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Kunst

Skulpturen & Plastiken verkaufen in Wien

Holz, Stein, Bronze, Terrakotta und Gips vom Mittelalter bis zur Gegenwart – Kleinplastik ebenso wie Gartenfiguren und Denkmalmodelle.

Angekauft werden Skulpturen und Plastiken aus allen Epochen und Materialien: gotische und barocke Holzfiguren, Heilige und Putten mit originaler Fassung, Marmor- und Alabasterbüsten, Bleiplastik und Bronzen des Barock und Klassizismus, Bronzen und Terrakotten des Historismus, Kleinplastik des Jugendstils und des Art déco sowie Plastik der Nachkriegsmoderne und der Gegenwart. Dazu gehören Modelle und Bozzetti für Denkmäler, Reliefs, Gartenfiguren aus Sandstein, keramische Plastik und Zinkguss. Auch Sockel, Postamente und Fragmente werden geprüft. Kaltbemalte Wiener Bronzen haben eine eigene Seite.

Wien ist durch Barock und Ringstraße eine Stadt der Bildhauer. Gesucht sind Holzskulpturen der Spätgotik und des Barock mit originaler Fassung, Arbeiten aus dem Umkreis von Georg Raphael Donner und Franz Xaver Messerschmidt, Modelle bekannter Denkmäler der Ringstraßenzeit, Jugendstilplastik von Franz Metzner und Richard Luksch sowie Plastik der Nachkriegsmoderne von Fritz Wotruba, Joannis Avramidis und ihren Schülern. Kleinformate sind leichter zu vermitteln als lebensgroße Figuren, die Platz und aufwendigen Transport brauchen. Nachgüsse und Repliken ohne Herkunft sind schwerer einzuordnen.

Die Wiener Bildhauerei hat viele Höhepunkte. Georg Raphael Donner schuf 1737 bis 1739 den Providentiabrunnen am Neuen Markt aus einer Blei-Zinn-Legierung, Franz Xaver Messerschmidt ab etwa 1770 seine Charakterköpfe. Franz Anton Zauner goss das Reiterstandbild Josephs II. am Josefsplatz, Anton Dominik Fernkorn den Erzherzog Karl am Heldenplatz. Caspar von Zumbusch schuf das Maria-Theresien-Denkmal, Viktor Tilgner das Mozart-Denkmal im Burggarten. Nach 1945 machte Fritz Wotruba Wien zu einem Zentrum der Steinbildhauerei, mit Schülern wie Avramidis, Hoflehner und Urteil.

Für eine erste Einschätzung fotografieren Sie die Skulptur von allen Seiten, dazu Unterseite, Sockel, Signaturen, Gießerstempel, Fassungsreste und Schäden; Höhe und ungefähres Gewicht helfen bei der Planung. Bei der kostenlosen Besichtigung in jedem der 23 Bezirke prüfen wir Material, Bearbeitung, Guss oder Schnitzerei, Patina und Fassung und klären die Herkunft. Danach folgt ein Angebot. Bezahlt wird bar oder per Überweisung; schwere Figuren, Gartenplastik und Steinarbeiten holen wir auf Wunsch ab, der Transport wird vorab geplant.

Objektgruppen

23 Gruppen, jede mit eigener Seite: Was es ist, woran der Wert hängt, wie man Originale erkennt.

Wovon der Wert abhängt

  • Bildhauer und Zuschreibung

    Ein signiertes oder dokumentiertes Werk eines bekannten Bildhauers steht deutlich über Werkstatt- und Nachfolgearbeiten. Bei unsignierten Holzfiguren entscheidet der stilistische Vergleich.

  • Material und Ausführung

    Marmor, Bronze und Lindenholz in sorgfältiger Ausführung sind gesuchter als Zinkguss, Gips oder Kunststein. Gesicht, Hände und Gewand zeigen das Können.

  • Guss und Gießerei

    Bei Bronzen zählen Gussqualität, Ziselierung, Patina und der Stempel der Gießerei. Frühe, autorisierte Güsse stehen über späten Nachgüssen.

  • Fassung

    Bei Holzskulpturen ist die originale Fassung mit Vergoldung und Inkarnat ein wesentlicher Wertfaktor. Spätere Überfassungen und abgelaugte Figuren mindern.

  • Erhaltung

    Fehlende Finger und Attribute, Risse, Wurmfraß, Bestoßungen und Korrosion mindern je nach Ausmaß. Fachgerechte Ergänzungen sind bei alten Figuren üblich.

  • Größe

    Kleinplastik bis etwa einen halben Meter Höhe ist leichter zu platzieren als lebensgroße Figuren. Sehr große Steinarbeiten haben einen begrenzten Käuferkreis.

  • Provenienz

    Bei sakralen Figuren ist die Herkunft entscheidend. Nachweise aus Sammlungen, Ausstellungen oder Familienbesitz stützen den Ankauf.

Originale erkennen

Das Alter einer Holzskulptur zeigt sich an Bearbeitung und Rückseite: Gotische und barocke Figuren sind oft rückseitig ausgehöhlt, um Risse zu vermeiden, tragen Werkzeugspuren und Reste mehrerer Fassungsschichten über Kreidegrund. Bei Bronzen verrät die Unterseite die Technik: Sandgüsse bestehen oft aus mehreren verschraubten oder verstifteten Teilen, Wachsausschmelzgüsse aus weniger Teilen mit feinerer Oberfläche. Marmor erkennt man an Kälte, Kornstruktur und durchscheinenden Kanten, Alabaster ist weicher und lässt sich mit dem Fingernagel ritzen. Gießerstempel und Signaturen stehen meist auf der Plinthe.

Häufig verwechselt werden Bronze und Zinkguss: Zinkguss, im 19. Jahrhundert als billiger Ersatz verbreitet, ist leichter, klingt dumpf und zeigt an beschädigten Stellen grausilbriges Metall unter der Bronzierung. Kunststein und Gussmarmor aus Marmormehl und Bindemitteln imitieren Stein, sind aber gleichmäßig und ohne Kristallstruktur. Spätere Nachgüsse berühmter Modelle haben weichere Details und oft etwas geringere Maße, weil der Guss schwindet. Bei barocken Holzfiguren kommen Fälschungen mit künstlicher Alterung vor, deren gebohrte Wurmlöcher gerade statt gewunden verlaufen.

Elfenbein unterliegt seit 19. Jänner 2022 verschärften EU-Handelsbeschränkungen nach der Verordnung (EU) 2021/2280; Figuren mit Elfenbeinanteil werden nur angekauft, wenn die gesetzlichen Ausnahmen und Nachweise vorliegen. Skulpturen aus Kirchen, Kapellen und Klöstern werden nur mit Nachweis des rechtmäßigen Erwerbs angekauft, die Provenienz wird geprüft. Bei Figuren aus denkmalgeschützten Anlagen ist die Rechtslage vorab zu klären.

Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Künstler

159

Manufakturen & Marken

9

Epochen & Stile

41

Materialien, Techniken & Punzen

18

Fragen zu Skulpturen & Plastiken

Wie unterscheide ich Bronze von Zinkguss?

Zinkguss ist leichter und klingt beim Anklopfen dumpf, Bronze ist schwerer und heller im Klang. An Kratzern zeigt Zinkguss ein grausilbriges Metall, Bronze ein goldbraunes. Ein Magnet hilft nicht, da beide nicht magnetisch sind.

Soll ich eine Holzfigur reinigen oder neu fassen lassen?

Nein. Die originale Fassung ist auch mit Abrieb und Fehlstellen ein wichtiger Wertfaktor. Reinigungen und Überfassungen können sie unwiederbringlich zerstören.

Was bedeutet ein Gießerstempel?

Gießereien wie die k. k. Kunst-Erzgießerei in Wien oder Pariser Häuser wie Barbedienne kennzeichneten ihre Güsse mit Stempeln. Sie belegen Herkunft und Qualität des Gusses und helfen, autorisierte Güsse von Nachgüssen zu unterscheiden.

Kaufen Sie auch große Gartenfiguren?

Ja, wenn Material, Alter und Ausführung stimmen. Sandsteinfiguren des 18. und 19. Jahrhunderts, Steinguss und Bleifiguren werden nach Besichtigung bewertet; Abbau und Transport werden vorab geplant.

Ich habe eine Figur mit Elfenbeinteilen – darf ich sie verkaufen?

Seit 2022 gelten in der EU strenge Regeln für den Handel mit Elfenbein. Ein Ankauf ist nur möglich, wenn eine gesetzliche Ausnahme greift und die nötigen Nachweise vorliegen. Schicken Sie Fotos und vorhandene Unterlagen, dann wird der Einzelfall geprüft.

Sind Gipsmodelle etwas wert?

Gipsmodelle bekannter Bildhauer, besonders Entwürfe zu Denkmälern und Atelierabgüsse mit Herkunft, werden gesammelt. Anonyme Abgüsse nach antiken Vorbildern haben meist dekorativen Wert. Gips ist bruchempfindlich und wird beim Transport besonders geschützt.

Wie wird eine schwere Skulptur abgeholt?

Vor der Abholung werden Gewicht, Maße und Zugang geprüft, etwa Stiegen, Aufzug und Türbreiten. Steinfiguren und große Bronzen werden gepolstert und gesichert transportiert.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.