Kunsthandwerk & Design
Zinn, Kupfer, Messing & Eisenkunst verkaufen in Wien
Antiquitäten Wien kauft Arbeiten aus unedlen Metallen mit Sammlerwert – Zunftkannen und Jugendstil-Zinn, Kupfer und Messing, Wiener Werkstattdesign, Eisenkunstguss und Schmiedearbeiten.
Metallhandwerk hatte in Wien eigene Zünfte: Zinngießer goss Teller, Kannen und Weihbrunnkessel, Gürtler arbeiteten in Messing, Kupferschmiede fertigten Kochgeschirr für Küchen und Gasthäuser, Kunstschlosser schmiedeten Gitter für Stiegenhäuser und Portale. Um 1900 hoben Josef Hoffmann und die Wiener Werkstätte gehämmertes Messing in den Rang des Kunstgewerbes, 1898 gründete Carl Hagenauer seine Werkstätte, 1912 begann die Familie Auböck in der Bernardgasse. Im Umland lieferten Berndorf Besteck aus Alpacca und das Gusswerk bei Mariazell Eisenkunstguss. Diese Herkunft spiegelt sich in den Beständen Wiener Haushalte.
In Nachlässen begegnen Zinnteller und Zunftkannen aus der Kredenz, Kupferkessel und Gugelhupfformen aus der Küche, Messingmörser, Leuchter, Kamingarnituren, eiserne Kassetten, Hagenauer-Figuren auf dem Schreibtisch und Aschenbecher von Auböck. Ein großer Teil davon hat Gebrauchswert, aber nur geringen Sammlerwert. Gesucht sind datierte und gemarkte Stücke, Arbeiten mit Zunft- oder Herstellerbezug, Objekte der Wiener Moderne und des Jugendstils sowie alte Schmiede- und Gussarbeiten von handwerklicher Qualität. Die Trennung von Sammlerware und bloßem Altmetall ist der erste Schritt jeder Bewertung.
Den Wert bestimmen Marke, Alter, Hersteller, Qualität der Ausführung und eine gewachsene Oberfläche. Zinn trägt Stadt- und Meistermarken, Jugendstilzinn Modellnummern, Hagenauer und Auböck eingeschlagene Werkstattmarken. Patina gehört bei Bronze, Messing und Eisen zum Objekt; frisch poliertes Messing und abgeschliffenes Eisen verlieren für Sammler an Reiz. Zugleich ist das Gebiet reich an Nachgüssen: Zinn wurde aus alten Formen neu gegossen, Hagenauer-Figuren mit nachträglich eingeschlagener Marke nachgeahmt, Mörser und Leuchter im 20. Jahrhundert nachgebildet.
Für eine Ersteinschätzung schicken Sie uns Fotos per WhatsApp oder über das Formular, mit Marken, Unterseiten, Inschriften und Gebrauchsspuren. Danach besichtigen wir kostenlos in jedem der 23 Bezirke, auch große Bestände auf Dachböden, in Kellern und Werkstätten. Wir machen ein Angebot für Sammlerstücke und sagen offen, was nur Metallwert hat; schwere Gitter, Truhen und Öfen holen wir auf Wunsch ab. Bezahlt wird bar oder per Überweisung. Für den Rest eines Haushalts übernimmt die Räumung auf Wunsch unsere Schwesterseite.
Objektgruppen
23 Gruppen, jede mit eigener Seite: Was es ist, woran der Wert hängt, wie man Originale erkennt.
Zunft- und Schleifkannen
Große Zinnkannen der Handwerkszünfte mit Gravuren, Zunftzeichen und Namen, vom 17. bis ins 19. Jahrhundert.
Zinnteller und Zinngeschirr
Teller, Schüsseln, Krüge, Terrinen und Gebrauchsgeschirr aus Zinn, vom bürgerlichen Haushalt des 17. bis zum frühen…
Edelzinn mit Reliefdekor
Zierzinn der Renaissance und des Frühbarock mit gegossenem Relief, nach Vorbildern von François Briot und Kaspar…
Jugendstil-Zinn
Gegossenes Zinn mit floralen und geometrischen Formen aus Krefeld, Nürnberg, Köln, Geislingen und London, um 1895 bis…
Zinn des Art déco und der Moderne
Zinnarbeiten der Zwischenkriegs- und Nachkriegszeit aus Schweden, Dänemark und Österreich, von Svenskt Tenn bis zu…
Kupferkochgeschirr und Wärmpfannen
Innen verzinntes Kochgeschirr aus Kupfer, Kessel, Kannen und Bettwärmer aus Küchen, Gasthäusern und…
Mörser
Mörser aus Bronze und Messing mit Stößel, aus Apotheke, Küche und Labor, vom 16. bis ins 19. Jahrhundert.
Beckenschlägerschüsseln
Getriebene Messingschüsseln aus Nürnberg mit Bildmotiven und Schriftbändern, aus dem 15. und 16. Jahrhundert.
Leuchter aus Messing, Zinn und Eisen
Kerzenleuchter aus unedlen Metallen, vom gotischen Dornleuchter über barocke Messingleuchter bis zu Jugendstil- und…
Messinggerät der Wiener Moderne
Vasen, Jardinieren, Schalen und Schreibtischgerät aus gehämmertem und poliertem Messing, von der Wiener Werkstätte bis…
Stilisierte Figuren aus Messing und Holz
Figuren, Tiere, Köpfe und Masken der Werkstätte Hagenauer und verwandte Arbeiten von Walter Bosse, aus den 1920er- bis…
Tafelgerät aus Alpacca
Besteck, Platten, Kaffeeservice und Jardinieren aus versilbertem und unversilbertem Neusilber, von Berndorf, Argentor…
Figuren und Gerät aus Eisenkunstguss
Figuren, Plaketten, Leuchter und Ziergerät aus Gusseisen, aus Berlin, Gleiwitz, Sayn, Mariazell und Blansko, vor allem…
Schmiedeeiserne Gitter und Beschläge
Oberlichtgitter, Fenstergitter, Geländerteile, Tür- und Möbelbeschläge aus geschmiedetem Eisen, vom Barock bis zum…
Wirtshaus- und Zunftschilder aus Schmiedeeisen
Ausleger und Hausschilder von Gasthäusern, Werkstätten und Geschäften, mit Zunftzeichen, Figuren und vergoldeten Teilen.
Schlösser und Schlüssel
Kastenschlösser, Truhenschlösser, Vorhängeschlösser, Prunk- und Kämmererschlüssel aus Eisen, Messing und vergoldeter…
Eisentruhen und Kassetten
Geldtruhen, Kriegskassen, Kassetten und Tresore aus Eisen mit komplizierten Schlossmechaniken, vom 16. bis ins 19.…
Stahlschnittarbeiten
Aus massivem Stahl geschnittene Plaketten, Schlüssel, Kreuze und Ehrengaben, vor allem aus der Steyrer Tradition um…
Grapen, Glocken und Bronzegerät
Dreibeinige Kochtöpfe, Tischglocken, Schellen und Gebrauchsgerät aus Bronze, vom Spätmittelalter bis ins 19.…
Samoware
Russische Teemaschinen aus Messing, Kupfer und Neusilber, vor allem aus Tula, vom späten 18. bis ins frühe 20.…
Figuren aus Zinkguss und Galvanoplastik
Figuren, Uhrenaufsätze und Ziergerät aus patiniertem Zinkguss und galvanisch abgeformtem Kupfer, aus dem Historismus…
Ofen- und Kamingerät aus Eisen
Gusseiserne Ofenplatten, Kaminplatten, Feuerböcke, Kaminbestecke und Funkenschirme, vom 16. bis ins frühe 20.…
Orientalische Metallarbeiten
Tauschierte Messinggefäße aus Kairo und Damaskus, persisches Kupfer- und Messinggerät, osmanisches Tombak und indische…
Wovon der Wert abhängt
Marken und Herkunft
Stadt-, Meister- und Qualitätsmarken bei Zinn, Werkstattmarken bei Hagenauer, Auböck oder WMF erlauben Zuordnung und Datierung.
Alter und Handwerk
Handgetriebene, geschmiedete und von Hand ziselierte Arbeiten sind gesuchter als maschinell gefertigte Serienware.
Datierung und Inschrift
Jahreszahlen, Zunftzeichen, Namen und Wappen auf Kannen, Mörsern und Schildern machen ein Stück belegbar und steigern das Interesse.
Oberfläche
Eine gewachsene Patina ist bei Messing, Bronze und Eisen erwünscht. Polieren, Abschleifen und Neulackieren mindern den Sammlerwert.
Design
Entwürfe der Wiener Moderne, des Jugendstils und der skandinavischen Moderne haben einen eigenen, internationalen Markt.
Originalität
Nachgüsse aus alten Formen und Fälschungen mit nachträglichen Marken sind verbreitet. Gussqualität, Gewicht und Gebrauchsspuren helfen bei der Unterscheidung.
Originale erkennen
Altes Zinn trägt meist mehrere Marken am Rand, im Boden oder am Henkel: eine Stadtmarke, eine Meistermarke mit Initialen und häufig dem Jahr der Meisterprüfung, oft dazu eine Qualitätsmarke wie den Engel mit Schwert und Waage oder die gekrönte Rose. Die Jahreszahl in der Meistermarke ist nicht das Herstellungsjahr. Jugendstilzinn ist mit Firmennamen und Modellnummer gestempelt, etwa „Kayserzinn“ mit vierstelliger Nummer oder dem Strauß von WMF. Neuere Zinngüsse wirken glatt, hell und gleichmäßig, ohne Abnutzung an Rand und Henkel.
Bei Messing und Bronze verraten Gussspuren, Gewicht und Patina das Alter: Alte Mörser zeigen Abnutzung im Inneren und am Rand, Nachgüsse scharfe, unberührte Kanten und eine gleichmäßig künstliche Färbung. Hagenauer-Arbeiten tragen die eingeschlagene Marke wHw, oft mit „Made in Austria“ oder „Hagenauer Wien“; eine Marke allein ist aber kein Echtheitsbeweis, weil Fälschungen nachträglich gemarkt werden. Zinkguss unterscheidet sich von Bronze durch geringeres Gewicht, grauen Kern an Kratzern und hellen Klang.
Zinn, Kupfer, Messing & Eisenkunst in Ihrem Bezirk
Für jeden Bezirk eine eigene Seite mit den Künstlern, Werkstätten und Beständen, die dort eine Rolle spielen.
Künstler, Marken, Epochen und Materialien
Künstler
16
- Joseph Maria Olbrich1867–1908
- Emanuel Josef Margold1888–1962
- Walter Bosse1904–1979
- Carl Auböck1900–1957 (Carl Auböck II), 1924–1993 (Carl Auböck III)
- Carl Hagenauer1872–1928
- Karl Hagenauer1898–1956
- Franz Hagenauer1906–1986
- Josef Hoffmann1870–1956
- Josef Frank1885–1967
- Michael Blümelhuber1865–1936
- Johann Martin Fischer1740–1820
- Peter Behrens1868–1940
- Franz Bergman1861–1936
- Georg Raphael Donner1693–1741
- Franz Xaver Messerschmidt1736–1783
- Balthasar Ferdinand Moll1717–1785
Manufakturen & Marken
17
- Wiener Werkstätte1903–1932
- Werkstätte Hagenauer1898–1987
- Werkstätte Carl Auböckseit 1912
- Berndorfer Metallwarenfabrikseit 1843
- Argentor-Werkeum 1900 bis Zwischenkriegszeit
- WMFseit 1853
- Elkingtonum 1830 bis 1960er-Jahre
- Orivitum 1894 bis um 1905, danach bei WMF
- Kayserzinnum 1885 bis um 1930
- Osirisum 1899 bis um 1914
- Liberty & Co.seit 1875
- Svenskt Tennseit 1924
- Alessiseit 1921
- Japy Frèresab 1777
- Wiener Bronzewaren-Herstellerum 1860 bis 1930er-Jahre
- Werkstätte Franz Bergmanzweite Hälfte 19. Jahrhundert bis 1930er-Jahre
- Werkstatt Carl Kaubaum 1890 bis 1920er-Jahre
Epochen & Stile
22
- Gotikum 1230–1500
- Renaissanceum 1420–1600 (nördlich der Alpen ab etwa 1500)
- Frühbarockum 1600–1680
- Neorenaissanceum 1860–1895
- Gründerzeitum 1850–1914 (Gründerjahre 1867–1873)
- Floraler Jugendstilum 1895–1905
- Geometrischer Jugendstilum 1900–1915
- Stil der Wiener Werkstätte1903–1932
- Fünfzigerjahre-Designum 1948–1962
- Alpenländischer Stil17.–19. Jahrhundert
- Arts and Craftsum 1860–1910
- Bauhaus1919–1933
- Brutalismusum 1950–1980
- Heimatstilum 1905–1960
- Meiji-Zeit1868–1912
- Ming-Dynastie1368–1644
- Neogotikum 1840–1900
- Qing-Dynastie1644–1911
- Romanikum 1000–1250
- Russische Ikonenmalereium 1100–1917
- Volkskunst17.–20. Jahrhundert
- Wiener Wohnkultur der Zwischenkriegszeitum 1919–1938
Fragen zu Zinn, Kupfer, Messing & Eisenkunst
Hat altes Zinn noch einen Wert?
Gemarktes Zinn des 17. bis 19. Jahrhunderts, Zunftkannen, Edelzinn und Jugendstilzinn sind gesucht. Zinnteller und Krüge aus Souvenirproduktion des 20. Jahrhunderts haben dagegen meist nur geringen Wert. Fotos der Marken ermöglichen eine schnelle Unterscheidung.
Soll ich Messing und Kupfer vor dem Verkauf putzen?
Bitte nicht. Die Patina gehört zum Objekt, und Putzmittel hinterlassen Schlieren, Kratzer und abgeriebene Details. Sammler bevorzugen ungeputzte Stücke.
Woran erkenne ich eine echte Hagenauer-Figur?
An der Qualität der Ausführung, der Proportion und der Patina zusammen mit der eingeschlagenen Marke wHw. Fälschungen sind häufig grober, leichter und mit einer nachträglich eingeschlagenen Marke versehen. Fotos von Marke, Unterseite und Gesamtansicht reichen für eine erste Einschätzung.
Kaufen Sie Kupferkochgeschirr?
Ja, besonders vollständige Sätze, große Fischkessel, Kasserollen mit Eisengriffen und Stücke mit Herstellerprägung. Zerbeultes Geschirr mit abgenutzter Verzinnung bewerten wir nach Zustand. Moderne Dekorware hat wenig Sammlerwert.
Nehmen Sie schmiedeeiserne Gitter und Schilder ab?
Ja, wenn sie bereits abmontiert sind oder die Abnahme rechtlich geklärt ist. Bei denkmalgeschützten Gebäuden ist für die Abnahme von Gittern und Schildern in der Regel eine Genehmigung erforderlich. Den Transport schwerer Stücke organisieren wir.
Was ist mit Altmetall ohne Sammlerwert?
Gewöhnliche Messing-, Kupfer- und Eisenteile ohne Objektwert kaufen wir nicht als Altmetall. Bei einer Räumung übernimmt sie auf Wunsch unsere Schwesterseite. Wir sagen Ihnen bei der Besichtigung, was in welche Gruppe gehört.
Kaufen Sie alte Tresore und Kassen?
Ja, Eisentruhen, Kriegskassen, Kassetten und historische Tresore, etwa von Wertheim. Schwere Tresore erfordern einen Spezialtransport, den wir organisieren. Fehlende Schlüssel sind kein Hindernis für die Bewertung.
Sind Zinkgussfiguren etwas wert?
Figuren aus Zinkguss des 19. Jahrhunderts haben einen kleineren Markt als Bronzen, sind aber in guter Qualität und mit originaler Patinierung gefragt. Bruchstellen lassen sich schwer reparieren und mindern den Wert stärker als bei Bronze.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
Lieber schriftlich? Zum Anfrageformular