Truhe
Holz- und Eisentruhen von der Renaissance bis zu bemalten Brauttruhen des 19. Jahrhunderts.
Die Truhe ist eines der ältesten Möbel und diente vor dem Kasten zur Aufbewahrung von Kleidung, Wäsche, Urkunden und Wertsachen. Renaissance- und Barocktruhen aus Nuss oder Eiche zeigen Schnitzereien, Intarsien und Architekturgliederungen, bäuerliche Truhen aus Weichholz Bemalungen mit Blumen, Jahreszahlen und Namen, oft als Brauttruhe zur Hochzeit. Eisentruhen des 17. und 18. Jahrhunderts mit aufwendigen Schlössern im Deckel, sogenannte Kriegskassen, sicherten Geld und Dokumente. Auch Reisekoffer und Kassetten gehören zu dieser Gruppe.
Bei der Bewertung zählen Alter, Material, Ausführung, Bemalung und Zustand. Originale Schlösser und Beschläge, besonders bei Eisentruhen mit funktionierender Mechanik, erhöhen den Wert. Wurmfraß, fehlende Füße, ersetzte Deckel und spätere Bemalungen mindern. Stiltruhen des 19. Jahrhunderts im Renaissancestil sind häufig und an Konstruktion und Schnitzerei erkennbar. Schlüssel zu Eisentruhen sind selten erhalten. Fotos der Innenseite des Deckels zeigen Schlossmechanik und Beschläge. Auch kleine Kassetten werden geprüft.
Woran man es erkennt
- Brauttruhen mit Jahreszahl
- Eisentruhen mit Deckelschloss
- Stiltruhen des 19. Jahrhunderts
- Fehlende Schlüssel
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