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Material: Hölzer & Möbelbau

Intarsie

Einlegearbeit, bei der Holzstücke in Vertiefungen eines massiven Grundes eingesetzt werden, von der Renaissance bis zu alpenländischen Truhen.

Die Intarsie im engeren Sinn ist eine Einlegearbeit in Massivholz: Der Tischler stemmt Vertiefungen aus und setzt passend geschnittene Stücke anderer Hölzer ein, dazu Bein, Perlmutt oder Zinn. In der italienischen Renaissance entstanden so perspektivische Bilder an Chorgestühlen und Kabinetten. Im 17. Jahrhundert fertigten Werkstätten in Eger in Westböhmen Reliefintarsien mit erhaben geschnittenen Figuren. Alpenländische Truhen, Kästen und Tische zeigen Stern-, Ranken- und Bandmuster in dieser Technik.

Der Grund der Intarsie ist massiv; die Einlagen sitzen in ausgestemmten Vertiefungen und sind häufig dicker als Furnier. An Schadstellen sieht man die Grubenwände. Fugen sind schmal, die Einlagen oft leicht erhaben oder eingesunken, weil Hölzer unterschiedlich schwinden. Umgangssprachlich heißt auch die Marketerie Intarsie, bei der Furnierstücke zu einem Blatt zusammengesetzt werden; der Unterschied zeigt sich an Ausbrüchen. Feine Linien aus hellem Holz rahmen oft die Felder.

Intarsierte Möbel der Renaissance und des Barock sind selten. Häufiger sind alpenländische Truhen des 18. und 19. Jahrhunderts und historistische Nachschöpfungen. Für den Wert zählen Feinheit, Erhaltung und Originalität der Einlagen. Fehlende Teile lassen sich ergänzen; stark ergänzte Flächen mindern das Interesse.

So prüfen Sie es

  • Einlagen in ausgestemmten Vertiefungen
  • massiver Grund
  • erhabene oder eingesunkene Einlagen
  • Materialien wie Bein, Perlmutt oder Zinn
  • sichtbare Grubenwände an Schadstellen

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.