Psyche
Schwenkbare Standspiegel und Frisiertische mit Aufsatzspiegel aus Empire, Biedermeier und Gründerzeit.
Als Psyche bezeichnet man einen großen, schwenkbaren Standspiegel in einem Gestell, der um 1800 in Frankreich aufkam und im Empire und Biedermeier auch in Wien gefertigt wurde. In Österreich steht der Begriff zudem für den Frisiertisch mit Aufsatzspiegel, Schubladen und Ablage. Biedermeier-Psychen haben Säulen, Lyrastützen und furnierte Rahmen in Mahagoni, Kirsche oder Nuss, Frisiertische der Gründerzeit geschnitzte Aufsätze, Art-déco-Psychen runde Spiegel und Wurzelfurnier. Ältere Spiegel sind mit einem Zinn-Quecksilber-Amalgam belegt, das einen weichen, grauen Glanz ergibt.
Den Ausschlag geben Epoche, Form, Holz sowie der Zustand von Spiegel und Gestell. Originale, alte Spiegelgläser mit leichter Blindheit sind kein Mangel und gehören zur Patina, ersetzte Gläser mindern leicht. Schwenkmechanismen und Schubladen sollten funktionieren. Psychen der Biedermeierzeit sind selten und gefragt, Frisiertische der 1930er-Jahre häufiger. Quecksilberbelegte Spiegel sollten nicht geöffnet oder abgeschliffen werden. Spiegel werden beim Transport gesondert gepolstert. Auch kleine Tischpsychen werden geprüft.
Woran man es erkennt
- Schwenkbarer Standspiegel
- Frisiertisch mit Aufsatz
- Quecksilberbelegte Gläser
- Funktionierende Mechanik
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