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Manufaktur: Möbel

Cassina

Meda (Lombardei), seit 1927

Italienischer Möbelhersteller, 1927 gegründet; Superleggera von Gio Ponti und lizenzierte Neuauflagen von Le Corbusier, Rietveld und Mackintosh.

Cesare und Umberto Cassina gründeten 1927 in Meda nördlich von Mailand eine Möbeltischlerei, die nach dem Zweiten Weltkrieg Innenausstattungen für Ozeandampfer und Hotels lieferte und mit Architekten zusammenarbeitete. 1965 begann Cassina mit der Serie I Maestri, lizenzierten Neuauflagen von Möbeln der Moderne. Das Unternehmen gehört zu den wichtigsten Herstellern des italienischen Designs und ist heute Teil einer Möbelgruppe. Die Produktion erfolgt weiterhin in Meda.

Gio Ponti entwarf 1957 den Stuhl Superleggera aus Eschenholz, der nur rund 1,7 Kilogramm wiegt. Ab 1965 fertigte Cassina die Möbel von Le Corbusier, Pierre Jeanneret und Charlotte Perriand aus den späten 1920er-Jahren, darunter die Liege LC4 und die Sessel LC2 und LC3. Es folgten Neuauflagen von Gerrit Rietveld, Charles Rennie Mackintosh und Frank Lloyd Wright. Vico Magistretti, Mario Bellini und Philippe Starck lieferten zeitgenössische Entwürfe.

I-Maestri-Möbel tragen eine eingeprägte Seriennummer, das Cassina-Logo und bei Le-Corbusier-Modellen die Signatur sowie Hinweise auf die Lizenz der Fondation Le Corbusier. Kopien der LC-Möbel sind weit verbreitet; Stahlrohrstärke, Schweißnähte, Leder, Polsterung und Kennzeichnung unterscheiden Lizenzprodukte von Nachbauten. Originale der Vorkriegszeit, bei Thonet ausgeführt, sind selten und tragen Thonet-Kennzeichen. Auch Rietveld-Neuauflagen tragen Nummern. Kaufbelege und Zertifikate erleichtern den Nachweis. Lederbezüge sind oft ersetzt.

Entwerfer & Personen

  • Cesare Cassina
  • Umberto Cassina
  • Gio Ponti
  • Le Corbusier
  • Pierre Jeanneret
  • Charlotte Perriand
  • Gerrit Rietveld
  • Charles Rennie Mackintosh
  • Vico Magistretti

Ebenfalls: Möbel

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