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Kunst

Fotografie verkaufen in Wien

Fotografien von der Daguerreotypie bis zur Gegenwart: Unikate, Alben, Vintage-Abzüge, Glasnegative und künstlerische Fotografie.

Angekauft werden historische und künstlerische Fotografien aller Epochen: Daguerreotypien, Ambrotypien und Ferrotypien, Albuminabzüge, Visit- und Kabinettkarten, Fotoalben, Stereobilder, Edeldrucke des Piktorialismus, Atelierporträts der Zwischenkriegszeit, Reportagefotografie und Vintage-Prints bekannter Fotografinnen und Fotografen. Dazu kommen Glasnegative, Diapositive, Fotobücher und Nachlässe von Fotoateliers. Auch Familienalben können interessant sein, wenn sie Orte, Ereignisse oder Ateliers dokumentieren, die heute gesucht sind. Fotografische Kunst nach 1960 wird ebenfalls geprüft, von der Aktionsfotografie bis zu Editionen der Gegenwart.

Wien war von Anfang an ein Zentrum der Fotografie. Gesucht sind frühe Unikate aus den 1840er- und 1850er-Jahren, Ansichten des alten Wien vor und während des Baus der Ringstraße, Porträts aus bekannten Ateliers, Kunstfotografie des Wiener Trifoliums und Arbeiten von Madame d'Ora, Trude Fleischmann und Rudolf Koppitz. International gefragt sind Vintage-Prints der Emigration und der Agentur Magnum, für die mit Ernst Haas, Inge Morath und Erich Lessing gleich drei Österreicher arbeiteten. Massenware wie Ansichtskarten und Amateurabzüge hat dagegen meist nur geringen Wert.

1840 berechnete Joseph Petzval in Wien das erste lichtstarke Porträtobjektiv, das Voigtländer baute und das Porträtaufnahmen in wenigen Sekunden ermöglichte. 1861 entstand die Photographische Gesellschaft in Wien, 1888 gründete Josef Maria Eder die Graphische Lehr- und Versuchsanstalt. Ateliers wie die von Ludwig Angerer, Victor Angerer und Josef Löwy porträtierten Hof und Gesellschaft, August Stauda dokumentierte das verschwindende Altwien. Um 1900 machten Hugo Henneberg, Heinrich Kühn und Hans Watzek als Trifolium die Wiener Kunstfotografie international bekannt, 1907 eröffnete das Atelier d'Ora.

Für eine erste Einschätzung fotografieren Sie Vorder- und Rückseite, Aufdrucke von Ateliers, Stempel, Signaturen und Beschriftungen, bei Alben den Einband und einige typische Seiten. Daguerreotypien und Ambrotypien bitte nicht aus dem Etui nehmen und nicht reinigen. Bei der kostenlosen Besichtigung, in jedem der 23 Bezirke, prüfen wir Technik, Papier, Abzugsalter und Erhaltung und unterscheiden Vintage-Print, späteren Abzug und Reproduktion. Danach erhalten Sie ein Angebot; bezahlt wird bar oder per Überweisung, Glasnegative und Archivbestände holen wir verpackt ab.

Objektgruppen

24 Gruppen, jede mit eigener Seite: Was es ist, woran der Wert hängt, wie man Originale erkennt.

Wovon der Wert abhängt

  • Vintage oder später Abzug

    Ein Vintage-Print, zeitnah zur Aufnahme abgezogen, wird deutlich höher bewertet als ein späterer Abzug vom selben Negativ. Papier, Stempel und Format helfen bei der Bestimmung.

  • Fotograf und Atelier

    Bekannte Namen wie d'Ora, Koppitz, Kühn oder Stauda und dokumentierte Ateliers erhöhen den Wert. Rückseitige Atelieraufdrucke und Stempel sind daher entscheidend.

  • Motiv

    Bekannte Persönlichkeiten, verschwundene Orte, historische Ereignisse und berühmte Aufnahmen sind gesucht. Unbekannte Familienporträts haben meist geringen Einzelwert.

  • Technik und Seltenheit

    Unikate wie Daguerreotypien und frühe Salzpapierabzüge sind selten, Edeldrucke entstanden in kleiner Zahl. Massenhaft produzierte Visitkarten sind häufig.

  • Erhaltung

    Silberspiegelung, Ausbleichen, Knicke, Risse und Schimmel mindern. Bei Daguerreotypien sind zerkratzte Platten und beschädigte Deckgläser problematisch.

  • Vollständigkeit

    Alben mit originaler Abfolge, Beschriftungen und Einband sind mehr wert als lose Blätter. Herausgelöste Bilder verlieren ihren Zusammenhang.

  • Signatur und Provenienz

    Signaturen, Ausstellungsetiketten und eine dokumentierte Herkunft aus dem Nachlass des Fotografen stützen Zuschreibung und Wert.

Originale erkennen

Die Technik bestimmt das Alter. Daguerreotypien sind spiegelnde, versilberte Kupferplatten, die je nach Blickwinkel positiv oder negativ erscheinen, meist in Etuis mit Samt und Messingrahmen. Ambrotypien sind Kollodiumbilder auf Glas vor schwarzem Hintergrund, Ferrotypien dünne, schwarz lackierte Eisenbleche. Albuminabzüge des 19. Jahrhunderts haben einen warmen, bräunlichen Ton und eine glänzende Oberfläche, oft auf Karton aufgezogen. Silbergelatineabzüge ab etwa 1890 zeigen neutrales Schwarz-Weiß, Edeldrucke wie Gummidruck und Bromöldruck wirken malerisch und körnig.

Häufig verwechselt werden Originalabzüge und spätere Reproduktionen: Fotos von Fotos zeigen unscharfe Details, Rasterdrucke aus Büchern ein Punktmuster unter der Lupe. Späte Abzüge vom Originalnegativ, etwa Nachlassabzüge, stehen oft auf modernem Papier mit optischen Aufhellern, das unter UV-Licht bläulich leuchtet; Vintage-Prints bleiben dunkel. Kolorierte Fotografien werden mitunter für Gemälde oder Miniaturen gehalten. Von Daguerreotypien kursieren spätere Kopien als Ambrotypie oder Papierabzug, die den typischen Spiegeleffekt nicht zeigen.

Mit dem Erwerb eines Abzugs geht das Eigentum am Bild über, nicht das Urheberrecht; Nutzungsrechte an der Aufnahme bleiben bei den Urhebern oder ihren Erben. Lichtbilder sind nach dem österreichischen Urheberrechtsgesetz auch dann geschützt, wenn sie keine künstlerischen Werke sind.

Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Künstler

70

Manufakturen & Marken

11

Epochen & Stile

16

Materialien, Techniken & Punzen

17

Fragen zu Fotografie

Was ist ein Vintage-Print?

Ein Vintage-Print ist ein Abzug, den der Fotograf oder sein Atelier zeitnah zur Aufnahme angefertigt hat. Er wird höher bewertet als spätere Abzüge vom selben Negativ, weil er dem ursprünglichen Bild am nächsten steht.

Sind alte Familienfotos etwas wert?

Meist nur im Zusammenhang, etwa wenn ein Album Orte, Ereignisse oder bekannte Ateliers dokumentiert. Frühe Techniken wie Daguerreotypien und Ambrotypien sind auch mit unbekannten Personen gesucht. Fotos der Rückseiten mit Atelieraufdrucken helfen bei der Einschätzung.

Wie lagere ich Daguerreotypien bis zur Besichtigung?

Lassen Sie sie im Etui, öffnen Sie das Deckglas nicht und reinigen Sie die Platte nicht, da die Oberfläche bei Berührung zerstört wird. Bewahren Sie sie trocken und lichtgeschützt auf.

Kaufen Sie auch Glasnegative?

Ja, besonders Bestände von Ateliers, Stadtansichten und Ereignissen. Glasnegative sind zerbrechlich und schwer und werden bei der Abholung in Kisten verpackt. Beschriftete Hüllen und Schachteln sollten erhalten bleiben.

Mein Foto ist mit Bleistift signiert – ist es dadurch wertvoll?

Eine Signatur stützt die Zuschreibung, ersetzt aber nicht die Prüfung von Papier und Abzug. Auch späte Abzüge wurden von Fotografen signiert. Entscheidend sind Fotograf, Motiv, Abzugsalter und Zustand.

Kaufen Sie auch Kameras und Zubehör?

Historische Kameras, Objektive und Laborgeräte gehören zur Sparte Technik und werden dort bewertet. Gemeinsam mit Fotosammlungen werden sie in einem Termin angesehen.

Kann ich ein Fotoalbum zerlegen, um einzelne Bilder zu verkaufen?

Bitte nicht. Ein vollständiges Album mit originaler Reihenfolge und Beschriftung ist in der Regel mehr wert als die Summe seiner Bilder. Lose Seiten und Fehlstellen werden bei der Bewertung dokumentiert.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.