Nähtisch
Kleine Arbeitstische für Handarbeiten mit Fächern, Spiegel und Stoffbeutel, vor allem aus dem Biedermeier.
Der Nähtisch war das persönliche Möbel der Biedermeier-Dame. Unter einem aufklappbaren Deckel, oft mit Spiegel, liegen Fächer für Garn, Nadeln und Scheren, darunter eine Schublade und manchmal ein Stoffbeutel für angefangene Handarbeiten. Die Tische stehen auf Säulen, Lyra- oder Balusterfüßen oder auf vier schlanken Beinen, gefertigt aus Kirsche, Nuss, Mahagoni oder Birke. Manche Nähtische verbinden Handarbeit und Schreiben mit einer zusätzlichen Schreibfläche. Originale Inneneinrichtungen mit Fächern aus Holz, Papier oder Seide sind selten erhalten.
Gesucht sind Nähtische mit originaler Innenausstattung, intakter Mechanik und schöner Maserung. Bewertet werden Form, Holz, Ausstattung und Zustand. Fehlende Einsätze, ersetzte Spiegel und abgeplatzte Furniere mindern. Nähtische sind wegen ihrer kleinen Größe gefragt und gut zu platzieren. Spätere Stilkopien sind häufig und haben einfachere Innenausstattungen. Originales Nähzubehör im Inneren, etwa Fingerhüte und Garnrollen, erhöht den Reiz. Fotos mit geöffnetem Deckel zeigen Fächer und Erhaltung.
Woran man es erkennt
- Originale Inneneinteilung
- Spiegel im Deckel
- Stoffbeutel
- Originales Nähzubehör
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