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Material: Metall & Bronze

Feuervergoldung

Vergoldung mit Gold-Quecksilber-Amalgam, dessen Quecksilber im Feuer verdampft, bis ins 19. Jahrhundert Standard für Bronzen und Silber.

Für die Feuervergoldung löst der Vergolder Gold in Quecksilber und streicht das entstehende Amalgam auf das gereinigte Metall. Beim Erhitzen verdampft das Quecksilber, und eine fest haftende Goldschicht bleibt zurück, die anschließend poliert oder mattiert wird. Das Verfahren diente seit der Antike für Bronzen, Silber und Kupfer, im 18. und frühen 19. Jahrhundert für französische Möbelbeschläge, Pendulen, Leuchter und Empire-Bronzen. Die giftigen Dämpfe schädigten viele Vergolder schwer.

Feuervergoldung wirkt warm, satt und tief, mit deutlichem Kontrast zwischen polierten und mattierten Partien. Die Schicht ist dicker als eine galvanische Vergoldung und an Kanten haltbar; abgeriebene Stellen zeigen die Bronze darunter. Galvanische Vergoldung, ab den 1840er-Jahren verbreitet, wirkt gleichmäßiger, heller und dünner. Goldlack und unvergoldetes Messing dunkeln dagegen nach und werden fleckig. Unter der Lupe zeigt Feuervergoldung in matten Zonen eine dichte, leicht körnige Struktur. Quecksilberreste lassen sich nur im Labor nachweisen.

Feuervergoldete Bronzen des Empire und des Louis-seize sind gesucht, wenn die Vergoldung original erhalten ist. Neu vergoldete oder galvanisch überarbeitete Stücke verlieren an Wert. Zum Reinigen sollte keine Polierpaste verwendet werden, weil sie die Goldschicht abträgt. Wegen der Quecksilberbelastung ist das Verfahren heute weitgehend aufgegeben.

So prüfen Sie es

  • warmer, satter Goldton
  • Kontrast von polierten und matten Partien
  • Bronze an Abriebstellen
  • dichte Schicht an Kanten
  • gleichmäßig heller Ton bei galvanischer Vergoldung

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