Manufaktur: Möbel
Wittmann
Etsdorf am Kamp (Niederösterreich), seit 1896
Niederösterreichische Polstermöbelwerkstätte, 1896 gegründet; seit den späten 1960er-Jahren Neuauflagen von Möbeln Josef Hoffmanns wie dem Kubus-Fauteuil.
Franz Wittmann gründete 1896 in Etsdorf am Kamp eine Sattlerei und Tapeziererwerkstatt, aus der eine Polstermöbelmanufaktur hervorging. Die Familie führt das Unternehmen in mehreren Generationen. In den 1960er-Jahren plante Johannes Spalt mit Friedrich Kurrent die Fabrik, das Gästehaus und das Wohnhaus der Familie. Seit den späten 1960er-Jahren fertigt Wittmann Möbel nach Entwürfen Josef Hoffmanns in Lizenz neu, später auch nach anderen Gestaltern der Wiener Moderne und der Gegenwart.
Zu den bekanntesten Neuauflagen zählen der Kubus-Fauteuil nach Hoffmann von 1910 mit Polsterung in würfelförmigen Feldern, das Kubus-Sofa und weitere Sitzmöbel aus Hoffmanns Interieurs. Johannes Spalt entwarf für Wittmann zahlreiche Möbel. Daneben entstehen Betten, Sofas und Fauteuils nach Entwürfen zeitgenössischer Designer. Bezüge aus Leder und Stoff werden nach Kundenwunsch gefertigt. Gefertigt wird in Handarbeit in Etsdorf. Die Modelle werden in Katalogen geführt.
Wittmann-Möbel tragen Firmenetiketten, bei Hoffmann-Neuauflagen oft mit Hinweis auf die Lizenz. Originale Hoffmann-Möbel der Zeit um 1910 sind selten und meist in Museen oder alten Sammlungen; im Handel begegnen überwiegend Neuauflagen. Etikett, Rahmenkonstruktion, Polsteraufbau und Federung unterscheiden die Fertigungszeiten. Zustand von Leder und Polsterung bestimmt bei Gebrauchtmöbeln das Interesse. Lederbezüge mit Patina sind bei Fauteuils gesucht, solange Nähte und Polster intakt sind.
Entwerfer & Personen
- Franz Wittmann
- Josef Hoffmann
- Johannes Spalt
- Friedrich Kurrent
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Ebenfalls: Möbel
- Artekseit 1935
- Askoseit 1918
- Bernhard Ludwigzweite Hälfte 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Carl Hansen & Sønseit 1908
- Carl Leistlererste Hälfte 19. Jahrhundert bis 1850er-Jahre
- Cassinaseit 1927
- D. G. Fischel Söhneab den 1870er-Jahren bis Zwischenkriegszeit
- Deutsche Werkstätten Hellerauseit 1898
- Friedrich Otto Schmidtzweite Hälfte 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Fritz Hansenseit 1872
- Haus & Gartenseit 1925
- Herman Millerseit 1923 unter diesem Namen
- Jacob & Josef Kohnab den 1860er-Jahren bis 1914, danach Kohn-Mundus
- Joseph Danhauser'sche Möbelfabrik1804–1838
- Kartellseit 1949
- Knollseit 1938
- Memphis Milano1981–1988
- Mundus1907–1922, danach Thonet-Mundus
- Portois & Fixab 1881 bis ins 20. Jahrhundert
- Prag-Rudniker Korbwarenfabrikationum 1900 bis Zwischenkriegszeit
- Sandor Jarayspätes 19. Jahrhundert bis Zwischenkriegszeit
- Svenskt Tennseit 1924
- Tectaseit 1972
- Gebrüder Thonetseit 1849 (Werkstatt), Firmenname seit 1853
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