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Sammelgebiete

Münzen & Medaillen verkaufen in Wien

Münzen werden nach Erhaltung, Jahrgang, Münzstätte und Seltenheit bewertet. Bei Gold und Silber bildet das Edelmetall die Untergrenze.

Wien ist seit dem späten 12. Jahrhundert Münzstätte. Der Überlieferung nach wurde ein Teil des Lösegelds für Richard Löwenherz in Wien vermünzt, seit 1838 prägt das Hauptmünzamt am Heumarkt, die heutige Münze Österreich. In Wiener Haushalten finden sich deshalb Münzen aus vielen Jahrhunderten: Maria-Theresien-Taler, Kreuzer und Gulden der Monarchie, Kronen und Heller, Schilling der Ersten und Zweiten Republik, Gedenkmünzen in Silber, Philharmoniker in Gold, dazu Medaillen und Plaketten der Wiener Medailleure, deren Kunst um 1900 international geschätzt wurde.

Für die Bewertung zählen Erhaltung, Jahrgang, Münzzeichen, Auflage und Nachfrage. Zwei Münzen mit gleichem Bild können sehr unterschiedlich viel wert sein, wenn eine in Stempelglanz erhalten ist und die andere abgegriffen, oder wenn ein Jahrgang nur in kleiner Zahl geprägt wurde. Offizielle Nachprägungen mit fester Jahreszahl, etwa Maria-Theresien-Taler mit 1780 oder Dukaten mit 1915, werden nach Edelmetall bewertet. Gold und Silber kaufen wir auf Grundlage des Punzierungsscheins nach § 17 Punzierungsgesetz 2000 zum Tageswert an; Inhaberin des Scheins ist die Betreiberin JM Räumungen e.U.

Die wichtigste Regel für jeden Münzbesitz lautet: nicht reinigen. Putzmittel, Silbertauchbäder, Bürsten und Zahnpasta zerstören die Oberfläche, den Prägeglanz und die Patina, die Sammler schätzen. Eine gereinigte Münze ist für Numismatiker oft nur noch einen Bruchteil wert. Fassen Sie Münzen am Rand an, lassen Sie sie in Kapseln, Folien und Originaletuis und lösen Sie keine Münzen aus Alben oder Sammelblättern. Medaillen mit Etui und Verleihungsschreiben gehören zusammen und sollten nicht getrennt werden.

Für eine erste Einschätzung genügen Fotos von Vorder- und Rückseite einiger Münzen und eine Angabe zur Menge, bei Sammlungen auch Fotos der Alben und Listen. Danach sichten wir Münzen und Medaillen kostenlos in allen 23 Wiener Bezirken. Wir bestimmen jede gesuchte Münze nach Katalog, bewerten Gold und Silber nach Gewicht und Feingehalt und machen ein Angebot für Einzelstücke oder den ganzen Bestand. Die Zahlung erfolgt bar oder per Überweisung, auf Wunsch mit schriftlicher Aufstellung aller Stücke.

Objektgruppen

24 Gruppen, jede mit eigener Seite: Was es ist, woran der Wert hängt, wie man Originale erkennt.

Wovon der Wert abhängt

  • Erhaltung

    Die Skala reicht von schön über sehr schön und vorzüglich bis Stempelglanz und Polierte Platte. Jede Stufe verändert den Wert deutlich.

  • Jahrgang und Auflage

    Seltene Jahrgänge mit kleiner Prägezahl sind gesucht, häufige Jahrgänge werden nach Erhaltung oder Material bewertet.

  • Münzstätte

    Münzzeichen wie A für Wien, B für Kremnitz oder E für Karlsburg unterscheiden Varianten mit unterschiedlicher Seltenheit.

  • Material

    Gold- und Silbermünzen haben einen Mindestwert nach Feingewicht. Kupfer, Bronze und Eisen werden allein numismatisch bewertet.

  • Originalität der Oberfläche

    Gereinigte, polierte oder bearbeitete Münzen verlieren für Sammler stark an Wert, ebenso Münzen mit Henkelspuren.

  • Medailleur und Anlass

    Bei Medaillen bestimmen Künstler, Anlass, Auflage und Material den Wert; Etui und Urkunde ergänzen ihn.

  • Herkunft

    Bei antiken Münzen ist eine nachvollziehbare Herkunft aus alten Sammlungen Voraussetzung für den Ankauf.

Originale erkennen

Die wichtigsten Angaben einer Münze sind Land, Nominal, Jahrgang und Münzzeichen. Österreichische Prägungen des 18. und 19. Jahrhunderts tragen Buchstaben für die Münzstätte, etwa A für Wien, B für Kremnitz, E für Karlsburg, M für Mailand oder V für Venedig. Nachprägungen erkennt man an festen Jahreszahlen: 1780 beim Maria-Theresien-Taler, 1915 bei Dukaten, 20 und 100 Kronen, 1912 bei 10 Kronen und 1892 bei den Florin-Goldmünzen. Polierte Platte zeigt spiegelnde Flächen und mattiertes Relief, Stempelglanz einen gleichmäßigen Prägeglanz ohne Umlaufspuren.

Gereinigte Münzen erkennt man an feinen parallelen Kratzern, unnatürlich hellem Glanz und fehlender Patina in den Vertiefungen. Fälschungen gibt es vor allem bei Goldmünzen, Talern und antiken Münzen; Hinweise sind falsches Gewicht, abweichender Durchmesser, weiche oder verschwommene Details, Gussblasen und ein falscher Klang. Medaillen tragen die Signatur des Medailleurs meist klein am Rand des Bildfeldes oder im Abschnitt, bei Edelmetall eine Feingehaltspunze am Rand. Henkelspuren und Lötstellen am Rand zeigen, dass eine Münze als Schmuck getragen wurde.

Antike und mittelalterliche Münzen kaufen wir nur mit nachvollziehbarer Herkunft an. Bodenfunde unterliegen in Österreich dem Denkmalschutzgesetz und sind meldepflichtig; Münzen aus nicht genehmigten Grabungen kaufen wir nicht. Für Aus- und Einfuhr archäologischer Kulturgüter gelten die Vorschriften der EU. Fälschungen und Nachahmungen von Sammlermünzen werden nicht angekauft.

Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Künstler

12

Manufakturen & Marken

4

Epochen & Stile

12

Materialien, Techniken & Punzen

11

Fragen zu Münzen & Medaillen

Soll ich meine Münzen vor dem Verkauf reinigen?

Nein, auf keinen Fall. Reinigung zerstört Oberfläche und Patina und kann den Sammlerwert einer Münze auf einen Bruchteil senken. Zeigen Sie uns die Münzen so, wie sie sind.

Was ist ein Maria-Theresien-Taler wert?

Die meisten Taler mit der Jahreszahl 1780 sind Nachprägungen und werden nach Silbergewicht bewertet. Originale mit früheren Jahreszahlen aus der Regierungszeit Maria Theresias sind gesucht und werden nach Jahrgang, Münzstätte und Erhaltung bewertet.

Kaufen Sie Schilling-Gedenkmünzen?

Ja. Silbergedenkmünzen zu 25, 50, 100 und 500 Schilling werden mindestens nach Silbergehalt bewertet. Ausgaben in Polierter Platte mit Originaletui und seltene Jahrgänge können darüber liegen.

Lohnt sich der Verkauf einer alten Münzsammlung im Album?

Oft ja. Wir sichten das Album vollständig, bestimmen gesuchte Stücke einzeln und bewerten den Rest nach Material und Menge. Lösen Sie die Münzen bitte nicht heraus.

Kaufen Sie antike Münzen?

Ja, wenn die Herkunft nachvollziehbar ist, etwa aus einer alten Familiensammlung mit Belegen oder aus dem Handel. Funde aus dem Boden sind meldepflichtig und können nicht angekauft werden.

Was ist der Unterschied zwischen Münze und Medaille?

Eine Münze ist ein gesetzliches Zahlungsmittel mit Nennwert, eine Medaille ein geprägtes oder gegossenes Erinnerungs- oder Ehrenstück ohne Zahlungsfunktion. Beide werden gesammelt; Medaillen bewerten wir nach Künstler, Anlass und Material.

Kaufen Sie auch Kleingeld und Kursmünzen?

Kursmünzen der jüngeren Zeit haben meist nur Nennwert oder geringen Sammlerwert. Wir nehmen sie im Rahmen größerer Bestände mit; Kupfer- und Kleinmünzen der Monarchie sehen wir uns einzeln an.

Woran erkenne ich eine Fälschung?

Hinweise sind falsches Gewicht, abweichender Durchmesser, unscharfe Details und ein falscher Klang. Sicher ist die Prüfung mit Waage, Messschieber und Vergleichsstücken, die wir bei der Besichtigung vornehmen.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.