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Antiquitäten Wien

Technik, Musik & Mode

Wissenschaftliche Instrumente & Globen verkaufen in Wien

Antiquitäten Wien kauft Instrumente aus Wissenschaft, Vermessung, Medizin und Unterricht – vom Felkl-Globus bis zum Plößl-Mikroskop, vom Theodolit bis zur Curta.

Wien war im 19. Jahrhundert ein Zentrum der Präzisionsmechanik. Am 1815 gegründeten k. k. Polytechnischen Institut, der heutigen Technischen Universität, arbeiteten Mechaniker für Geodäsie und Astronomie; das 1839 nach Wien verlegte Militärgeographische Institut vermaß die Monarchie, und 1883 eröffnete die Universitätssternwarte auf der Türkenschanze. Aus diesem Umfeld gingen Werkstätten wie Voigtländer, Simon Plößl, Starke & Kammerer, Rudolf & August Rost und die Optischen Werke C. Reichert hervor. Joseph Petzval berechnete hier 1840 sein Porträtobjektiv. Instrumente dieser Firmen finden sich bis heute in Wiener Nachlässen.

Typisch sind Reißzeuge und Rechenschieber von Ingenieuren, Theodolite und Nivelliere aus Vermessungsbüros, Mikroskope aus Arztpraxen und Laboren, Globen aus Arbeitszimmern und Schulen, Barometer im Vorzimmer und Fernrohre vom Fensterbrett der Sommerfrische. Häufig gehören Holzkästen, Zubehör, Gebrauchsanweisungen und Rechnungen dazu. Solche Bestände lohnen eine geschlossene Bewertung, weil Sammler komplette Garnituren gezielt suchen und Zubehör einzeln schwer zuzuordnen ist. Auch Instrumente aus aufgelösten Praxen, Kanzleien und Lehrmittelsammlungen nehmen wir an. Auch Kataloge und Preislisten der Hersteller sind gefragt.

Den Wert bestimmen Hersteller, Signatur, Alter, Vollständigkeit und Originalzustand. Messinginstrumente des 19. Jahrhunderts tragen meist einen goldfarbenen Schutzlack, der beim Polieren verloren geht und mit ihm ein großer Teil des Sammlerwerts. Fehlende Okulare, Objektive, Libellen oder Gewichte mindern den Wert, ein originaler Kasten mit Etikett erhöht ihn. Im Handel kursieren zudem viele moderne Nachbauten aus Indien mit erfundenen englischen Herstellernamen, die als Dekoration verkauft werden. Echte Instrumente unterscheiden sich durch Gravur, Mechanik, Gewicht und Gebrauchsspuren.

Zur ersten Einschätzung reichen Fotos per WhatsApp oder über das Formular: Gesamtansicht, Signatur und Seriennummer, Kasten innen und außen, Zubehör und Beschädigungen. Danach besichtigen wir kostenlos in jedem der 23 Bezirke, auch große Bestände in Dachböden, Kellern oder Büroräumen. Bezahlt wird bar oder per Überweisung; auf Wunsch holen wir die Instrumente ab und transportieren empfindliche Geräte wie Barometer aufrecht und gesichert. Für Bestände, die geräumt werden müssen, übernimmt die Räumung auf Wunsch unsere Schwesterseite.

Objektgruppen

21 Gruppen, jede mit eigener Seite: Was es ist, woran der Wert hängt, wie man Originale erkennt.

Wovon der Wert abhängt

  • Hersteller und Signatur

    Gravierte Namen wie Plößl, Starke & Kammerer, Reichert oder Felkl und eine Seriennummer erlauben Zuordnung und Datierung.

  • Originaloberfläche

    Lackiertes Messing, Silberteilkreise und originale Farbfassung sind wertbestimmend. Polieren und Neulackieren mindern den Wert erheblich.

  • Vollständigkeit

    Kasten, Objektive, Okulare, Gewichte, Libellen und Gebrauchsanweisung gehören zum Instrument. Komplette Garnituren sind besonders gefragt.

  • Alter und Seltenheit

    Instrumente vor 1900, frühe Modelle und kleine Serien sind gesuchter als Massenware des 20. Jahrhunderts.

  • Funktion

    Gängige Mechanik, klare Optik und intakte Skalen steigern den Wert. Auch beschädigte Instrumente werden als Teileträger gesucht.

  • Echtheit

    Nachbauten mit erfundenen Signaturen sind verbreitet. Echte Instrumente zeigen saubere Gravur, präzise Teilung und Gebrauchsspuren.

Originale erkennen

Die meisten Instrumentenbauer signierten ihre Arbeiten auf Tubus, Fuß, Teilkreis oder einer Messingplakette im Kasten, oft mit Ort und Seriennummer: „Plössl in Wien“, „C. Reichert Wien“, „Starke & Kammerer Wien“. Bei Globen steht Hersteller, Ort und häufig das Jahr in einer Kartusche im Kartenbild; politische Grenzen und Ländernamen grenzen die Entstehungszeit zusätzlich ein, etwa die Darstellung Österreich-Ungarns vor 1918. Ein mitgelieferter Kasten trägt oft ein Händleretikett, das den Verkaufsort nennt.

Nachbauten erkennt man an mehreren Merkmalen zugleich: zu weiches, gleichmäßig gealtertes Messing, unscharfe oder gestempelte statt gestochener Gravuren, Skalen ohne präzise Teilung, moderne Kreuzschlitzschrauben und Signaturen wie „London 1857“, die auf echten Instrumenten so nicht vorkommen. Echte Instrumente zeigen Abrieb an Griffen und Triebknöpfen, Reste von Lack in Vertiefungen und Werkzeugspuren an Schrauben. Bei Mikroskopen lassen sich Seriennummern über veröffentlichte Listen der Hersteller einem Baujahr zuordnen.

Für Messgeräte mit Quecksilber, etwa Barometer und Thermometer, gelten EU-Beschränkungen nach der REACH-Verordnung (Anhang XVII); ausgenommen sind Geräte, die am 3. Oktober 2007 bereits älter als 50 Jahre waren. Jüngere Quecksilbergeräte übernehmen wir nicht. Instrumente mit Teilen aus Elfenbein, etwa Klappsonnenuhren, Skalen oder Griffe, kaufen wir nur mit den Nachweisen nach VO (EU) 2021/2280. Präparate und Skelette aus menschlichen Knochen übernehmen wir nicht.

Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Künstler

2

Manufakturen & Marken

11

Epochen & Stile

4

Materialien, Techniken & Punzen

6

Fragen zu Wissenschaftliche Instrumente & Globen

Mein Globus hat Risse und Flecken – lohnt sich der Verkauf?

Ja. Risse im Kartenpapier und Verfärbungen sind bei alten Globen häufig und mindern den Wert, schließen ihn aber nicht aus. Entscheidend sind Hersteller, Alter, Größe und Gestell. Fotos der Kartusche helfen bei der Datierung.

Soll ich Messinginstrumente vor dem Verkauf polieren?

Bitte nicht. Der originale Schutzlack und die gewachsene Patina sind Teil des Werts; poliertes Messing wirkt neu und wird von Sammlern deutlich niedriger bewertet. Staub darf mit einem weichen Pinsel entfernt werden.

Wie erkenne ich eine moderne Reproduktion?

An weichen, unscharfen Gravuren, ungenauen Skalen, modernen Schrauben und erfundenen Signaturen mit Jahreszahl. Reproduktionen sind oft schwer und haben keine Seriennummer. Auf Fotos lässt sich das meist schon erkennen.

Kaufen Sie Quecksilberbarometer?

Ja, wenn sie am 3. Oktober 2007 älter als 50 Jahre waren; dann gilt die Ausnahme der REACH-Verordnung. Für jüngere Geräte gilt das Verbot. Bitte transportieren Sie Barometer nicht selbst liegend.

Hat ein Mikroskop ohne Kasten noch Wert?

Ja, aber Kasten, Objektive und Zubehör steigern ihn deutlich. Hersteller und Seriennummer erlauben eine Datierung. Fehlende Teile lassen sich manchmal aus anderen Beständen ergänzen.

Kaufen Sie Vermessungsinstrumente aus einem Ingenieurbüro?

Ja, einzelne Instrumente ebenso wie ganze Bestände mit Theodoliten, Nivellieren, Stativen, Reißzeugen und Rechenhilfen. Instrumente des 19. Jahrhunderts aus Messing sind besonders gefragt, spätere Geräte aus Leichtmetall ebenfalls, wenn sie vollständig sind.

Interessieren Sie Rechenschieber und Rechenmaschinen?

Ja. Rechenschieber in Etuis, Rechenwalzen, Planimeter und mechanische Rechenmaschinen wie Curta, Brunsviga oder Odhner sind gefragt. Massenmodelle sind häufig und werden eher im Bestand bewertet.

Kaufen Sie medizinische Instrumente aus einer Praxis?

Ja, historische chirurgische Bestecke, Diagnosegeräte, Mikroskope und Apothekenausstattung. Präparate aus menschlichem Gewebe und Knochen übernehmen wir nicht. Bei Praxisauflösungen sehen wir uns den ganzen Bestand an.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.