Antiquitäten WienAnkauf von Kunst und Nachlässen
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Asiatika verkaufen in Wien

Antiquitäten Wien kauft Kunst und Kunsthandwerk aus China, Japan, Tibet und Südasien – vom Ming-Teller bis zum Meiji-Cloisonné, vom Netsuke bis zum Thangka.

Ostasiatische Kunst kam auf mehreren Wegen nach Wien. Die Wiener Weltausstellung von 1873 zeigte Japan erstmals umfassend in Europa und löste eine Welle des Japonismus aus; Händler, Diplomaten und Offiziere der k. u. k. Marine brachten Porzellan, Lack und Bronzen mit, und Erzherzog Franz Ferdinand trug auf seiner Weltreise 1892/93 eine große Sammlung zusammen, die heute im Weltmuseum Wien liegt. Schon im 18. Jahrhundert hatten Chinoiserie und Exportporzellan die Schlösser des Adels erreicht. Diese Schichten finden sich bis heute in Wiener Wohnungen, oft ohne dass die Erben ihre Herkunft kennen.

Typisch für Wiener Nachlässe sind Satsuma-Vasen, Imari-Teller und Cloisonné-Gefäße der Meiji-Zeit, chinesisches Exportporzellan aus Kanton, Netsuke in der Vitrine und japanische Holzschnitte in Mappen. Der größte Teil davon ist Exportware der Jahre 1860 bis 1930, gefertigt für den europäischen Geschmack. Dazwischen stehen gelegentlich Stücke aus kaiserlichen Manufakturen, frühe Bronzen oder Jadearbeiten des 18. Jahrhunderts, deren Wert ein Vielfaches beträgt. Die Unterscheidung stützt sich auf Scherben, Glasur, Maltechnik und Marken; das Motiv allein sagt wenig.

Bei chinesischen Arbeiten bestimmen heute vor allem Sammler in China, Hongkong und Taiwan die Nachfrage; sie achten auf Qualität, Erhaltung und eine nachvollziehbare Herkunft aus einer alten europäischen Sammlung. Ein Etikett eines Wiener Kunsthändlers, eine Rechnung aus den 1920er-Jahren oder ein Inventar der Großeltern kann daher den Ausschlag geben. Bei japanischen Stücken zählen Signatur, Werkstatt und Feinheit der Ausführung, bei tibetischen Bronzen Alter, Feuervergoldung und unversehrte Bodenplatte. Restaurierungen und Klebungen mindern den Wert stärker als ehrlich erhaltene Gebrauchsspuren.

Für eine Ersteinschätzung schicken Sie uns Fotos per WhatsApp oder über das Formular: Gesamtansicht, Boden mit Marke, Signaturen, Siegel und Beschädigungen aus der Nähe. Danach besichtigen wir kostenlos vor Ort, in jedem der 23 Bezirke, und begründen unser Angebot Stück für Stück. Alte Rechnungen, Ausstellungs- oder Auktionsetiketten und Familienunterlagen legen wir in die Bewertung ein, denn sie belegen die Provenienz. Bezahlt wird bar oder per Überweisung, auf Wunsch holen wir die Stücke ab und verpacken sie dabei bruchsicher.

Objektgruppen

27 Gruppen, jede mit eigener Seite: Was es ist, woran der Wert hängt, wie man Originale erkennt.

Wovon der Wert abhängt

  • Entstehungszeit statt Marke

    Regierungsmarken wurden über Jahrhunderte nachgeahmt. Entscheidend sind Scherben, Glasur, Malerei und Standring, die zur angegebenen Zeit passen müssen.

  • Qualität der Ausführung

    Feinheit der Malerei, Präzision der Schnitzerei und Gleichmäßigkeit der Emailzellen trennen Hofware von Massenexport.

  • Erhaltung

    Haarrisse, Chips, Klebungen und Übermalungen mindern den Wert deutlich. Unrestaurierte Stücke sind gefragter als kaschierte.

  • Provenienz

    Belegte Herkunft aus einer alten europäischen Sammlung erhöht Nachfrage und Wert. Etiketten, Rechnungen und Inventare gehören zum Objekt.

  • Signatur und Werkstatt

    Bei Satsuma, Cloisonné, Netsuke und Holzschnitten bestimmen bekannte Werkstätten und Künstlersignaturen den Rang.

  • Material

    Nephrit, Jadeit, Feuervergoldung, Hartholz und Seide sind Wertträger. Bei Elfenbein und anderen geschützten Materialien entscheidet die Rechtslage über den Ankauf.

Originale erkennen

Chinesische Regierungsmarken nennen Dynastie und Kaiser, meist in sechs Zeichen und in Unterglasurblau, entweder in Normalschrift oder in Siegelschrift. Sie sind kein Altersbeweis: Schon in der Qing-Dynastie wurden Marken der Ming-Kaiser Xuande und Chenghua als Ehrerbietung aufgemalt, im 19. und 20. Jahrhundert die Marken von Kangxi und Qianlong massenhaft kopiert. Ein Herkunftsvermerk wie „China“ verweist auf die Zeit nach 1891, als die USA eine Kennzeichnung des Ursprungslands verlangten; „Made in China“ ist noch jünger.

Japanische Stücke tragen Signaturen in Kanji, bei Satsuma häufig in Gold mit dem Wappen der Shimazu, einem Kreuz im Kreis. Bis etwa 1921 stand auf Exportporzellan „Nippon“, danach „Japan“. Netsuke sind meist an der Unterseite signiert und haben Schnurlöcher, die Okimono fehlen. Bei Holzschnitten verraten Rasterpunkte unter der Lupe einen Offsetdruck; echte Drucke zeigen Holzmaserung, leichte Prägung im Papier, Verlegersiegel und bei Edo-Blättern oft ein Zensursiegel.

Elfenbein: Seit 19. Jänner 2022 gelten in der EU verschärfte Handelsregeln (VO (EU) 2021/2280). Netsuke, Okimono und Schnitzereien aus Elefantenelfenbein kaufen wir nur, wenn eine gesetzliche Ausnahme greift und die erforderliche Bescheinigung vorliegt. Nashornhorn, etwa in Form chinesischer Libationsbecher, unterliegt dem strengsten Artenschutz (CITES Anhang I, VO (EG) 338/97); ohne behördliche Bescheinigung erfolgt kein Ankauf. Dasselbe gilt für Schildpatt, Koralle und das Horn des Helmhornvogels. Archäologische Funde, Tempelgut und Stücke mit Verdacht auf Plünderung, etwa aus Peking 1860 oder 1900, prüfen wir auf ihre Provenienz.

Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Künstler

3

Manufakturen & Marken

1

Epochen & Stile

7

Materialien, Techniken & Punzen

17

Fragen zu Asiatika

Meine Vase hat eine Kaisermarke am Boden – ist sie damit alt?

Nicht unbedingt. Regierungsmarken wurden schon in der Qing-Zeit und massenhaft im 20. Jahrhundert nachgeahmt. Ob ein Stück zur Marke passt, zeigen Scherben, Glasur, Standring und Malerei; dafür brauchen wir scharfe Fotos des Bodens.

Kaufen Sie Netsuke aus Elfenbein?

Nur wenn eine der gesetzlichen Ausnahmen der VO (EU) 2021/2280 zutrifft und die erforderliche Bescheinigung vorliegt. Netsuke aus Buchsbaum, Hirschhorn oder anderen Materialien übernehmen wir ohne diese Einschränkung. Im Zweifel klären wir das Material bei der Besichtigung.

Woran erkenne ich einen originalen japanischen Holzschnitt?

Originaldrucke zeigen unter der Lupe keine Rasterpunkte, sondern Holzmaserung und satte, leicht unregelmäßige Farbflächen. Das Papier ist weich und faserig, oft mit Blindprägung. Siegel von Verleger und Zensor helfen bei der Datierung; spätere Nachdrucke sind häufig, aber ebenfalls nicht wertlos.

Haben Satsuma- und Imari-Vasen aus der Großelternzeit Wert?

Das hängt von der Qualität ab. Meiji-Exportware ist häufig; fein gemalte Satsuma aus Werkstätten wie Kinkozan oder Yabu Meizan und große Imari-Paare sind dagegen gesucht. Auf Fotos lässt sich das meist schon unterscheiden.

Spielt die Herkunftsgeschichte eine Rolle?

Eine große. Rechnungen, Händleretiketten, alte Auktionskataloge oder ein Familieninventar belegen, dass ein Stück seit Langem in Europa ist, und steigern die Nachfrage. Bitte legen Sie solche Unterlagen der Anfrage bei.

Soll ich eine beschädigte Vase vorher restaurieren lassen?

Nein. Restaurierungen werden im Handel aufgedeckt und mindern den Wert meist stärker als ein ehrlicher Chip. Bewahren Sie abgebrochene Teile auf und zeigen Sie sie mit.

Kaufen Sie auch chinesische Möbel und Paravents?

Ja, Hartholzmöbel, Lackmöbel und Koromandel-Paravents. Für die Einschätzung brauchen wir Fotos der Gesamtansicht, der Rückseiten und der Verbindungen, weil Holzart und Bauweise das Alter verraten.

Wie fotografiere ich Porzellan richtig?

Eine Gesamtansicht vor neutralem Hintergrund, dann den Boden mit Marke und Standring scharf und gerade von oben, schließlich Details der Malerei und jede Beschädigung. Tageslicht ohne Blitz zeigt Glasur und Farben am besten.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.