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Material: Hölzer & Möbelbau

Formsperrholz

Aus dünnen Furnierlagen verleimtes und in Formen gepresstes Holz; Grundlage der Sitzmöbel von Aalto, Breuer, Eames und Jacobsen.

Formsperrholz besteht aus dünnen Furnierschichten, deren Faserrichtung von Lage zu Lage wechselt. Mit Leim bestrichen werden sie in beheizten Formen gepresst und behalten nach dem Aushärten die gewünschte Wölbung. So entstehen leichte, stabile Sitzschalen, Lehnen und Gestelle, die sich aus Massivholz nicht biegen ließen. Gebrüder Thonet verwendete bereits im späten 19. Jahrhundert geformte Sperrholzsitze.

Alvar Aalto entwarf 1931/32 den Paimio-Sessel für das gleichnamige Sanatorium, später von Artek vertrieben. Marcel Breuer schuf 1935/36 in London den Long Chair für Isokon. Charles und Ray Eames entwickelten ab 1945 die Stühle LCW und DCW mit Schalen aus Formsperrholz, die Herman Miller produzierte. Arne Jacobsen entwarf 1952 die „Ameise“ und 1955 die „Serie 7“ für Fritz Hansen.

An den Kanten zeigen sich die Schichten als feine Streifen. Hersteller kennzeichneten ihre Möbel mit Etiketten, Prägungen oder Stempeln; Fritz Hansen stempelte oft Firmenzeichen und Datum unter die Sitzschale. Typische Schäden sind abgelöste Furnierlagen, Risse an Biegestellen und gelöste Gummipuffer bei Eames-Stühlen. Frühe Ausführungen unterscheiden sich von späten durch Beschläge, Verschraubung und Etiketten.

So prüfen Sie es

  • geschichtete Kanten
  • gleichmäßig gewölbte Schalen
  • Herstelleretiketten oder Stempel unter der Sitzfläche
  • Gummipuffer bei Eames-Stühlen
  • Delaminierung als typischer Schaden

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.