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Antiquitäten Wien

Antike Möbel im 8. Bezirk, 1080 Wien

Biedermeier und Bauernmöbel: Ankauf in der Josefstadt

Bürgerhäuser in Langer Gasse und Piaristengasse, Kastenfenster und Flügeltüren im Original und das Volkskundemuseum im Palais Schönborn als Vergleichssammlung.

Zwei- bis dreigeschoßige Bürgerhäuser aus Biedermeier und Vormärz säumen Lange Gasse, Piaristengasse und Lenaugasse. In ihren Wohnungen, oft mit drei bis fünf Zimmern, Kachelofen und Kastenfenstern, blieben Sekretäre, Schubladkästen, Sitzgarnituren und Bücherkästen oft jahrzehntelang an derselben Wand. Originale Doppelflügeltüren und Fensternischen bestimmten Höhe und Breite der Möbel. Gründerzeithäuser um Hamerlingplatz und Albertplatz ergänzen den Bestand um Speisezimmer des Historismus und Herrenzimmer mit Bibliothekskästen.

Das von Johann Lukas von Hildebrandt 1706–1711 errichtete Palais Schönborn beherbergt das Volkskundemuseum mit Möbeln und Hausrat aus dem Alpenraum; für bemalte Bauernkästen, Truhen und Hochzeitskästen ist es die wichtigste Wiener Vergleichssammlung. Joseph Kornhäusels Neubau von 1822 für das Josefstädter Theater gestaltete später Carl Witzmann um, mit dem Teatro La Fenice als Vorbild. Die Architektin und Möbelentwerferin Anna-Lülja Praun lebte und arbeitete bis zu ihrem Tod 2004 im Bezirk.

Kriegsschäden blieben hier vergleichsweise gering, deshalb sind viele Zimmereinrichtungen vollständig. Fotografieren Sie deshalb den ganzen Raum und zusätzlich jedes einzelne Stück. Einen Sekretär aus dem zweiten Stock eines Biedermeierhauses ohne Lift tragen wir zu zweit, den Aufsatz nehmen wir vorher ab. Bemalte Bauernmöbel vergleichen wir nach Malerei und Beschlägen mit Stücken aus dem Volkskundemuseum; die Besichtigung ist kostenlos.

Was in Josefstadt häufig auftaucht

  • Biedermeier-Möbel – Bürgerhäuser der Zeit um 1820–1840 in Langer Gasse und Piaristengasse
  • Bemalte Bauernkästen und Truhen – Sammeltradition im Umfeld des Volkskundemuseums
  • Bibliothekskästen und Herrenzimmer – Gründerzeitwohnungen um Hamerlingplatz und Albertplatz

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 8. Bezirk.

Künstler

60

Manufakturen & Marken

33

Epochen & Stile

53

Materialien, Techniken & Punzen

45

Fragen zu Antike Möbel

Was ist ein Tabernakelsekretär?

Ein dreiteiliges Schreibmöbel des 18. Jahrhunderts: unten eine Kommode, in der Mitte eine Schreibklappe, oben ein Aufsatz mit Türen und einem mittleren Schränkchen, dem Tabernakel. Er war im süddeutschen und österreichischen Raum verbreitet und ist oft mit Nussmaser furniert.

Mein Thonet-Sessel hat keinen Stempel – ist er trotzdem echt?

Brandstempel und Etiketten können abgenutzt oder verloren sein. Modell, Bauweise und Schraubenart helfen bei der Zuordnung zu Thonet, Kohn, Mundus oder anderen Firmen.

Wie wird ein großer Kasten abgeholt?

Viele alte Kästen sind zerlegbar, Kranz, Türen und Seiten lassen sich lösen. Der Abtransport wird nach Maßen, Stiegenhaus und Aufzug geplant, die Möbel werden in Decken verpackt.

Sind bemalte Bauernkästen gefragt?

Ja, besonders mit originaler Bemalung, Jahreszahl und Namen. Spätere Übermalungen und Heimatstil-Möbel des 20. Jahrhunderts werden geringer bewertet.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.