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Antiquitäten Wien

Antike Möbel im 6. Bezirk, 1060 Wien

Thonet aus der Mollardmühle: Antike Möbel in Mariahilf

In Gumpendorf richtete Michael Thonet 1853 seine Werkstatt in der Mollardmühle ein. Heute stehen Bugholzsessel neben Biedermeiermöbeln und Spiegeln an der Wienzeile.

Gumpendorf und der Magdalenengrund, das sogenannte Ratzenstadl, bewahren niedrige Vorstadthäuser der Biedermeierzeit, darunter das Haydnhaus in der Haydngasse. Aus solchen Häusern stammen Schubladkästen, Nähtische und kleine Sekretäre. An Mariahilfer Straße, Gumpendorfer Straße und Linker Wienzeile liegen großbürgerliche Gründerzeitwohnungen mit hohen Räumen, in denen Pfeilerspiegel, Konsoltische und Kredenzen des Historismus stehen. In den umgebauten Gewerbehöfen Gumpendorfs mischen sich bürgerliche Möbel mit Werkbänken, Musterkästen und Ladeneinrichtungen früherer Tischler und Drechsler.

Michael Thonet übernahm 1853 die Mollardmühle in Gumpendorf; mit seinen Söhnen baute er dort die Fertigung der Gebrüder Thonet auf, 1859 folgte der Sessel Nr. 14. Otto Wagner errichtete 1898/99 Medaillonhaus und Majolikahaus an der Linken Wienzeile, Koloman Moser entwarf die vergoldeten Medaillons. 1904 richteten Josef Hoffmann und Moser den Modesalon der Schwestern Flöge ein. Wie früh der Bezirk bürgerlich und gewerblich verdichtet war, zeigen die Barnabitenkirche Mariahilf, deren Bau ins späte 17. Jahrhundert zurückgeht, und das Theater an der Wien.

Große Spiegel und Kredenzaufsätze in den Wohnungen an der Wienzeile müssen vor dem Transport über enge Stiegenhäuser demontiert werden; beides planen wir bei der kostenlosen Besichtigung. Bei Thonet-Sesseln helfen Fotos der Sitzunterseite, denn Brandstempel und Papieretiketten trennen frühe Fertigung von späteren Ausführungen. Kommen Restbestände einer Werkstatt aus einem Gumpendorfer Hof dazu, bewerten wir Werkbänke und Ladenmöbel als eigene Position.

Was in Mariahilf häufig auftaucht

  • Thonet-Bugholzmöbel – frühe Produktion in der Gumpendorfer Mollardmühle ab 1853
  • Biedermeier-Möbel – Vorstadthäuser in Gumpendorf und am Magdalenengrund
  • Pfeilerspiegel und Konsoltische des Historismus – großbürgerliche Wohnungen an Wienzeile und Mariahilfer Straße
  • Ladeneinrichtungen und Werkstattmöbel – ehemalige Gewerbehöfe in Gumpendorf

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 6. Bezirk.

Künstler

60

Manufakturen & Marken

33

Epochen & Stile

53

Materialien, Techniken & Punzen

45

Fragen zu Antike Möbel

Kaufen Sie auch große Gründerzeitmöbel?

Ja, wenn Qualität und Zustand stimmen, etwa bei Möbeln bekannter Wiener Firmen oder fein geschnitzten Stücken. Große Kredenzen und Bibliotheken haben einen kleineren Markt, werden aber geprüft.

Was ist ein Tabernakelsekretär?

Ein dreiteiliges Schreibmöbel des 18. Jahrhunderts: unten eine Kommode, in der Mitte eine Schreibklappe, oben ein Aufsatz mit Türen und einem mittleren Schränkchen, dem Tabernakel. Er war im süddeutschen und österreichischen Raum verbreitet und ist oft mit Nussmaser furniert.

Mein Thonet-Sessel hat keinen Stempel – ist er trotzdem echt?

Brandstempel und Etiketten können abgenutzt oder verloren sein. Modell, Bauweise und Schraubenart helfen bei der Zuordnung zu Thonet, Kohn, Mundus oder anderen Firmen.

Wie wird ein großer Kasten abgeholt?

Viele alte Kästen sind zerlegbar, Kranz, Türen und Seiten lassen sich lösen. Der Abtransport wird nach Maßen, Stiegenhaus und Aufzug geplant, die Möbel werden in Decken verpackt.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.