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Material: Hölzer & Möbelbau

Pyramidenmahagoni

Furnier aus der Astgabel des Mahagonibaums mit flammenförmiger Zeichnung, beliebt im Empire und Biedermeier für Türen und Klappen.

Pyramidenfurnier wird aus der Gabelung zwischen Stamm und starkem Ast geschnitten, wo die Fasern auseinanderlaufen. Das ergibt eine flammen- oder federartige Zeichnung, die sich nach oben verbreitert und an eine Pyramide erinnert. Bei Mahagoni ist der Effekt besonders kräftig. Tischler des Empire und des Biedermeier setzten Pyramidenmahagoni auf Schranktüren, Schubladen und Sekretärklappen, häufig gespiegelt, damit die Flammen symmetrisch zueinander stehen. Ähnliche Bilder lassen sich aus Nuss und Esche schneiden.

Das Furnier zeigt eine mittlere Achse, von der die Zeichnung beidseitig aufsteigt. Weil die Fasern quer liegen, neigt es zu Rissen und Blasen, besonders an Kanten und Ecken. Im Streiflicht wechseln helle und dunkle Bereiche je nach Blickwinkel. Bei echten Furnieren laufen Poren und Struktur mit dem Bild, bei Dekorfolien und Druck fehlen sie. An Kanten ist die Stärke des Blattes sichtbar.

Pyramidenfurnier war teuer und schwierig zu verarbeiten, deshalb wurde es gezielt auf repräsentativen Flächen eingesetzt. Gut erhaltene Pyramidenflächen steigern den Wert eines Möbels, aufgeworfene oder abgeschliffene Stellen mindern ihn. Spätere Stilmöbel ahmen den Effekt mit dünnem Messerfurnier oder Folie nach.

So prüfen Sie es

  • flammenförmige, aufsteigende Zeichnung
  • Mittelachse mit symmetrischen Flammen
  • Risse und Blasen quer zur Faser
  • Changieren im Streiflicht
  • Einsatz auf Türen und Klappen

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