Manufaktur: Möbel
Tecta
Lauenförde (Niedersachsen), seit 1972
Möbelhersteller in Lauenförde an der Weser; Neuauflagen von Bauhaus-Entwürfen wie dem Armlehnstuhl F 51 von Walter Gropius und eigene Kragstuhlmodelle.
Axel Bruchhäuser übernahm 1972 in Lauenförde an der Weser einen Möbelbetrieb und richtete ihn auf Möbel der Moderne aus. Tecta erwarb Lizenzen für Entwürfe aus dem Umfeld des Bauhauses und der Avantgarde der 1920er-Jahre und arbeitete mit zeitgenössischen Gestaltern wie Stefan Wewerka zusammen. Zum Unternehmen gehört ein Museum für Kragstühle in Lauenförde. Die Firma ist bis heute in Familienbesitz. Bruchhäuser sammelt seit Jahrzehnten Möbel der Moderne.
Tecta fertigt den Armlehnstuhl F 51, den Walter Gropius 1920 für sein Direktorenzimmer am Bauhaus in Weimar entwarf, dazu Tische, Regale und Sitzmöbel nach weiteren Bauhausentwürfen. Ein Schwerpunkt liegt auf Kragstühlen aus Stahlrohr, deren Konstruktionsprinzip auf Mart Stam und Marcel Breuer zurückgeht. Stefan Wewerka entwarf skulpturale, asymmetrische Sitzmöbel und Tische. Daneben stehen Entwürfe zeitgenössischer Architekten und Designer im Programm. Viele Modelle werden auf Bestellung gefertigt.
Tecta-Möbel tragen Etiketten oder Prägungen mit dem Firmennamen und mitunter Hinweise auf die Lizenzgeber. Weil Originale der 1920er-Jahre sehr selten sind, begegnen im Handel fast ausschließlich Neuauflagen oder Kopien. Stahlrohrqualität, Verchromung, Schweißstellen, Bezugsmaterial und Kennzeichnung unterscheiden lizenzierte Tecta-Stücke von Nachbauten. Gebrauchsspuren an Kufen und Armlehnen sind normal. Lizenzhinweise erleichtern die Bestimmung erheblich. Bezüge werden nach Kundenwunsch gewählt. Originalrechnungen helfen. Stahlrohr rostet an Schweißpunkten.
Entwerfer & Personen
- Axel Bruchhäuser
- Walter Gropius
- Stefan Wewerka
- Mart Stam
- Marcel Breuer
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Ebenfalls: Möbel
- Artekseit 1935
- Askoseit 1918
- Bernhard Ludwigzweite Hälfte 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Carl Hansen & Sønseit 1908
- Carl Leistlererste Hälfte 19. Jahrhundert bis 1850er-Jahre
- Cassinaseit 1927
- D. G. Fischel Söhneab den 1870er-Jahren bis Zwischenkriegszeit
- Deutsche Werkstätten Hellerauseit 1898
- Friedrich Otto Schmidtzweite Hälfte 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Fritz Hansenseit 1872
- Haus & Gartenseit 1925
- Herman Millerseit 1923 unter diesem Namen
- Jacob & Josef Kohnab den 1860er-Jahren bis 1914, danach Kohn-Mundus
- Joseph Danhauser'sche Möbelfabrik1804–1838
- Kartellseit 1949
- Knollseit 1938
- Memphis Milano1981–1988
- Mundus1907–1922, danach Thonet-Mundus
- Portois & Fixab 1881 bis ins 20. Jahrhundert
- Prag-Rudniker Korbwarenfabrikationum 1900 bis Zwischenkriegszeit
- Sandor Jarayspätes 19. Jahrhundert bis Zwischenkriegszeit
- Svenskt Tennseit 1924
- Gebrüder Thonetseit 1849 (Werkstatt), Firmenname seit 1853
- TONFabrik seit 1861, Firmenname TON seit 1953
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