Manufaktur: Möbel
Joseph Danhauser'sche Möbelfabrik
Wien, Wieden, 1804–1838
Wiener Möbelfabrik des Biedermeier, 1804 von Joseph Ulrich Danhauser gegründet; Möbel, Luster und Ziergerät, Entwurfszeichnungen im MAK.
Joseph Ulrich Danhauser (1780–1829) gründete 1804 auf der Wieden ein Unternehmen, das Möbel, Luster, Spiegel, Uhrgehäuse und Ziergegenstände aus geschnitztem, vergoldetem und bronziertem Holz herstellte. Es wurde zum bedeutendsten Möbelbetrieb des Wiener Biedermeier und belieferte Hof, Adel und Bürgertum. Nach seinem Tod führte sein Sohn, der Maler Josef Danhauser, die Firma bis 1838 weiter. An den Standort erinnert die Danhausergasse.
Danhauser bot Möbel aller Art an: Sofas, Sessel, Tische, Sekretäre, Kästen, Betten, Spiegel und Vorhanggarnituren in den Formen des Empire und Biedermeier, dazu Leuchter, Luster und Wanddekorationen. Viele Modelle entstanden in Serie, Kunden wählten aus Vorlagen. Das Museum für angewandte Kunst bewahrt einen großen Bestand an Entwurfszeichnungen der Firma, die zu den wichtigsten Quellen für das Wiener Biedermeiermöbel gehören. Die Zeichnungen zeigen Möbel in Ansicht mit Varianten.
Danhauser-Möbel tragen in der Regel keine Marke. Zuschreibungen stützen sich auf den Vergleich mit den Entwurfszeichnungen im MAK und mit gesicherten Stücken in Schlössern und Museen. Biedermeiermöbel wurden im späten 19. und im 20. Jahrhundert in großem Umfang nachgebaut und umgearbeitet; Konstruktion, Furnier, Leimspuren, handgeschmiedete Nägel und alte Schlösser trennen Originale von Nachbauten. Auch spätere Vergoldungen sind zu prüfen. Originale Bezüge sind selten.
Entwerfer & Personen
- Joseph Ulrich Danhauser
- Josef Danhauser
Joseph Danhauser'sche Möbelfabrik verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
Sparten
Ebenfalls: Möbel
- Artekseit 1935
- Askoseit 1918
- Bernhard Ludwigzweite Hälfte 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Carl Hansen & Sønseit 1908
- Carl Leistlererste Hälfte 19. Jahrhundert bis 1850er-Jahre
- Cassinaseit 1927
- D. G. Fischel Söhneab den 1870er-Jahren bis Zwischenkriegszeit
- Deutsche Werkstätten Hellerauseit 1898
- Friedrich Otto Schmidtzweite Hälfte 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Fritz Hansenseit 1872
- Haus & Gartenseit 1925
- Herman Millerseit 1923 unter diesem Namen
- Jacob & Josef Kohnab den 1860er-Jahren bis 1914, danach Kohn-Mundus
- Kartellseit 1949
- Knollseit 1938
- Memphis Milano1981–1988
- Mundus1907–1922, danach Thonet-Mundus
- Portois & Fixab 1881 bis ins 20. Jahrhundert
- Prag-Rudniker Korbwarenfabrikationum 1900 bis Zwischenkriegszeit
- Sandor Jarayspätes 19. Jahrhundert bis Zwischenkriegszeit
- Svenskt Tennseit 1924
- Tectaseit 1972
- Gebrüder Thonetseit 1849 (Werkstatt), Firmenname seit 1853
- TONFabrik seit 1861, Firmenname TON seit 1953
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