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Antiquitäten Wien

Antike Möbel im 2. Bezirk, 1020 Wien

Gründerzeitmöbel und Thonet-Sessel aus der Leopoldstadt

Straßentrakte an Praterstraße und Taborstraße, Altmieter im Karmeliterviertel, Biedermeierhäuser bei der Strauss-Wohnung: Möbel aus mehreren Generationen.

Die Straßentrakte an Praterstraße, Taborstraße und Unterer Augartenstraße wurden zwischen etwa 1880 und 1910 großbürgerlich eingerichtet: Kredenzen mit Aufsatz, Bücherkästen, Ausziehtische und gepolsterte Sitzgruppen. In den Hofwohnungen mit Zimmer, Küche und Kabinett standen Wäschekasten, Küchenkredenz und Nähtisch. Im Karmeliterviertel und rund um den Volkertmarkt wohnen viele Altmieter seit Jahrzehnten an derselben Adresse, deshalb steht Gründerzeitmobiliar oft neben Kredenzen der 1950er-Jahre. An der Praterstraße, wo Johann Strauss in Nr. 54 den Donauwalzer schrieb, sind Biedermeierhäuser erhalten.

Mehrere Bauten der Wiener Moderne verbinden den Bezirk mit der Möbelgeschichte: Otto Prutscher richtete 1913–1917 das Dianabad ein, das 1967 abgebrochen wurde; die Tribünen der Trabrennbahn Krieau entwarfen Emil Hoppe und Otto Schönthal gemeinsam mit Marcel Kammerer. Franz Singer baute 1932–1934 das Gästehaus Hériot an der Rustenschacherallee. Carl von Hasenauer leitete 1873 als Chefarchitekt die Weltausstellung im Prater, auf der Wiener Möbelhersteller ihre Erzeugnisse zeigten. Rund um Taborstraße und Karmelitermarkt führten jüdische Händler bis 1938 zahlreiche Möbel- und Trödlergeschäfte.

In Zinshäusern ohne Lift tragen wir Kästen über die Stiege; Wäschekästen mit Steckverbindungen lassen sich dafür zerlegen. Kellerabteile und Dachböden gehören zur kostenlosen Besichtigung dazu, weil dort häufig Sessel, Truhen und Spiegelrahmen abgestellt wurden. Bei Möbeln aus Wohnungen, die vor 1938 jüdischen Familien gehörten, klären wir die Herkunft. Schicken Sie Fotos per WhatsApp, erhalten Sie eine erste Einschätzung noch vor dem Termin.

Was in Leopoldstadt häufig auftaucht

  • Gründerzeitkredenzen mit Aufsatz – Erstausstattung der Straßentrakte um 1880–1910
  • Thonet-Sessel und Kaffeehausmobiliar – zahlreiche Kaffeehäuser und Gasthäuser im Bezirk
  • Biedermeier-Kommoden und Schubladkästen – erhaltene Vorstadthäuser an der Praterstraße

Mit Bezug zu Leopoldstadt

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 2. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 2. Bezirk.

Künstler

60

Manufakturen & Marken

33

Epochen & Stile

53

Materialien, Techniken & Punzen

45

Fragen zu Antike Möbel

Was ist ein Tabernakelsekretär?

Ein dreiteiliges Schreibmöbel des 18. Jahrhunderts: unten eine Kommode, in der Mitte eine Schreibklappe, oben ein Aufsatz mit Türen und einem mittleren Schränkchen, dem Tabernakel. Er war im süddeutschen und österreichischen Raum verbreitet und ist oft mit Nussmaser furniert.

Mein Thonet-Sessel hat keinen Stempel – ist er trotzdem echt?

Brandstempel und Etiketten können abgenutzt oder verloren sein. Modell, Bauweise und Schraubenart helfen bei der Zuordnung zu Thonet, Kohn, Mundus oder anderen Firmen.

Wie wird ein großer Kasten abgeholt?

Viele alte Kästen sind zerlegbar, Kranz, Türen und Seiten lassen sich lösen. Der Abtransport wird nach Maßen, Stiegenhaus und Aufzug geplant, die Möbel werden in Decken verpackt.

Sind bemalte Bauernkästen gefragt?

Ja, besonders mit originaler Bemalung, Jahreszahl und Namen. Spätere Übermalungen und Heimatstil-Möbel des 20. Jahrhunderts werden geringer bewertet.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.