Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
Antiquitäten Wien

Künstler: Design 20. Jh.

Friedrich Kiesler

Architekt, Bühnenbildner, Designer, Künstler, 1890–1965, Czernowitz – New York

Visionärer Raumgestalter aus Czernowitz; Raumbühne im Wiener Konzerthaus (1924), „Raumstadt“ in Paris (1925), Galerie Art of This Century (1942).

Friedrich Kiesler studierte in Wien an der Technischen Hochschule und an der Akademie, ohne abzuschließen. 1923 schloss er sich der Gruppe De Stijl an. 1924 organisierte er im Konzerthaus die Internationale Ausstellung neuer Theatertechnik und zeigte dort seine Raumbühne. 1925 baute er für die Pariser Kunstgewerbeausstellung die „Raumstadt“, eine freischwebende Raumstruktur im österreichischen Beitrag. 1926 ging er nach New York, wo er 1965 starb. Die Friedrich-und-Lillian-Kiesler-Privatstiftung in Wien verwaltet seinen Nachlass.

In New York entwarf Kiesler Schaufenster, Bühnenbilder und 1942 die Räume von Peggy Guggenheims Galerie Art of This Century mit gebogenen Wänden und seinen „korrealistischen“ Möbeln, die als Sitz, Tisch und Sockel dienen konnten. Ab den späten 1940er Jahren entwickelte er das Projekt „Endless House“ und baute mit Armand Bartos den „Schrein des Buches“ in Jerusalem (1957–1965). Daneben entstanden Zeichnungen, Gemälde und Skulpturen.

Kiesler-Möbel aus der Zeit vor 1965 sind sehr selten und meist in Museums- oder Stiftungsbesitz. Stücke im Handel brauchen eine lückenlose Provenienz. Zeichnungen und Grafik sind häufig signiert und datiert; Vergleichsmaterial liegt in der Kiesler-Stiftung in Wien. Ausstellungskataloge und Programme der Theaterausstellung 1924 werden als Ephemera gehandelt, ebenso Kataloge der Pariser Ausstellung 1925.

Ebenfalls: Design 20. Jh.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.