Barocke Kommode
Geschweifte und gebauchte Kommoden mit Nussmaser, Bandelwerk und vergoldeten Beschlägen aus dem 18. Jahrhundert.
Barocke Kommoden zeigen geschweifte, gebauchte oder geschwungene Fronten, die als Zeichen handwerklicher Meisterschaft galten. In Österreich und Süddeutschland wurden sie mit Nussmaser, Nussbaum und Obsthölzern furniert, verziert mit Bandelwerk-, Blumen- und Sternintarsien und mit vergoldeten Beschlägen aus Messing oder Bronze. Wiener Kommoden des Spätbarock und Rokoko haben oft drei Schubladen, eine profilierte Platte und kurze, geschweifte Füße. Daneben entstanden bemalte und vergoldete Kommoden für Schlösser und Kommoden mit Marmorplatten. Viele stammen aus Adelssitzen in Nieder- und Oberösterreich.
Barocke Kommoden in gutem Originalzustand sind selten und gesucht. Bewertet werden Form, Furnier, Intarsien, Beschläge und Erhaltung. Spätere Platten, ersetzte Beschläge, ergänzte Furniere und Umbauten sind häufig und mindern je nach Ausmaß. Barockkommoden des 19. und 20. Jahrhunderts im alten Stil sind verbreitet und an Konstruktion, Zinken und Holzbearbeitung erkennbar. Kommoden aus Kirchen- oder Klosterbesitz verlangen einen Herkunftsnachweis. Fotos der Rückwand und der Schubladen erleichtern die Datierung.
Woran man es erkennt
- Geschweifte Fronten
- Nussmaser und Bandelwerk
- Originale Beschläge
- Nachbauten im alten Stil
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