Manufaktur: Möbel
Portois & Fix
Wien, ab 1881 bis ins 20. Jahrhundert
Wiener Hof-Möbel- und Ausstattungsfirma, gegründet 1881; Einrichtungen für Palais und Hotels, Geschäftshaus von Max Fabiani in der Ungargasse.
Der Franzose Auguste Portois und der Wiener Anton Fix vereinigten 1881 ihre Betriebe zur Firma Portois & Fix, die als k. u. k. Hof-Möbelfabrik zu den großen Wiener Ausstattern zählte. Sie lieferte vollständige Einrichtungen für Palais, Wohnungen, Hotels, Banken und Ministerien und beschäftigte Tischler, Tapezierer, Bildhauer und Vergolder. 1899/1900 ließ die Firma von Max Fabiani in der Ungargasse ein Geschäftshaus mit einer Fassade aus grünbraunen Keramikplatten errichten.
Neben Stilmöbeln im Geschmack des Historismus, Neorokoko, Neurenaissance und Empire führte Portois & Fix Entwürfe von Architekten der Wiener Moderne aus, darunter Möbel nach Koloman Moser. Hergestellt wurden Speise- und Schlafzimmer, Salons, Bibliotheken, Büroeinrichtungen, Vertäfelungen und Parkettböden. Für Repräsentationsräume entstanden geschnitzte und vergoldete Möbel mit Seidenbezügen. Die Firma unterhielt eigene Werkstätten für Polsterei und Dekoration. Zu den Kunden zählten Adelsfamilien, Banken und Hotels der Ringstraßenzeit.
Möbel tragen häufig Messingplaketten, Brandstempel oder Etiketten mit „Portois & Fix Wien“, oft an der Innenseite von Schubladen oder Türen. Weil die Firma eigene Modelle und Architektenentwürfe fertigte, ist bei Stücken der Moderne der Entwerfer zu klären; Fotos in Zeitschriften und Ausstellungskataloge helfen dabei. Spätere Umarbeitungen, neue Bezüge und ersetzte Beschläge sind bei Salonmöbeln häufig. Vollständige Zimmer sind selten. Schlüssel und Schlösser sind oft ersetzt.
Entwerfer & Personen
- Auguste Portois
- Anton Fix
- Max Fabiani
- Koloman Moser
Portois & Fix verkaufen: in allen 23 Bezirken
Gold markiert sind Bezirke mit belegtem Bezug.
Ebenfalls: Möbel
- Artekseit 1935
- Askoseit 1918
- Bernhard Ludwigzweite Hälfte 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Carl Hansen & Sønseit 1908
- Carl Leistlererste Hälfte 19. Jahrhundert bis 1850er-Jahre
- Cassinaseit 1927
- D. G. Fischel Söhneab den 1870er-Jahren bis Zwischenkriegszeit
- Deutsche Werkstätten Hellerauseit 1898
- Friedrich Otto Schmidtzweite Hälfte 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Fritz Hansenseit 1872
- Haus & Gartenseit 1925
- Herman Millerseit 1923 unter diesem Namen
- Jacob & Josef Kohnab den 1860er-Jahren bis 1914, danach Kohn-Mundus
- Joseph Danhauser'sche Möbelfabrik1804–1838
- Kartellseit 1949
- Knollseit 1938
- Memphis Milano1981–1988
- Mundus1907–1922, danach Thonet-Mundus
- Prag-Rudniker Korbwarenfabrikationum 1900 bis Zwischenkriegszeit
- Sandor Jarayspätes 19. Jahrhundert bis Zwischenkriegszeit
- Svenskt Tennseit 1924
- Tectaseit 1972
- Gebrüder Thonetseit 1849 (Werkstatt), Firmenname seit 1853
- TONFabrik seit 1861, Firmenname TON seit 1953
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