Künstler: Wiener Werkstätte
Koloman Moser
Maler, Grafiker, Designer, 1868–1918, Wien – Wien
Mitbegründer der Secession und der Wiener Werkstätte; Glasfenster der Kirche am Steinhof, Briefmarken, Möbel, Silber und Gläser.
Koloman Moser studierte an der Wiener Akademie und an der Kunstgewerbeschule und gehörte 1897 zu den Gründern der Secession, für deren Zeitschrift „Ver Sacrum“ er zahlreiche Beiträge zeichnete. Ab 1900 lehrte er an der Kunstgewerbeschule. 1903 gründete er mit Josef Hoffmann und Fritz Waerndorfer die Wiener Werkstätte, die er 1907 nach Streit über deren Finanzen verließ. 1905 heiratete er Editha Mautner von Markhof. Danach malte er vor allem. Moser starb 1918 in Wien.
Moser entwarf für die Secession den Fries der Kranzträgerinnen an der Fassade, für die Kirche am Steinhof die Glasfenster (1904–1907) und für die Post die Briefmarken der Jubiläumsausgabe 1908. Möbel nach seinen Entwürfen führten Wiener Tischler wie Caspar Hrazdil und Portois & Fix aus, Gläser die Glashütte Loetz für den Wiener Verleger E. Bakalowits & Söhne. Für die Wiener Werkstätte entwarf er Silber mit Quadratmustern, Schmuck, Bucheinbände und Lederwaren.
Silber nach Moser trägt das Entwerfermonogramm „KM“ im Quadrat, die Marken der Wiener Werkstätte und das Zeichen des Ausführenden. Seine Lebenszeit begrenzt die Datierung: Entwürfe für die Werkstätte entstanden 1903–1907, spätere Ausführungen sind möglich, aber zu belegen. Loetz-Gläser nach Moser sind meist unsigniert und werden über Formvergleiche zugeordnet; moderne Reproduktionen haben glattere Oberflächen. Briefmarkenentwürfe und Probedrucke liegen großteils in Postarchiven.
Epochen & Stile
Koloman Moser verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
Innere Stadt
Fries der Kranzträgerinnen am Secessionsgebäude.
Penzing
Glasfenster der Kirche am Steinhof (1904–1907).
Döbling
Doppelhaus Moser-Moll auf der Hohen Warte (1900/01, Architekt Josef Hoffmann), sein Wohnhaus.
Wieden
Kam 1868 in Wien zur Welt und wuchs im Theresianum auf, wo sein Vater tätig war.
Mariahilf
Entwarf die vergoldeten Medaillons am Haus Linke Wienzeile 38 und Einrichtungsteile des Salons Flöge.
Neubau
Mitbegründer der Wiener Werkstätte, bis 1907 künstlerischer Mitleiter.
Hietzing
Liegt im Hietzinger Friedhof, unweit der Gräber von Klimt und Otto Wagner.
Ebenfalls: Wiener Werkstätte
- Lotte Calm1897–1974
- Carl Otto Czeschka1878–1960
- Franz Karl Delavilla1884–1967
- Josef von Divéky1887–1951
- Mathilde Flögl1893–1958
- Josef Hoffmann1870–1956
- Hilda Jesser1894–1985
- Moriz Jung1885–1915
- Rudolf Kalvach1883–1932
- Mela Koehler1885–1960
- Maria Likarz1893–1971
- Fritzi Löw1892–1975
- Emanuel Josef Margold1888–1962
- Dagobert Peche1887–1923
- Otto Prutscher1880–1949
- Kitty Rix1901–1951
- Felice Rix-Ueno1893–1967
- Jutta Sika1877–1964
- Therese Trethan1879–1957
- Eduard Josef Wimmer-Wisgrill1882–1961
- Ugo Zovetti1879–1974
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