Kunsthandwerk & Design
Lampen, Luster & Leuchter verkaufen in Wien
Wiener Luster und Leuchten reichen vom Kristalluster der Ringstraßenzeit bis zur Messingleuchte der 1950er-Jahre. Bewertet werden Entwurf, Hersteller, Material und Vollständigkeit.
Kaum eine Stadt hat so viele Luster wie Wien. In Palais, Theatern und Altbauwohnungen hängen Kristalluster, Maria-Theresien-Luster und Messingkronen, viele noch aus der Zeit, als Kerzen und Gas das Licht spendeten. J. & L. Lobmeyr gehörte in den 1880er-Jahren zu den ersten Häusern, die elektrisch beleuchtete Luster bauten, E. Bakalowits & Söhne ließ Luster und Ampeln nach Entwürfen der Wiener Moderne ausführen. Nach 1945 machten J. T. Kalmar, Rupert Nikoll und Emil Stejnar Wien zu einem Zentrum der Leuchtenproduktion, dessen Arbeiten heute international gesammelt werden.
Das Spektrum in Wiener Haushalten ist breit: Petroleumlampen der Gründerzeit, Tischleuchter aus Biedermeier-Silber, Jugendstillampen mit Schirmen aus irisierendem Glas, Art-déco-Schreibtischleuchten aus Chrom, Stehleuchten mit Messingarmen der Nachkriegszeit und italienische Designleuchten der 1960er- und 1970er-Jahre. Jede Gruppe hat einen eigenen Markt. Ein schlichter Messingluster ohne Hersteller wird anders bewertet als ein signierter Kalmar, ein böhmischer Kristalluster anders als ein Luster aus dem Haus Lobmeyr. Deshalb sehen wir uns Konstruktion, Glas, Metall und Marken genau an.
Vollständigkeit ist bei Leuchten entscheidend. Bei Kristallustern zählen alle Behangteile, Prismen, Ketten und Rosetten, bei Jugendstillampen der originale Glasschirm, bei Designleuchten Reflektor, Diffusor und Fuß. Bewahren Sie lose Teile auf, auch wenn sie unbedeutend wirken. Die Elektrik alter Leuchten ist oft veraltet; sie mindert den Wert kaum, weil Sammler ohnehin neu verkabeln lassen. Bitte nehmen Sie Luster nicht selbst von der Decke, wenn Sie unsicher sind, und lassen Sie Behänge vor dem Abnehmen fotografieren.
Für eine erste Einschätzung genügen Fotos der ganzen Leuchte, des Baldachins, von Details des Behangs oder Schirms und von Marken, Etiketten oder Stempeln. Wir besichtigen Luster und Leuchten kostenlos in allen 23 Wiener Bezirken, auch wenn sie noch hängen, und bauen sie nach dem Ankauf auf Wunsch fachgerecht ab. Das Angebot gilt je Leuchte oder für den ganzen Bestand einer Wohnung, eines Geschäftslokals oder Hotels. Ausgezahlt wird bar oder per Überweisung, die Abholung erfolgt nach Vereinbarung.
Objektgruppen
25 Gruppen, jede mit eigener Seite: Was es ist, woran der Wert hängt, wie man Originale erkennt.
Kristalluster
Deckenluster mit Behang aus geschliffenem Glas oder Bleikristall, von böhmischen Hütten bis zum Haus Lobmeyr.
Maria-Theresien-Luster
Luster mit glasüberzogenen Armen und flachen, geschliffenen Behangplättchen nach Vorbildern des 18. Jahrhunderts.
Messingluster der Gründerzeit
Kronleuchter und Gaskronen aus Messing, Bronze und Zinkguss aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.
Petroleum- und Gaslampen
Tisch-, Hänge- und Wandlampen für Petroleum und Gas, mit Glaszylinder, Glocke und oft keramischem Fuß.
Öl-, Argand- und Moderateurlampen
Lampen für Pflanzenöl aus dem späten 18. und frühen 19. Jahrhundert, mit Rundbrenner und Glaszylinder.
Tischleuchter und Kandelaber
Kerzenleuchter und mehrarmige Kandelaber aus Silber, Bronze, Messing, Zinn und Porzellan.
Wandappliken
Wandleuchten aus Bronze, Messing, Kristall und Holz, vom Barock bis zur Nachkriegszeit.
Jugendstilleuchten
Tisch- und Hängelampen um 1900 mit Füßen aus Bronze und Schirmen aus irisierendem oder geätztem Glas.
Leuchten der Wiener Moderne
Luster, Ampeln und Wandleuchten nach Entwürfen von Hoffmann, Moser, Loos, Wagner und anderen Architekten.
Glasschirme und Lampenglocken
Lose Schirme, Tulpen, Kugeln und Glocken aus Opal-, Ätz-, Überfang- und irisierendem Glas.
Glaslampen aus Nancy
Tisch- und Pilzlampen aus Überfangglas von Gallé, Daum und anderen Glasmanufakturen der Schule von Nancy.
Bleiglaslampen im Tiffany-Stil
Lampen mit Schirmen aus vielen farbigen Glasstücken, von Tiffany Studios und ihren Nachfolgern.
Art-déco-Leuchten
Leuchten der 1920er- und 1930er-Jahre aus Chrom, vernickeltem Messing, Opal- und Pressglas.
Bauhaus- und Arbeitsleuchten
Funktionale Tisch-, Schreibtisch- und Industrieleuchten nach Entwürfen aus dem Umfeld des Bauhauses.
Wiener Leuchten der 1950er- bis 1970er-Jahre
Luster, Steh-, Tisch- und Wandleuchten von Kalmar, Nikoll, Stejnar und anderen Wiener Herstellern.
Italienisches Leuchtendesign
Leuchten der 1950er- bis 1980er-Jahre von Arteluce, Stilnovo, Flos, Artemide, FontanaArte und anderen Mailänder Firmen.
Skandinavische Leuchten
Leuchten aus Dänemark, Schweden und Finnland, von den PH-Leuchten Poul Henningsens bis zu Le Klint.
Muranoglas-Luster
Luster und Hängeleuchten aus mundgeblasenem Glas von der Insel Murano bei Venedig.
Stehleuchten
Bodenstehende Leuchten vom Historismus über das Art déco bis zur Messingleuchte der Nachkriegszeit.
Altarleuchter und Ewig-Licht-Ampeln
Kirchenleuchter aus Holz, Messing, Bronze und Silber sowie Ampeln für das Ewige Licht.
Laternen und Außenleuchten
Wand-, Hänge-, Kutschen- und Sturmlaternen aus Messing, Kupfer, Eisen und Glas.
Figurenleuchten
Leuchten mit Figuren aus Bronze, Zinkguss, Porzellan oder Wiener Bronze, vom Historismus bis zum Art déco.
Lusterbehang und Ersatzteile
Prismen, Pendeloquen, Rosetten, Glasarme, Tüllen und Baldachine aus abgebauten Lustern.
Ampeln und Deckenschalen
Hängeleuchten mit Glasschale an Ketten oder Stangen, aus Opal-, Press- und Überfangglas.
Kunststoffleuchten des Space Age
Leuchten der späten 1960er- und 1970er-Jahre aus Acrylglas, Kunststoff und Metall in organischen und kugeligen Formen.
Wovon der Wert abhängt
Hersteller und Entwerfer
Lobmeyr, Kalmar, Woka-Originale, Tiffany Studios oder italienische Designleuchten haben eigene Sammlermärkte. Marken und Etiketten belegen die Zuordnung.
Material
Bleikristall, feuervergoldete Bronze, Messing, Silber und mundgeblasenes Glas heben den Wert. Pressglas, Zinkguss und Kunststoffbehang sind günstiger.
Vollständigkeit
Fehlende Behangteile, Arme, Tüllen oder Schirme mindern den Wert spürbar. Originale Ersatzteile sind schwer zu bekommen.
Originalität
Original erhaltene Glasschirme, Baldachine und Oberflächen sind gesucht. Neu vergoldete oder verchromte Teile und spätere Glasschirme senken den Sammlerwert.
Größe
Sehr große Luster für Säle sind schwerer zu vermitteln als Formate für Wohnräume. Paare und Serien gleicher Leuchten sind gefragter als Einzelstücke.
Zustand
Bruchstellen an Glasarmen, Risse in Schirmen und korrodierte Metallteile werden berücksichtigt. Veraltete Elektrik ist kein Wertverlust.
Originale erkennen
Kristall erkennt man an Gewicht, Klang und Lichtbrechung: Bleikristall ist schwerer als Glas, klingt hell, wenn man es leicht anschlägt, und zerlegt Licht in Spektralfarben. Geschliffene Behangteile haben scharfe Kanten, gepresste Teile gerundete Kanten und Formnähte. Lobmeyr-Luster sind meist ohne Marke, lassen sich aber über Kataloge, Konstruktion und die besondere Qualität von Glas und Metall zuordnen. Böhmische Luster haben oft Arme aus Glas und Behang aus Prismen und Pendeloquen, Maria-Theresien-Luster glasüberzogene Arme mit flachen, geschliffenen Plättchen.
Bei Nachkriegsleuchten helfen Aufkleber, Metallplaketten oder Prägungen am Baldachin oder Fuß, die oft verloren sind. Kalmar-Leuchten tragen gelegentlich den Schriftzug mit Wien oder Austria, Kaiser-Idell-Leuchten eine Prägung mit Modellnummer. Italienische Designleuchten zeigen Herstellerangaben auf Etiketten oder im Metall, Neuauflagen moderne Elektrik, CE-Zeichen und andere Materialstärken. Jugendstil-Glasschirme sind am Rand oft signiert, Gallé und Daum im Glas, Lötz meist unsigniert. Bleiglasschirme im Tiffany-Stil sind meist spätere Arbeiten; Originale tragen eine Prägung am Schirmrand.
Altarleuchter, Ampeln und Leuchten aus Kirchen, Klöstern oder öffentlichen Gebäuden sind Kulturgut; wir prüfen die Herkunft und kaufen nur bei geklärter Provenienz.
Lampen, Luster & Leuchter in Ihrem Bezirk
Für jeden Bezirk eine eigene Seite mit den Künstlern, Werkstätten und Beständen, die dort eine Rolle spielen.
Künstler, Marken, Epochen und Materialien
Künstler
26
- Ludwig Lobmeyr1829–1917
- Stefan Rath1876–1960
- Marianne Rath1904–1985
- Theophil Hansen1813–1891
- Josef Hoffmann1870–1956
- Koloman Moser1868–1918
- Otto Wagner1841–1918
- Adolf Loos1870–1933
- Josef Frank1885–1967
- Oswald Haerdtl1899–1959
- Carl Witzmann1883–1952
- Dagobert Peche1887–1923
- Otto Prutscher1880–1949
- Carl Auböck1900–1957 (Carl Auböck II), 1924–1993 (Carl Auböck III)
- Erich Boltenstern1896–1991
- Karl Schwanzer1918–1975
- Gustav Gurschner1873–1970
- Peter Tereszczuk1875–1963
- Peter Behrens1868–1940
- Zaha Hadid1950–2016
- Carl von Hasenauer1833–1894
- Fellner & HelmerFerdinand Fellner 1847–1916, Hermann Helmer 1849–1919
- Louis Montoyerum 1749–1811
- Eduard van der Nüll1812–1868
- Carl Auer von Welsbach1858–1929
- Oskar Wlach1881–1963
Manufakturen & Marken
27
- J. & L. Lobmeyrseit 1823
- E. Bakalowits & Söhne19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- J. T. Kalmarseit 1881
- Rupert Nikoll1950er- bis 1970er-Jahre
- Emil Stejnarab den späten 1950er-Jahren
- Wokaseit 1977
- Johann Lötz Witwe1851–1947
- Établissements Galléum 1873–1936
- Cristallerie Daumseit 1878
- Cristallerie Schneider1913 bis um 1981
- Tiffany Studios1885–1932
- Kaiser IdellLeuchtenserie ab 1933
- Tecnolumenseit 1979
- Louis Poulsenseit 1874
- Artemideseit 1960
- Flosseit 1962
- FontanaArteseit 1932
- Veniniseit 1921
- Barovier & TosoFamilie Barovier seit dem Mittelalter, Firmenname seit 1942
- Baccaratseit 1764
- Peill & Putzler20. Jahrhundert
- Swarovskiseit 1895
- Wiener Werkstätte1903–1932
- Werkstätte Hagenauer1898–1987
- Werkstätte Carl Auböckseit 1912
- Artekseit 1935
- Memphis Milano1981–1988
Epochen & Stile
32
- Hochbarockum 1680–1730
- Rokokoum 1730–1770
- Louis-seizeum 1760–1792
- Klassizismusum 1770–1840
- Empireum 1804–1830
- Wiener Empireum 1804–1820
- Biedermeier1815–1848
- Zweites Rokokoum 1830–1870
- Historismusum 1840–1914
- Neorenaissanceum 1860–1895
- Neobarockum 1870–1914
- Gründerzeitum 1850–1914 (Gründerjahre 1867–1873)
- Floraler Jugendstilum 1895–1905
- Jugendstilum 1895–1914
- Geometrischer Jugendstilum 1900–1915
- Art nouveauum 1890–1910
- Art découm 1920–1940
- Bauhaus1919–1933
- Wiener Wohnkultur der Zwischenkriegszeitum 1919–1938
- Nachkriegsmoderneum 1945–1970
- Fünfzigerjahre-Designum 1948–1962
- Mid-Century Modernum 1945–1970
- Skandinavisches Designum 1930–1975
- Space Ageum 1957–1975
- Memphis1980–1988
- Postmoderneum 1970–1995
- Alpenländischer Stil17.–19. Jahrhundert
- Brutalismusum 1950–1980
- Lichtkunstab um 1920, verstärkt ab 1960
- Ringstraßenstilum 1860–1890
- Streamlineum 1930–1950
- Zopfstilum 1760–1790
Fragen zu Lampen, Luster & Leuchter
Kaufen Sie Luster, die noch an der Decke hängen?
Ja. Wir besichtigen den Luster vor Ort und bauen ihn nach dem Ankauf auf Wunsch fachgerecht ab. Bitte nehmen Sie große Luster nicht selbst herunter.
Woran erkenne ich einen Lobmeyr-Luster?
Lobmeyr-Luster tragen selten eine Marke. Hinweise sind die Qualität des Kristalls, die Konstruktion, typische Modelle wie die sternförmigen Luster und Vergleichsstücke aus Katalogen. Wir prüfen das bei der Besichtigung.
Ist ein Luster ohne Behangteile noch etwas wert?
Ja, aber weniger. Fehlende Teile lassen sich teilweise ergänzen, originale Behänge sind jedoch schwer zu finden. Bewahren Sie lose Teile auf, auch einzelne Prismen.
Muss ich die Elektrik erneuern lassen?
Nein. Alte Kabel und Fassungen mindern den Wert kaum, weil Käufer Leuchten ohnehin neu verkabeln lassen. Wir nehmen keine Funktionsprüfung am Stromnetz vor.
Kaufen Sie Leuchten der 1950er- bis 1970er-Jahre?
Ja. Leuchten von Kalmar, Nikoll und Stejnar sowie italienische und skandinavische Designleuchten dieser Zeit sind gesucht. Auch ungezeichnete Messingleuchten bewerten wir nach Entwurf und Qualität.
Ist meine Tiffany-Lampe echt?
Die meisten Bleiglaslampen im Tiffany-Stil sind spätere Arbeiten. Originale von Tiffany Studios haben eine Prägung am Schirmrand und am Fuß und eine typische Glasqualität. Auch gute Nachahmungen haben einen Markt.
Kaufen Sie auch Kerzenleuchter aus Silber?
Ja. Silberleuchter werden nach Punze, Hersteller, Stil und Gewicht bewertet. Gefüllte Leuchter enthalten Füllmasse, die vom Silbergewicht abgezogen wird.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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