Herrenschreibtisch
Diplomatenschreibtische, Partnerschreibtische und Zylinderbüros aus Biedermeier, Gründerzeit und Jugendstil.
Der große Schreibtisch war das Zentrum des Herrenzimmers und der Kanzlei. In der Gründerzeit entstanden Diplomatenschreibtische mit zwei Schubladenblöcken, Lederauflage und geschnitzten Säulen, oft aus Nuss oder Eiche im Stil der Neorenaissance, Partnerschreibtische mit Schubladen auf beiden Seiten und Zylinderbüros mit rollbarem Verschluss. Wiener Firmen wie Portois & Fix und Sandor Jaray lieferten Schreibtische für Ministerien, Kanzleien und Palais. Im Biedermeier waren kleinere Schreibtische mit Aufsatz üblich, im Jugendstil Schreibtische mit Intarsien und Messingbeschlägen.
Für die Einstufung zählen Epoche, Hersteller, Ausführung, Größe und Zustand. Originale Lederauflagen mit Prägung, Schlösser und Schlüssel erhöhen den Wert; abgenutzte Leder lassen sich ersetzen, ohne den Wert stark zu mindern. Funktionierende Zylinderverschlüsse sind bei Rollbüros wichtig. Große Schreibtische sind schwer und meist zerlegbar. Bei Möbeln aus Ämtern und Kanzleien wird die Herkunft geklärt. Marken von Wiener Firmen auf den Schubladen helfen bei der Zuordnung.
Woran man es erkennt
- Lederauflage mit Prägung
- Zylinderverschluss
- Zerlegbare Schubladenblöcke
- Firmenmarken
Hersteller
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