk & Design
Jugendstil & Wiener Werkstätte verkaufen in Wien
Kunsthandwerk der Wiener Moderne zwischen 1897 und 1932: Wiener Werkstätte, Secession, Kunstgewerbeschule und die Firmen, die ihre Entwürfe ausführten.
Angekauft werden Arbeiten der Wiener Werkstätte und des Wiener Jugendstils: Silber und Metall, durchbrochene Gitterwerkkörbe, Keramik, Glas, Schmuck, Lederwaren, Bucheinbände, Postkarten, Stoffe und Möbel. Dazu kommen Entwürfe von Josef Hoffmann, Koloman Moser, Otto Prutscher, Dagobert Peche und ihren Schülerinnen und Schülern, die Firmen wie J. & L. Lobmeyr, Jacob & Josef Kohn, Gebrüder Thonet, Joh. Backhausen & Söhne oder Josef Böck ausführten. Auch internationale Jugendstilobjekte aus Zinn, versilbertem Metall und Glas gehören zum Spektrum, ebenso Entwurfszeichnungen und Werkstattfotos.
Die Wiener Werkstätte gehört zu den international gefragtesten Sammelgebieten des Kunsthandwerks. Gesucht sind Silber- und Metallarbeiten nach Hoffmann und Moser aus den Jahren 1903 bis 1910, Gitterwerk aus weiß lackiertem Eisenblech, Schmuck, Keramik der 1920er-Jahre, Postkarten und Möbel der Wiener Moderne. Wien ist dabei Sammler- und Forschungsort zugleich: Das MAK bewahrt das Archiv der Wiener Werkstätte, das Leopold Museum und das Hofmobiliendepot zeigen Möbel und Objekte. Gerade die hohe Nachfrage hat zu zahlreichen Fälschungen mit nachträglich eingeschlagenen Marken geführt.
Josef Hoffmann, Koloman Moser und der Industrielle Fritz Waerndorfer gründeten 1903 die Wiener Werkstätte, die im Herbst Räume in der Neustiftgasse im siebenten Bezirk bezog. In eigenen Werkstätten für Silber, Metall, Buchbinderei, Leder und Tischlerei entstanden Objekte nach Entwürfen der Künstler, ausgeführt von Meistern, deren Monogramme neben dem des Entwerfers stehen. Die Kunstgewerbeschule am Stubenring bildete Entwerferinnen und Entwerfer aus, die Secession bot ab 1897 ein Ausstellungsforum. Nach wiederholten finanziellen Krisen wurde die Wiener Werkstätte 1932 aufgelöst.
Für eine Ersteinschätzung fotografieren Sie das Objekt von allen Seiten, besonders Marken, Monogramme, Punzen und Etiketten auf Boden, Rückseite oder Innenseite. Bei Silber helfen Fotos der Feingehaltspunzen, bei Möbeln von Brandstempeln und Etiketten, bei Postkarten die Rückseite mit Nummer. Bei der kostenlosen Besichtigung in jedem der 23 Bezirke prüfen wir Material, Verarbeitung und Marken und vergleichen mit dokumentierten Modellen. Danach folgt ein Angebot; bezahlt wird bar oder per Überweisung, Möbel und größere Bestände holen wir auf Wunsch ab.
Objektgruppen
20 Gruppen, jede mit eigener Seite: Was es ist, woran der Wert hängt, wie man Originale erkennt.
Silberarbeiten der Wiener Werkstätte
Getriebene und geschmiedete Silberobjekte nach Hoffmann, Moser, Czeschka und Peche.
Gitterwerk-Körbe und -Vasen
Körbe, Vasen, Jardinieren und Tafelaufsätze aus durchbrochenem, weiß lackiertem Eisenblech oder Silber.
Metallarbeiten der Wiener Werkstätte
Gefäße, Leuchter, Dosen und Rahmen aus Messing, Alpaka und Kupfer nach Hoffmann und Peche.
Keramik der Wiener Werkstätte
Expressive Figuren, Gefäße und Köpfe der 1920er-Jahre von Vally Wieselthier, Susi Singer, Kitty Rix und ihren…
Postkarten der Wiener Werkstätte
Künstlerpostkarten der Jahre 1907 bis etwa 1920 mit Entwürfen von Kokoschka, Schiele, Kalvach, Jung und vielen anderen.
Stoffe der Wiener Werkstätte und von Backhausen
Bedruckte Seiden- und Baumwollstoffe, Möbelstoffe, Tapeten und Musterbücher nach Entwürfen der Wiener Moderne.
Schmuck der Wiener Werkstätte
Broschen, Anhänger, Ringe und Gürtelschließen aus Silber, Gold und Halbedelsteinen nach Hoffmann, Moser und Czeschka.
Wiener Jugendstilgläser
Trinkgläser, Vasen und Schalen nach Entwürfen von Hoffmann, Moser, Prutscher, Powolny und der Kunstgewerbeschule.
Bugholzmöbel der Wiener Moderne
Sessel, Fauteuils, Tische und Sitzmaschinen nach Hoffmann, Wagner, Moser und Siegel, ausgeführt von Kohn und Thonet.
Kastenmöbel der Wiener Moderne
Schränke, Kredenzen, Schreibtische und Vitrinen nach Entwürfen von Hoffmann, Moser, Wagner und Olbrich.
Korbmöbel der Wiener Moderne
Fauteuils, Sofas und Tische aus Rohr und Weide nach Entwürfen von Hoffmann und Moser, ausgeführt von Prag-Rudniker.
Beleuchtungskörper der Wiener Moderne
Luster, Wandarme, Hängeleuchten und Tischlampen nach Hoffmann, Moser, Prutscher und Bakalowits.
Ver Sacrum und Secessionskataloge
Die Zeitschrift der Wiener Secession von 1898 bis 1903 und die Kataloge ihrer Ausstellungen.
Porzellan nach Entwürfen der Wiener Moderne
Service, Tassen und Vasen nach Jutta Sika, Therese Trethan, Koloman Moser und Josef Hoffmann, dekoriert von Josef Böck.
Jugendstil-Zinn und versilbertes Metall
Krüge, Schalen, Leuchter und Tafelgerät aus Zinn und versilbertem Metall von WMF, Kayserzinn, Orivit, Osiris und…
Bleiglasfenster und Mosaike
Kunstverglasungen, Glasfenster und Mosaike nach Entwürfen von Koloman Moser und Leopold Forstner.
Lederwaren und Bucheinbände der Wiener Werkstätte
Taschen, Etuis, Kassetten und Handeinbände aus den Werkstätten für Leder und Buchbinderei.
Besteck nach Josef Hoffmann
Silberbesteck der Wiener Werkstätte, darunter das Flache Modell, und Entwürfe von Moser, Czeschka und Haerdtl.
Rahmen, Spiegel und Holzarbeiten nach Peche
Geschnitzte und vergoldete Rahmen, Spiegel, Kästchen und Kleinmöbel nach Dagobert Peche.
Emailarbeiten des Wiener Jugendstils
Schmuck, Dosen, Anhänger und Kleinsilber mit Email von Georg Adam Scheid und Wiener Werkstätten um 1900.
Wovon der Wert abhängt
Entwerfer
Entwürfe von Hoffmann, Moser, Peche und Czeschka stehen an der Spitze, dahinter Arbeiten ihrer Schülerinnen und Schüler. Die Zuordnung erfolgt über Marken, Modellnummern und Archivunterlagen.
Marken
Monogramm WW, Rosenmarke, Entwerfer- und Meistermonogramme und bei Silber die Feingehaltspunzen belegen die Herkunft. Viele Fälschungen tragen nachträglich eingeschlagene Marken.
Entstehungszeit
Arbeiten der frühen Jahre bis etwa 1910 mit strenger, geometrischer Formensprache sind besonders gesucht. Stücke der 1920er-Jahre haben einen eigenen Markt.
Material
Silber steht über Alpaka und Messing, handgetriebene Arbeiten über gepressten. Bei Gitterwerk zählen Lack und Vollständigkeit der Glaseinsätze.
Erhaltung
Dellen, abgeplatzter Lack, Restaurierungen und fehlende Teile mindern. Nachpolierte Silberoberflächen verlieren den originalen Hammerschlag.
Seltenheit
Einzelanfertigungen und kleine Serien sind gesuchter als Modelle, die über Jahre produziert wurden. Postkarten werden nach Nummer und Künstler bewertet.
Provenienz
Herkunft aus bekannten Wiener Haushalten, Rechnungen der Wiener Werkstätte und Fotos im Archiv stützen die Zuschreibung.
Originale erkennen
Die Marken der Wiener Werkstätte sind vielfältig: das Monogramm WW, die Rosenmarke, der Schriftzug „Wiener Werkstätte“ oder „Made in Austria“, dazu die Monogramme von Entwerfer und Ausführendem, etwa JH für Josef Hoffmann oder KM für Koloman Moser. Silber trägt zusätzlich die Wiener Feingehaltspunzen, bis 1922 den Dianakopf mit Feingehaltsziffer und A. Keramik ist oft mit WW und Künstlermonogramm bezeichnet, Postkarten tragen auf der Rückseite Nummer und Verlagsangabe. Bugholzmöbel von Kohn und Thonet haben Brandstempel und Etiketten.
Kaum ein Bereich ist so stark von Fälschungen betroffen wie die Wiener Werkstätte. Häufig sind Gitterwerkobjekte und Metallarbeiten nach bekannten Modellen mit nachträglich eingeschlagenen Marken, die oft zu tief oder unregelmäßig sitzen. Nachbauten von Gitterwerk zeigen ungleichmäßige Lochung, abweichende Maße und modernen Lack. Verwechslungen entstehen auch mit Arbeiten anderer Wiener Firmen im Stil der Wiener Werkstätte und mit späteren Neuauflagen, etwa Möbeln und Besteck, die nach Originalentwürfen in Lizenz produziert werden. Der Vergleich mit dokumentierten Modellen ist daher unverzichtbar.
Jugendstil & Wiener Werkstätte in Ihrem Bezirk
Für jeden Bezirk eine eigene Seite mit den Künstlern, Werkstätten und Beständen, die dort eine Rolle spielen.
Künstler, Marken, Epochen und Materialien
Künstler
64
- Josef Hoffmann1870–1956
- Koloman Moser1868–1918
- Otto Prutscher1880–1949
- Dagobert Peche1887–1923
- Carl Otto Czeschka1878–1960
- Eduard Josef Wimmer-Wisgrill1882–1961
- Mathilde Flögl1893–1958
- Maria Likarz1893–1971
- Felice Rix-Ueno1893–1967
- Kitty Rix1901–1951
- Hilda Jesser1894–1985
- Lotte Calm1897–1974
- Fritzi Löw1892–1975
- Moriz Jung1885–1915
- Rudolf Kalvach1883–1932
- Mela Koehler1885–1960
- Josef von Divéky1887–1951
- Jutta Sika1877–1964
- Therese Trethan1879–1957
- Bertold Löffler1874–1960
- Michael Powolny1871–1954
- Vally Wieselthier1895–1945
- Susi Singer1891–1955
- Gudrun Baudisch1907–1982
- Ugo Zovetti1879–1974
- Leopold Forstner1878–1936
- Carl Hagenauer1872–1928
- Gustav Siegel1880–1970
- Marcel Kammerer1878–1959
- Otto Wagner1841–1918
- Joseph Maria Olbrich1867–1908
- Ernst Lichtblau1883–1963
- Joseph Urban1872–1933
- Gustav Klimt1862–1918
- Ernst Stöhr1860–1917
- Adolf Böhm1861–1927
- Alfred Roller1864–1935
- Elena Luksch-Makowsky1878–1967
- Remigius Geyling1878–1974
- Emil Orlik1870–1932
- Ludwig Heinrich Jungnickel1881–1965
- Heinrich Lefler1863–1919
- Franz Metzner1870–1919
- Richard Luksch1872–1936
- Gustav Gurschner1873–1970
- Oskar Kokoschka1886–1980
- Egon Schiele1890–1918
- Emanuel Josef Margold1888–1962
- Georg Adam Scheid1838–1921
- Alfons Mucha1860–1939
- Aubrey Beardsley1872–1898
- Peter Behrens1868–1940
- Emilie Flöge1874–1952
- Heinrich Kautsch1859–1943
- Eduard Klablena1881–1933
- Max Kurzweil1867–1916
- Rudolf Ribarz1848–1904
- Othmar Schimkowitz1864–1947
- Leopold Stolba1863–1929
- Franz von Stuck1863–1928
- Jan Toorop1858–1928
- Heinrich Vogeler1872–1942
- Fritz Waerndorfer1868–1939
- Franz von Zülow1883–1963
Manufakturen & Marken
52
- Wiener Werkstätte1903–1932
- J. & L. Lobmeyrseit 1823
- Johann Lötz Witwe1851–1947
- E. Bakalowits & Söhne19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Meyr's Neffe19. Jahrhundert bis 1922
- Wilhelm Kralik Sohnab 1881
- Pallme-Königum 1890 bis um 1930
- Jacob & Josef Kohnab den 1860er-Jahren bis 1914, danach Kohn-Mundus
- Gebrüder Thonetseit 1849 (Werkstatt), Firmenname seit 1853
- Mundus1907–1922, danach Thonet-Mundus
- Portois & Fixab 1881 bis ins 20. Jahrhundert
- Bernhard Ludwigzweite Hälfte 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Prag-Rudniker Korbwarenfabrikationum 1900 bis Zwischenkriegszeit
- Wittmannseit 1896
- Joh. Backhausen & Söhneseit 1849
- Josef Böck19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Wiener Porzellanmanufaktur Augartenseit 1923
- Wiener Keramik1906–1913
- Vereinigte Wiener und Gmundner Keramik1913 bis in die 1920er-Jahre
- Friedrich Goldscheider1885 bis in die 1950er-Jahre
- Ernst Wahlissum 1863–1920er-Jahre
- Amphoraseit 1892
- Alexander Sturmspätes 19. Jahrhundert bis Zwischenkriegszeit
- Argentor-Werkeum 1900 bis Zwischenkriegszeit
- WMFseit 1853
- Kayserzinnum 1885 bis um 1930
- Orivitum 1894 bis um 1905, danach bei WMF
- Osirisum 1899 bis um 1914
- Liberty & Co.seit 1875
- Theodor Fahrnerbis 1979
- Wokaseit 1977
- Établissements Galléum 1873–1936
- Cristallerie Daumseit 1878
- Tiffany Studios1885–1932
- Fachschule Steinschönauseit 1856
- Fachschule Haidaseit 1870
- Bruckmann & Söhne1805–1973
- Deutsche Werkstätten Hellerauseit 1898
- Karlsruher Majolikaseit 1901
- Wiener Kunstkeramische Werkstätteum 1905 bis um 1915
- Wiener Medaillenprägeanstalten19. und 20. Jahrhundert
- Royal Duxseit 1853
- Rozenburg1883–1917
- Schleiss Gmundenfrühes 20. Jahrhundert bis Mitte 20. Jahrhundert
- Schwestern Flöge1904–1938
- Theresienthalseit 1836
- Val Saint Lambertseit 1826
- Wächtersbachseit 1832
- Wiener Werkbundgegründet 1912
- Westerwälder Steinzeug16. Jahrhundert bis Gegenwart
- Wilkensseit 1810
- Zsolnayseit 1853
Epochen & Stile
11
- Jugendstilum 1895–1914
- Wiener Secessionab 1897 (Stilprägung bis um 1905)
- Wiener Moderneum 1890–1918
- Geometrischer Jugendstilum 1900–1915
- Floraler Jugendstilum 1895–1905
- Stil der Wiener Werkstätte1903–1932
- Art nouveauum 1890–1910
- Arts and Craftsum 1860–1910
- Japonismusum 1860–1920
- Symbolismusum 1880–1910
- Art découm 1920–1940
Materialien, Techniken & Punzen
26
Fragen zu Jugendstil & Wiener Werkstätte
Mein Objekt hat eine WW-Marke – ist es damit echt?
Nicht zwingend. Marken der Wiener Werkstätte wurden häufig gefälscht und nachträglich eingeschlagen. Entscheidend sind Material, Verarbeitung, Proportionen und der Vergleich mit dokumentierten Modellen im Archiv.
Was ist Gitterwerk?
Gitterwerk sind Körbe, Vasen, Jardinieren und Tafelaufsätze aus durchbrochenem Eisenblech mit quadratischem Lochmuster, meist weiß lackiert, seltener aus Silber. Josef Hoffmann und Koloman Moser entwarfen sie ab etwa 1904 für die Wiener Werkstätte.
Welche Postkarten der Wiener Werkstätte sind gesucht?
Gesucht sind Karten bekannter Künstler wie Oskar Kokoschka, Egon Schiele, Rudolf Kalvach oder Moriz Jung, ungelaufene Karten in gutem Zustand und seltene Nummern. Die Nummer auf der Rückseite erlaubt die Bestimmung von Serie und Entwerfer.
Sind Möbel nach Hoffmann von Wittmann auch interessant?
Wittmann fertigt seit den 1970er-Jahren Möbel nach Entwürfen Josef Hoffmanns in Lizenz. Sie sind Neuauflagen und werden anders bewertet als Möbel der Entstehungszeit von Kohn, Thonet oder Wiener Tischlern.
Soll ich angelaufenes Silber polieren?
Bitte nicht. Der originale Hammerschlag und die Oberfläche gehören zum Wert, Politur kann Details und Marken abtragen. Eine fachgerechte Reinigung ist nach dem Ankauf möglich.
Kaufen Sie auch Arbeiten von Schülerinnen der Kunstgewerbeschule?
Ja. Keramik, Stoffe, Emailarbeiten und Zeichnungen aus den Klassen von Hoffmann, Powolny oder Cizek sind gesucht, besonders mit Signatur oder Klassenvermerk.
Ich habe eine komplette Jugendstileinrichtung – wie gehen Sie vor?
Zuerst werden Fotos der Möbel, Marken und Beschläge gesichtet, danach folgt eine Besichtigung vor Ort. Einrichtungen werden möglichst geschlossen bewertet, weil die Zusammengehörigkeit den Wert stützt. Die Abholung wird gemeinsam geplant.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
Lieber schriftlich? Zum Anfrageformular