Material: Email, Steine & Schmuck
Schildpatt
Hornplatten aus dem Panzer der Echten Karettschildkröte, verarbeitet zu Kämmen, Dosen, Brillen und Boulle-Möbeln, streng artengeschützt.
Schildpatt stammt aus den Hornplatten des Rückenpanzers der Echten Karettschildkröte. Durch Erwärmen lässt es sich biegen, pressen und verschweißen. Seit dem 17. Jahrhundert entstanden daraus Kämme, Haarnadeln, Dosen, Etuis, Fächer, Brillengestelle und Einlagen in Möbeln, etwa in der Boulle-Technik. In Neapel entwickelten Kunsthandwerker im 18. Jahrhundert die Piqué-Arbeit mit eingelegten Gold- und Silberornamenten. Im 20. Jahrhundert ersetzten Celluloid und andere Kunststoffe das Material zunehmend.
Echtes Schildpatt zeigt unter der Lupe wolkige, unregelmäßige Farbflecken in Braun, Gelb und Schwarz, die ineinander verlaufen; Kunststoff hat oft streifige oder sich wiederholende Muster. Gegen das Licht ist Schildpatt durchscheinend mit sichtbaren Pigmentpunkten. Es fühlt sich warm an und ist relativ leicht. Gefärbtes Horn wirkt ähnlich, zeigt aber faserige Struktur. Die Heißnadelprobe beschädigt das Objekt und gehört in Fachhände. Nahtstellen zeigen sich als feine Linien.
Schildpattobjekte mit Piqué-Arbeit, Kämme mit Gold und frühe Dosen sind gesucht, der Handel unterliegt aber dem Artenschutz. Ohne Nachweis über Alter und Herkunft ist ein Ankauf nicht möglich. Kunststoffimitationen sind im Handel weit häufiger als echtes Schildpatt. Risse und Abplatzungen entstehen durch Trockenheit und mindern den Wert.
So prüfen Sie es
- wolkige, verlaufende Farbflecken
- durchscheinend mit Pigmentpunkten
- warme, leichte Haptik
- Piqué-Einlagen aus Gold und Silber
- streifige Muster bei Kunststoff
Die Echte Karettschildkröte steht in CITES Anhang I und in Anhang A der VO (EG) 338/97. Bearbeitete Stücke aus der Zeit vor 1947 fallen unter eine Ausnahme für Antiquitäten; Alter und Herkunft müssen nachgewiesen werden.
Schildpatt verkaufen: in allen 23 Bezirken
Wir kommen zur Besichtigung in jeden Bezirk.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
Lieber schriftlich? Zum Anfrageformular