Manufaktur: Möbel
D. G. Fischel Söhne
Niemes (Mimoň), Nordböhmen, ab den 1870er-Jahren bis Zwischenkriegszeit
Böhmische Bugholzfabrik in Niemes; Kaffeehaussessel, Fauteuils und Garderoben nach dem Vorbild von Thonet und Kohn mit Fischel-Etikett.
Die Firma D. G. Fischel Söhne betrieb ab den 1870er-Jahren in Niemes in Nordböhmen eine Bugholzmöbelfabrik. Sie gehörte zu den kleineren, aber zahlreichen Herstellern, die nach Ablauf der Thonet-Privilegien Bugholzmöbel in Serie produzierten und den Markt in der Monarchie und im Export bedienten. Die Fabrik nutzte die Buchenwälder der Region. Nach dem Ersten Weltkrieg lag sie in der Tschechoslowakei; über die weitere Geschichte ist wenig veröffentlicht.
Das Programm umfasste Kaffeehaussessel, Armlehnsessel, Schaukelfauteuils, Tische, Garderobenständer, Notenständer und Kindermöbel, im Wesentlichen nach Modellen, die auch Thonet, Kohn und Mundus anboten. Um 1900 entstanden einzelne Modelle im Stil der Wiener Moderne mit geraden Linien und Ziermotiven. Sitze waren aus Wiener Geflecht, gepresstem Sperrholz mit Prägemustern oder gepolstert. Fischel-Möbel wurden in Wien über Möbelhändler verkauft. Die Ware wurde zerlegt verschickt und vor Ort montiert.
Fischel-Möbel tragen Papieretiketten oder Brandstempel mit dem Firmennamen und dem Ort, häufig unter der Sitzfläche oder am Zarge. Nach Verlust der Kennzeichnung ist eine Zuordnung kaum möglich, da Form und Biegetechnik sich von anderen Herstellern kaum unterscheiden. Bei der Beurteilung zählen Zustand des Geflechts, Festigkeit der Verbindungen und originale Oberfläche; Stücke mit Etikett sind für Sammler nachvollziehbarer als ungemarkte. Spätere Lackierungen mindern.
D. G. Fischel Söhne verkaufen: in allen 23 Bezirken
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Sparten
Ebenfalls: Möbel
- Artekseit 1935
- Askoseit 1918
- Bernhard Ludwigzweite Hälfte 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Carl Hansen & Sønseit 1908
- Carl Leistlererste Hälfte 19. Jahrhundert bis 1850er-Jahre
- Cassinaseit 1927
- Deutsche Werkstätten Hellerauseit 1898
- Friedrich Otto Schmidtzweite Hälfte 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Fritz Hansenseit 1872
- Haus & Gartenseit 1925
- Herman Millerseit 1923 unter diesem Namen
- Jacob & Josef Kohnab den 1860er-Jahren bis 1914, danach Kohn-Mundus
- Joseph Danhauser'sche Möbelfabrik1804–1838
- Kartellseit 1949
- Knollseit 1938
- Memphis Milano1981–1988
- Mundus1907–1922, danach Thonet-Mundus
- Portois & Fixab 1881 bis ins 20. Jahrhundert
- Prag-Rudniker Korbwarenfabrikationum 1900 bis Zwischenkriegszeit
- Sandor Jarayspätes 19. Jahrhundert bis Zwischenkriegszeit
- Svenskt Tennseit 1924
- Tectaseit 1972
- Gebrüder Thonetseit 1849 (Werkstatt), Firmenname seit 1853
- TONFabrik seit 1861, Firmenname TON seit 1953
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