Material: Textil & Kunststoffe
Glasfaserverstärkter Kunststoff
Kunstharz mit eingebetteten Glasfasern; Material der Schalenstühle von Eames, des Ball Chair, der ersten Panton-Stühle und vieler Möbel des Space Age.
Glasfaserverstärkter Kunststoff besteht aus Polyester- oder Epoxidharz, in das Glasfasermatten oder -fäden eingebettet sind. Das Harz wird in Formen gestrichen oder gespritzt und härtet aus; die Fasern geben Festigkeit bei geringem Gewicht. Ab den späten 1940er-Jahren eroberte das Material Bootsbau, Karosseriebau und Möbeldesign.
Charles und Ray Eames entwickelten 1950 mit dem Hersteller Zenith Plastics die ersten serienmäßigen Sitzschalen aus GFK, vertrieben von Herman Miller. Eero Saarinen kombinierte beim Tulip Chair (1956) für Knoll eine Kunststoffschale mit einem Aluminiumfuß. Eero Aarnios Ball Chair (1963) für Asko und die frühe Serie des Panton Chair aus den späten 1960er-Jahren bestehen ebenfalls aus faserverstärktem Polyester. Niki de Saint Phalle formte ihre Nanas aus Polyester.
Auf der Unterseite unbeschichteter Schalen zeigt sich die Faserstruktur, die Kanten sind leicht durchscheinend. Spritzgegossene Kunststoffe wie ABS oder Polypropylen sind dagegen beidseitig glatt und tragen eingeformte Logos. Häufige Schäden sind Haarrisse, ausgebrochene Befestigungspunkte, vergilbte oder ausgebleichte Oberflächen und abstehende Fasern. Herstellerprägungen, Etiketten und Beschläge trennen frühe von späten Ausführungen.
So prüfen Sie es
- sichtbare Faserstruktur auf der Unterseite
- leicht durchscheinende Kanten
- eingelegte oder geklebte Befestigungspunkte
- Haarrisse und abstehende Fasern
- Herstellerprägung unter der Schale
Glasfaserverstärkter Kunststoff verkaufen: in allen 23 Bezirken
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