Antike Möbel im 3. Bezirk, 1030 Wien
Von Portois & Fix bis Thonet: Möbelankauf in der Landstraße
Bürgerhäuser in der Ungargasse, Botschaftswohnungen am Rennweg und Thonets ehemalige Fabrik in der Unteren Weißgerberstraße: Möbel aus drei Jahrhunderten.
In Ungargasse und Landstraßer Hauptstraße ist Biedermeier erhalten; im Haus Ungargasse 5 arbeitete Beethoven 1823/24 an der 9. Symphonie. Aus solchen Bürgerhäusern stammen Schreibkommoden, Sekretäre in Kirsch- und Nussholz und Rundtische auf Säulenfuß. Großbürgerliche Wohnungen mit Speise- und Herrenzimmern der Gründerzeit liegen im Fasanviertel und rund um den Rennweg, in Erdberg und um den Rochusmarkt kleinere Kabinettwohnungen. Lösen Diplomaten nach ihrer Dienstzeit die Wohnung auf, tauchen zudem Lackmöbel und Truhen aus Auslandsposten auf.
Für die Möbel- und Ausstattungsfirma Portois & Fix errichtete Max Fabiani 1899/1900 das Geschäftshaus in der Ungargasse mit Keramikfassade; Einrichtungsteile aus ihrer Werkstatt bilden ein eigenes Sammelgebiet. Die Gebrüder Thonet produzierten im Fabriksgebäude in der Unteren Weißgerberstraße, dem heutigen Kunst Haus Wien. Otto Wagner wohnte selbst im Haus Rennweg 3, einem der drei Wohnhäuser, die er dort 1889–1891 errichtete. Das Haus Wittgenstein in der Kundmanngasse von Paul Engelmann und Ludwig Wittgenstein zeigt die Wohnkultur der Zwischenkriegszeit in äußerster Reduktion.
Steht der Übergabetermin einer Botschaftswohnung fest, richten wir Besichtigung und Abholung danach aus; Fotos und Maße vorab verkürzen den Weg. Lackmöbel oder Truhen mit Einlagen aus Elfenbein oder Schildpatt kaufen wir nur mit den erforderlichen Artenschutz- und Ausnahmenachweisen. In den Zinshäusern von Erdberg ohne Lift planen wir die Stiege mit ein, Möbel aus Kellerabteilen nehmen wir bei derselben kostenlosen Besichtigung auf. Bezahlt wird bar oder per Überweisung.
Was in Landstraße häufig auftaucht
- Einrichtungsteile von Portois & Fix – Firmensitz in der Ungargasse
- Thonet-Bugholzmöbel – Fabrik in der Unteren Weißgerberstraße, heute Kunst Haus Wien
- Biedermeier-Schreibkommoden und Sekretäre – Bürgerhäuser in Ungargasse und Landstraßer Hauptstraße
- Außereuropäische Truhen und Lackmöbel – Diplomatenhaushalte; Artenschutz wird geklärt
Mit Bezug zu Landstraße
Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 3. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.
Otto Wagner
Wohnhäuser am Rennweg 1–5 (1889–1891), Wagner wohnte in Nr. 3.
Theophil Hansen
Heeresgeschichtliches Museum im Arsenal (1850–1856).
Jože Plečnik
Brunnen am Karl-Borromäus-Platz (1909), Architektur von Plečnik, Figuren von Josef Engelhart.
Max Fabiani
Geschäftshaus Portois & Fix in der Ungargasse (1899/1900).
Friedrich Kiesler
Raumbühne in der Internationalen Ausstellung neuer Theatertechnik im Konzerthaus (1924).
Paul Engelmann
Loos-Schüler und Mitarchitekt des Hauses Wittgenstein in der Kundmanngasse (1926–1928).
Louis Montoyer
Baute 1806/07 das Palais Rasumofsky.
Karl Schwanzer
20er Haus im Schweizergarten, der wiedererrichtete Österreich-Pavillon der Expo 58.
Gebrüder Thonet
Fabriksgebäude in der Unteren Weißgerberstraße, heute Kunst Haus Wien.
Portois & Fix
Geschäftshaus in der Ungargasse von Max Fabiani (1899/1900) mit Keramikfassade.
Wiener Barock
Oberes und Unteres Belvedere von Hildebrandt, Palais Schwarzenberg, Salesianerinnenkirche.
Spätbarock
Bleioriginale des Donnerbrunnens und Messerschmidts Charakterköpfe im Belvedere.
Klassizismus
Palais Rasumofsky von Louis Montoyer.
Biedermeier
Belvedere mit Hauptwerken von Waldmüller, Amerling und Fendi.
Historismus
Heeresgeschichtliches Museum im Arsenal von Theophil Hansen und Ludwig Förster (1850–1856).
Makartstil
Belvedere mit Hauptwerken Makarts.
Wiener Wohnkultur der Zwischenkriegszeit
Haus Wittgenstein in der Kundmanngasse von Paul Engelmann und Ludwig Wittgenstein.
Gotik
Mittelaltersammlung des Belvedere mit gotischer Tafelmalerei und Skulptur.
Nachkriegsmoderne
Belvedere 21, ehemals 20er Haus, nach Karl Schwanzers Brüsseler Pavillon von 1958.
Neogotik
Pfarrkirche St. Othmar unter den Weißgerbern von Friedrich von Schmidt.
Orientalismus
Werke von Leopold Carl Müller im Belvedere; Heeresgeschichtliches Museum im Arsenal mit orientalisierenden Formen.
Postmoderne
Hundertwasserhaus in der Löwengasse und Kunsthaus Wien in der Unteren Weißgerberstraße.
Romantik
Belvedere mit Gemälden der deutschen und österreichischen Romantik.
Spätgotik
Spätgotische Tafelmalerei und Skulptur in der Mittelaltersammlung des Belvedere.
Wiener Moderne
Belvedere mit Hauptwerken von Klimt, Schiele und Kokoschka.
Objektgruppen
- Biedermeier-Sekretär
- Biedermeier-Sitzgarnitur
- Biedermeier-Kanapee
- Biedermeier-Rundtisch
- Schubladkasten
- Wäschekasten
- Bauernkasten
- Tabernakelsekretär
- Schreibkommode
- Barocke Kommode
- Vitrine
- Kredenz
- Psyche
- Konsoltisch mit Pfeilerspiegel
- Récamière
- Thonet-Sessel
- Kaffeehaus-Sessel
- Bugholz-Schaukelstuhl
- Jugendstil-Fauteuil
- Spieltisch
- Nähtisch
- Bücherkasten
- Truhe
- Herrenschreibtisch
- Gründerzeit-Speisezimmer
- Art-déco-Schlafzimmer
Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien
Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 3. Bezirk.
Künstler
60
- Josef Danhauser1805–1845
- Michael Thonet1796–1871
- August Thonet1829–1910
- Gustav Siegel1880–1970
- Otto Wagner1841–1918
- Adolf Loos1870–1933
- Joseph Maria Olbrich1867–1908
- Josef Hoffmann1870–1956
- Koloman Moser1868–1918
- Otto Prutscher1880–1949
- Dagobert Peche1887–1923
- Marcel Kammerer1878–1959
- Joseph Urban1872–1933
- Theophil Hansen1813–1891
- Heinrich von Ferstel1828–1883
- Carl von Hasenauer1833–1894
- August Sicard von Sicardsburg1813–1868
- Eduard van der Nüll1812–1868
- Hugo Gorge1883–1934
- Carl Witzmann1883–1952
- Robert Oerley1876–1945
- Leopold Bauer1872–1938
- Hubert Gessner1871–1943
- Emil Hoppe1876–1957
- Otto Schönthal1878–1961
- Jože Plečnik1872–1957
- Max Fabiani1865–1962
- Ernst Lichtblau1883–1963
- Josef Frank1885–1967
- Oskar Strnad1879–1935
- Oswald Haerdtl1899–1959
- Walter Loos1905–1974
- Clemens Holzmeister1886–1983
- Fritzi Löw1892–1975
- Franz Schuster1892–1972
- Felix Augenfeld1893–1984
- Franz Singer1896–1954
- Paul Theodore Frankl1886–1958
- Wolfgang Hoffmann1900–1969
- Friedrich Kiesler1890–1965
- Ernst Plischke1903–1992
- Margarete Schütte-Lihotzky1897–2000
- Erich Boltenstern1896–1991
- Paul Engelmann1891–1965
- Michael Haberlandt1860–1940
- Zaha Hadid1950–2016
- Hans Hollein1934–2014
- Josef Kornhäusel1782–1860
- Domenico Martinelli1650–1718
- Louis Montoyerum 1749–1811
- Richard Neutra1892–1970
- Jean Nouvelgeb. 1945
- Nikolaus Pacassi1716–1790
- Anna-Lülja Praun1906–2004
- Roland Rainer1910–2004
- Gerrit Rietveld1888–1964
- Karl Schwanzer1918–1975
- Franz Sobek20. Jahrhundert
- Johannes Spalt1920–2010
- Oskar Wlach1881–1963
Manufakturen & Marken
33
- Gebrüder Thonetseit 1849 (Werkstatt), Firmenname seit 1853
- Jacob & Josef Kohnab den 1860er-Jahren bis 1914, danach Kohn-Mundus
- Mundus1907–1922, danach Thonet-Mundus
- D. G. Fischel Söhneab den 1870er-Jahren bis Zwischenkriegszeit
- TONFabrik seit 1861, Firmenname TON seit 1953
- Portois & Fixab 1881 bis ins 20. Jahrhundert
- Friedrich Otto Schmidtzweite Hälfte 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Bernhard Ludwigzweite Hälfte 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Joseph Danhauser'sche Möbelfabrik1804–1838
- Carl Leistlererste Hälfte 19. Jahrhundert bis 1850er-Jahre
- Sandor Jarayspätes 19. Jahrhundert bis Zwischenkriegszeit
- Wittmannseit 1896
- Prag-Rudniker Korbwarenfabrikationum 1900 bis Zwischenkriegszeit
- Haus & Gartenseit 1925
- Wiener Werkstätte1903–1932
- Deutsche Werkstätten Hellerauseit 1898
- Artekseit 1935
- Askoseit 1918
- Carl Hansen & Sønseit 1908
- Cassinaseit 1927
- Dorotheumseit 1707
- Établissements Galléum 1873–1936
- FontanaArteseit 1932
- Fritz Hansenseit 1872
- Herman Millerseit 1923 unter diesem Namen
- Kartellseit 1949
- Wiener Klavierbauer des Biedermeierum 1780–1850
- Knollseit 1938
- Memphis Milano1981–1988
- Svenskt Tennseit 1924
- Tectaseit 1972
- Vitraseit 1950
- Wiener Werkbundgegründet 1912
Epochen & Stile
53
- Renaissanceum 1420–1600 (nördlich der Alpen ab etwa 1500)
- Frühbarockum 1600–1680
- Hochbarockum 1680–1730
- Wiener Barockum 1683–1740
- Spätbarockum 1730–1770
- Rokokoum 1730–1770
- Zopfstilum 1760–1790
- Josephinischer Stilum 1780–1800
- Louis-seizeum 1760–1792
- Klassizismusum 1770–1840
- Empireum 1804–1830
- Wiener Empireum 1804–1820
- Biedermeier1815–1848
- Zweites Rokokoum 1830–1870
- Historismusum 1840–1914
- Neorenaissanceum 1860–1895
- Neobarockum 1870–1914
- Gründerzeitum 1850–1914 (Gründerjahre 1867–1873)
- Ringstraßenstilum 1860–1890
- Makartstilum 1870–1890
- Jugendstilum 1895–1914
- Geometrischer Jugendstilum 1900–1915
- Art découm 1920–1940
- Heimatstilum 1905–1960
- Volkskunst17.–20. Jahrhundert
- Alpenländischer Stil17.–19. Jahrhundert
- Wiener Wohnkultur der Zwischenkriegszeitum 1919–1938
- Art nouveauum 1890–1910
- Arts and Craftsum 1860–1910
- Bauhaus1919–1933
- Brutalismusum 1950–1980
- Chinoiserieum 1680–1790, Wiederbelebung im 19. Jahrhundert
- De Stijl1917–1931
- Directoireum 1790–1804
- Floraler Jugendstilum 1895–1905
- Fünfzigerjahre-Designum 1948–1962
- Gotikum 1230–1500
- Kubismusum 1907–1925
- Manierismusum 1520–1620
- Memphis1980–1988
- Mid-Century Modernum 1945–1970
- Ming-Dynastie1368–1644
- Nachkriegsmoderneum 1945–1970
- Neogotikum 1840–1900
- Orientalismusum 1830–1914
- Postmoderneum 1970–1995
- Qing-Dynastie1644–1911
- Romantikum 1790–1850
- Skandinavisches Designum 1930–1975
- Space Ageum 1957–1975
- Spätgotikum 1430–1530
- Stil der Wiener Werkstätte1903–1932
- Wiener Moderneum 1890–1918
Materialien, Techniken & Punzen
45
- Kirschholz
- Nussholz
- Wurzelnuss
- Mahagoni
- Pyramidenmahagoni
- Esche
- Ahorn
- Eiche
- Obstholz
- Fichte und Weichholz
- Karelische Birke
- Palisander
- Ebenholz
- Furnier
- Massivholz
- Intarsie
- Marketerie
- Boulle-Technik
- Schellackpolitur
- Ebonisierung
- Polimentvergoldung
- Bugholz
- Wiener Geflecht
- Schwalbenschwanzverbindung
- Handgeschmiedete Nägel
- Blattgold
- Feuervergoldung
- Formsperrholz
- Glasfaserverstärkter Kunststoff
- Kreidegrund
- Lack
- Leder
- Lindenholz
- Marmor
- Ölvergoldung
- Ormolu
- Patina
- Pietra dura
- Rattan
- Resopal
- Rosenholz
- Schildpatt
- Stahlrohr
- Teakholz
- Thuja
Fragen zu Antike Möbel
Sind bemalte Bauernkästen gefragt?
Ja, besonders mit originaler Bemalung, Jahreszahl und Namen. Spätere Übermalungen und Heimatstil-Möbel des 20. Jahrhunderts werden geringer bewertet.
Was passiert mit Möbeln ohne Marktwert?
Sie bleiben auf Wunsch in der Wohnung oder werden im Zuge der Räumung entsorgt, die unsere Wiener Schwesterseite übernimmt. Für Restbestände aus Verlassenschaften sind wir im EDM als Abfallsammler nach § 24a AWG 2002 registriert.
Woran erkenne ich ein echtes Biedermeiermöbel?
An der Konstruktion mit handgeschnittenen Zinken, dünnem Furnier auf Weichholz, Schellackpolitur und schlichten, ausgewogenen Proportionen. Stilmöbel des 20. Jahrhunderts sind oft massiv, maschinell gezinkt und modern lackiert. Fotos der Schubladen und der Rückwand helfen bei der Einschätzung.
Soll ich ein Möbel vor dem Verkauf restaurieren lassen?
Nein. Eine Restaurierung ist aufwendig und kann die originale Oberfläche zerstören, die für Sammler wichtig ist. Bewertet wird das Möbel im vorhandenen Zustand.
Antike Möbel in den Nachbarbezirken
Weitere Sparten in Landstraße
- Alte Meister
- Gemälde des 19. Jahrhunderts
- Klassische Moderne
- Zeitgenössische Kunst
- Gemälde & Ölbilder
- Grafik, Zeichnungen & Aquarelle
- Fotografie
- Skulpturen & Plastiken
- Wiener Bronzen
- Jugendstil & Wiener Werkstätte
- Design des 20. Jahrhunderts
- Glas & Kristall
- Porzellan
- Keramik, Majolika & Fayence
- Silber & Tafelsilber
- Gold & Altgold
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- Vintage-Mode, Handtaschen & Accessoires
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- Altwaren & Hausrat mit Sammlerwert
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