Sammelgebiete
Historische Blankwaffen & Rüstungen verkaufen in Wien
Blankwaffen und Rüstungen werden nach Alter, Herkunft, Qualität der Klinge und Originalität bewertet. Schusswaffen vermitteln wir an befugte Waffenhändler.
Wien besitzt mit der Hofjagd- und Rüstkammer des Kunsthistorischen Museums eine der bedeutendsten Waffensammlungen der Welt, und die Stadt war über Jahrhunderte Sitz von Hof, Armee und Adel. Entsprechend vielfältig sind die Blankwaffen in Wiener Nachlässen: Säbel und Degen von Offizieren und Beamten, Pallasche der Kavallerie, Bajonette aus dem Ersten Weltkrieg, Hirschfänger und Waidblätter der Jäger, Hellebarden und Partisanen, Harnische und Helme, orientalische Waffen, japanische Schwerter und Mensurschläger der Studentenverbindungen. Viele dieser Stücke hingen an Wänden und lagen auf Dachböden.
Für die Bewertung zählen Alter, Typ, Herkunft, Hersteller, Qualität und Zustand der Klinge, Originalität von Gefäß und Scheide und eine nachvollziehbare Geschichte. Eine Ordonnanzwaffe mit Abnahmestempeln und Truppenzeichen wird anders bewertet als ein Prunkdegen mit vergoldetem Gefäß, ein gotisches Schwert anders als eine Nachbildung des 19. Jahrhunderts. Klingenätzungen, Inschriften, Schmiedemarken und Widmungen geben wichtige Hinweise. Bitte schleifen, polieren und ölen Sie Klingen nicht und entfernen Sie keinen Rost; eine gewachsene Patina ist Teil des Sammlerwerts.
Rechtlich unterscheiden wir klar zwischen Blankwaffen und Schusswaffen. Blankwaffen wie Säbel, Degen, Schwerter, Bajonette, Dolche und Stangenwaffen kaufen wir an. Schusswaffen, auch historische Vorderlader und alte Jagdgewehre, dürfen nur über befugte Waffenhändler veräußert werden; wir vermitteln den Kontakt und kümmern uns um die übrigen Stücke eines Nachlasses. Munition und Kampfmittel kaufen wir nicht. Gegenstände mit NS-Propagandacharakter kaufen wir ebenfalls nicht. Griffe aus Elfenbein oder anderen Materialien geschützter Arten erfordern die gesetzlichen Nachweise.
Senden Sie uns für eine erste Einschätzung Fotos der ganzen Waffe, der Klinge mit Marken und Ätzungen, des Gefäßes und der Scheide, bei Rüstungen der Einzelteile und eventueller Marken. Danach besichtigen wir die Stücke kostenlos in allen 23 Wiener Bezirken. Sie erhalten ein Angebot für einzelne Waffen oder die gesamte Sammlung, die Bezahlung erfolgt in bar oder durch Überweisung. Wir holen auch schwere Rüstungen, Waffenwände und große Sammlungen ab und transportieren Klingen sicher verpackt.
Objektgruppen
21 Gruppen, jede mit eigener Seite: Was es ist, woran der Wert hängt, wie man Originale erkennt.
Säbel der k. u. k. Armee
Ordonnanz- und Offizierssäbel der österreichisch-ungarischen Armee vom Vormärz bis 1918.
Degen und Galadegen
Stoß- und Galadegen vom 17. bis ins 20. Jahrhundert, von der Rapierklinge bis zum Beamtendegen.
Pallasche und Kavalleriesäbel
Gerade Pallasche der schweren Reiterei und gekrümmte Säbel der Husaren, Dragoner und Ulanen.
Bajonette, Seitengewehre und Kampfmesser
Aufpflanzbare Klingen für Gewehre, Seitengewehre der Pioniere und Kampfmesser des Ersten Weltkriegs.
Hirschfänger, Waidblätter und Saufedern
Blanke Jagdwaffen zum Abfangen und Aufbrechen des Wildes, von barocken Prunkstücken bis zum Hirschfänger der…
Schwerter vom Mittelalter bis zur Renaissance
Ritterschwerter, Langschwerter, Bidenhänder und Katzbalger aus dem 12. bis 17. Jahrhundert.
Hellebarden und Stangenwaffen
Hellebarden, Partisanen, Glefen, Spieße, Morgensterne und Prunkstangenwaffen der Leibgarden.
Harnische und Rüstungsteile
Plattenrüstungen und einzelne Rüstungsteile des 15. bis 17. Jahrhunderts sowie Kürasse der Neuzeit.
Helme vom Morion bis zur Zischägge
Eiserne Helme des Spätmittelalters und der frühen Neuzeit: Schaller, Sturmhaube, Burgunderhelm, Morion und Zischägge.
Kettenhemden und Panzerhemden
Geflochtene Ringpanzer aus Europa, dem Orient und Indien, vom Kettenhemd bis zum Panzerkragen.
Orientalische Blankwaffen und Türkenbeute
Säbel, Dolche und Messer aus dem Osmanischen Reich, Persien, dem Kaukasus und Indien, darunter Beutestücke aus den…
Japanische Schwerter und Tsuba
Katana, Wakizashi und Tanto mit ihren Montierungen sowie Stichblätter und Schwertzubehör.
Dolche und Stilette
Kurze Stichwaffen vom gotischen Nierendolch bis zum Linkhanddolch und Stilett.
Prunk- und Ehrenwaffen
Reich verzierte Säbel, Degen und Dolche als Geschenke, Ehrengaben und Zeichen von Rang und Stand.
Mensurschläger und studentische Waffen
Korb- und Glockenschläger, Fechtwaffen und Erinnerungsstücke der Studentenverbindungen.
Schilde und Rundschilde
Pavesen, Tartschen, Rundschilde und Prunkschilde vom Spätmittelalter bis zum Historismus.
Klingen, Gefäße und Scheiden
Einzelne Klingen, Griffe, Körbe, Parierstangen, Knäufe und Scheiden aus Werkstätten, Sammlungen und Nachlässen.
Pulverflaschen und Pulverhörner
Behälter für Schießpulver aus Horn, Bein, Holz und Metall, oft reich geschnitzt oder graviert.
Historische Feuerwaffen (Vermittlung)
Radschloss-, Steinschloss- und Perkussionswaffen sowie alte Jagd- und Militärgewehre, deren Verkauf über befugte…
Panoplien und Waffenwände
Dekorative Arrangements aus Waffen, Schilden und Rüstungsteilen, wie sie in Interieurs des Historismus hingen.
Rüstungen des Historismus
Rüstungen, Helme und Waffen im Stil von Gotik und Renaissance, gefertigt im 19. und frühen 20. Jahrhundert.
Wovon der Wert abhängt
Alter und Typ
Waffen und Rüstungen vor 1700 sind selten und gesucht. Ordonnanzwaffen des 19. Jahrhunderts sind häufiger und werden nach Modell und Variante bewertet.
Originalität
Zusammengehörige Klinge, Gefäß und Scheide ohne Austausch oder Ergänzung sind entscheidend. Späte Montagen aus Einzelteilen mindern den Wert.
Klinge
Schmiedequalität, Ätzungen, Bläuung, Vergoldung und Marken der Klingenschmiede heben den Wert. Tiefer Rost, Scharten und Nachschliff senken ihn.
Stempel und Inschriften
Abnahmestempel, Truppenzeichen, Herstellermarken und Widmungen erlauben die Zuordnung und machen eine Waffe für Sammler interessanter.
Herkunft
Waffen mit belegter Herkunft aus einem Schloss, einer Sammlung oder dem Besitz einer bekannten Person sind gesuchter.
Nachbildung oder Original
Rüstungen und Waffen des Historismus und spätere Dekorationsstücke werden anders bewertet als Originale ihrer Vorbildzeit.
Originale erkennen
Originale alte Klingen zeigen Spuren der Handarbeit: leicht unregelmäßige Hohlschliffe, eingeschlagene Schmiedemarken, Ätzungen, die nicht völlig gleichmäßig sind, und eine gewachsene, dunkle Patina in den Vertiefungen. Ordonnanzwaffen der k. u. k. Armee tragen Abnahmestempel, oft einen Doppeladler oder Buchstaben, dazu Truppenstempel auf Gefäß oder Scheide. Nachbildungen haben häufig maschinell gefräste Klingen, gegossene statt geschmiedete Gefäße, künstlich gealterte Oberflächen und Schrauben, die es bei Originalen nicht gab.
Bei Rüstungen geben Gewicht, Schmiedespuren, Nieten, Lederreste und Marken der Plattner Aufschluss. Originale Harnische des 16. Jahrhunderts aus Werkstätten in Innsbruck, Augsburg oder Nürnberg tragen oft Beschauzeichen und Meistermarken, Rüstungen des Historismus sind meist dünner, gleichmäßiger und mit modernen Nieten gefertigt. Japanische Schwerter tragen die Signatur des Schmieds auf der Angel unter dem Griff; die Angel sollte man nur von einem Kundigen freilegen lassen. Orientalische Klingen zeigen oft Damaszierung, Goldeinlagen und Inschriften in arabischer Schrift.
Blankwaffen kaufen wir ohne Weiteres an. Den Verkauf von Schusswaffen, auch historischer, dürfen nur befugte Waffenhändler abwickeln; wir stellen den Kontakt her. Schusswaffen aus einer Verlassenschaft unterliegen den Melde- und Übergabepflichten des Waffengesetzes, die der Waffenhändler mit Ihnen abwickelt. Munition, Granaten und andere Kampfmittel kaufen wir nicht; Funde meldet man der Polizei. Waffen mit NS-Propagandacharakter kaufen wir nicht. Griffe und Beschläge aus Elfenbein unterliegen der Verordnung (EU) 2021/2280, Teile aus Schildpatt oder Horn geschützter Arten dem Washingtoner Artenschutzübereinkommen und der Verordnung (EG) Nr. 338/97; hier sind Nachweise erforderlich.
Historische Blankwaffen & Rüstungen in Ihrem Bezirk
Für jeden Bezirk eine eigene Seite mit den Künstlern, Werkstätten und Beständen, die dort eine Rolle spielen.
Künstler, Marken, Epochen und Materialien
Epochen & Stile
13
- Gotikum 1230–1500
- Spätgotikum 1430–1530
- Renaissanceum 1420–1600 (nördlich der Alpen ab etwa 1500)
- Manierismusum 1520–1620
- Frühbarockum 1600–1680
- Hochbarockum 1680–1730
- Rokokoum 1730–1770
- Empireum 1804–1830
- Biedermeier1815–1848
- Historismusum 1840–1914
- Neogotikum 1840–1900
- Edo-Zeit1603–1868
- Meiji-Zeit1868–1912
Materialien, Techniken & Punzen
8
Fragen zu Historische Blankwaffen & Rüstungen
Darf ich einen alten Säbel aus dem Nachlass verkaufen?
Ja. Säbel, Degen, Bajonette und andere Blankwaffen dürfen gehandelt werden und gehören zu unserem Ankauf. Bitte schleifen oder polieren Sie die Klinge vorher nicht.
Was mache ich mit alten Gewehren und Pistolen?
Für Schusswaffen, auch historische, ist ein befugter Waffenhändler zuständig. Wir vermitteln Ihnen den Kontakt; der Händler übernimmt die Waffen und die nötigen Formalitäten.
Woran erkenne ich, ob eine Rüstung alt ist?
Hinweise sind Gewicht, Schmiedespuren, Nieten, Marken der Plattner und Lederreste. Viele Rüstungen in Wiener Wohnungen stammen aus dem Historismus und dienten als Dekoration; auch sie haben einen Markt, werden aber anders bewertet.
Soll ich Rost von der Klinge entfernen?
Nein. Schleifen, Polieren und chemische Rostentferner zerstören Ätzungen, Bläuung und Patina. Lassen Sie die Waffe so, wie sie ist, und lagern Sie sie trocken.
Kaufen Sie japanische Schwerter?
Ja. Katana, Wakizashi und Tanto werden nach Schmied, Epoche, Klingenqualität und Montierung bewertet, Tsuba und Schwertzubehör auch einzeln. Viele Schwerter in Europa sind spätere Souvenirarbeiten; wir unterscheiden sie von alten Klingen.
Kaufen Sie Bajonette aus dem Ersten Weltkrieg?
Ja. Bajonette und Seitengewehre der k. u. k. Armee und anderer Armeen werden nach Modell, Hersteller, Stempeln und Erhaltung bewertet. Bajonette mit passender Scheide und Truppenstempel sind gesuchter.
Holen Sie schwere Rüstungen und ganze Waffenwände ab?
Ja. Wir besichtigen vor Ort, dokumentieren die Anordnung und bauen Waffenwände nach dem Ankauf fachgerecht ab. Klingen werden für den Transport gesichert verpackt.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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