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Künstler: Architektur der Wiener Moderne

Oskar Strnad

Architekt, Bühnenbildner, Lehrer, 1879–1935, Wien – Bad Aussee

Lehrer an der Kunstgewerbeschule 1909–1935, Architekt freier Grundrisse und Bühnenbildner für Volkstheater, Staatsoper und Salzburger Festspiele.

Oskar Strnad wuchs in Saalfelden auf, studierte 1900–1903 an der Technischen Hochschule Wien und promovierte 1904 über frühchristliche Dekoration. Er arbeitete bei Friedrich Ohmann und bei Fellner & Helmer. 1909–1935 lehrte er an der Wiener Kunstgewerbeschule, ab 1914 mit eigener Architekturklasse; zu seinen Schülern zählten Margarete Schütte-Lihotzky, Oswald Haerdtl und Robert Obsieger. Mit Josef Frank und Oskar Wlach bildete er die „Wiener Schule der Architektur“. Er starb 1935 in Bad Aussee.

Mit Wlach und Frank baute er zwei Häuser in der Wilbrandtgasse (1914), allein das Haus für Jakob Wassermann am Kaasgraben (1914), 1932 ein Doppelhaus der Werkbundsiedlung und ein Volkswohnhaus in der Holochergasse. Als Bühnenbildner arbeitete er für das Volkstheater, die Staatsoper („Wozzeck“, „Jonny spielt auf“) und die Salzburger Festspiele. Strnad entwarf Möbel, Sessel, Gläser und Keramik; mit Marianne Rath entstanden 1925 Schliffschalen für J. & L. Lobmeyr.

Strnads Möbel sind leicht, gepolstert und oft beweglich gedacht; sie tragen keine Entwerfermarke und sind über Werkbund-Kataloge und Fotos zuzuordnen. Lobmeyr-Gläser nach seinen Entwürfen zeigen das geätzte Firmenzeichen und lassen sich über das Firmenarchiv datieren. Bühnenbildentwürfe liegen zu einem großen Teil im Theatermuseum; Blätter im Handel sind mit diesem Bestand zu vergleichen.

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