Sammelgebiete
Autographen, Handschriften & Dokumente verkaufen in Wien
Ein Autograph ist ein eigenhändig geschriebenes oder unterschriebenes Dokument. Sein Wert hängt von der Person, dem Inhalt, der Echtheit und der Erhaltung ab.
Wien war über Jahrhunderte Residenzstadt, Musikstadt, Theaterstadt und Zentrum von Wissenschaft und Medizin. Entsprechend reich sind die Papiere, die sich in Wiener Familien erhalten haben: Briefe von Komponisten an Verleger und Schüler, Postkarten von Malern an Freunde, Albumblätter mit Widmungen von Schauspielern und Sängerinnen, Urkunden mit kaiserlicher Unterschrift, Adelsbriefe in Samteinband, Lehrbriefe von Handwerkern, Stammbücher aus der Studienzeit, Tagebücher und Feldpost. Viele dieser Dokumente liegen unbeachtet in Schreibtischladen, Mappen und Kartons auf dem Dachboden.
Für die Bewertung zählen vier Fragen: Wer hat geschrieben, was steht darin, ist es echt und wie ist es erhalten? Ein Brief mit inhaltlicher Aussage zu Werk, Zeit oder Person ist mehr wert als eine bloße Unterschrift, ein eigenhändig geschriebener Brief mehr als ein diktierter mit Unterschrift. Datum, Ort und Empfänger erhöhen die Aussagekraft. Bei Urkunden und Diplomen spielen Aussteller, Siegel, Ausstattung und Vollständigkeit eine Rolle, bei Stammbüchern Alter, Einträge und Zeichnungen.
Echtheit ist das zentrale Thema des Autographenhandels. Neben eigenhändigen Schriftstücken gibt es gedruckte Faksimile-Unterschriften, Stempel, Sekretärsunterschriften und bei jüngeren Prominenten maschinell gesetzte Signaturen. Wir prüfen Tinte, Papier, Schriftduktus und Druckspuren mit der Lupe und vergleichen mit gesicherten Vergleichsstücken und der einschlägigen Literatur. Die Betreiberin JM Räumungen e.U. ist Mitglied im Landesgremium Kunst-, Antiquitäten- und Briefmarkenhandel der Wirtschaftskammer Wien. Herkunftsangaben aus der Familie, Umschläge, Begleitschreiben und frühere Händlerrechnungen helfen bei der Zuordnung.
Senden Sie uns für eine erste Einschätzung Fotos der Vorder- und Rückseite, bei Briefen auch des Umschlags. Danach sichten wir Papiere und Nachlässe kostenlos in allen 23 Wiener Bezirken, auch ungeordnete Bestände in Kartons. Bitte sortieren Sie nicht vor, trennen Sie keine Briefe von Umschlägen und entfernen Sie keine Klebebänder oder Fotoecken selbst. Sie erhalten ein Angebot für einzelne Stücke oder den ganzen Bestand, die Auszahlung erfolgt bar oder per Überweisung. Familiendokumente ohne Marktwert bleiben selbstverständlich bei Ihnen.
Objektgruppen
21 Gruppen, jede mit eigener Seite: Was es ist, woran der Wert hängt, wie man Originale erkennt.
Musikerautographen
Briefe, Notenhandschriften, Skizzen und Albumblätter von Komponisten, Dirigenten und Interpreten.
Briefe von Schriftstellern
Eigenhändige Briefe und Karten von Autorinnen und Autoren an Verleger, Kollegen und Freunde.
Künstlerbriefe und Künstlerpostkarten
Briefe, Postkarten und illustrierte Schreiben von Malern, Bildhauern, Architekten und Designern.
Signierte Fotografien und Autogrammkarten
Eigenhändig signierte Fotos, Rollenbilder und Autogrammkarten von Persönlichkeiten aus Bühne, Film, Musik, Sport und…
Stammbücher und Albumblätter
Freundschaftsalben mit Einträgen, Zeichnungen und Widmungen vom 16. bis ins 20. Jahrhundert.
Urkunden auf Pergament
Gesiegelte Urkunden vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert, von Stiftungs- und Kaufurkunden bis zu Privilegien.
Adels- und Wappenbriefe
Urkunden über Standeserhebungen und Wappenverleihungen, oft in Buchform mit gemaltem Wappen und Siegelkapsel.
Herrscherunterschriften und Dekrete
Dokumente mit Unterschriften von Kaisern, Königen, Erzherzögen und Staatsoberhäuptern.
Zunftbriefe, Lehrbriefe und Kundschaften
Urkunden des Handwerks: Lehrbriefe, Gesellenbriefe, Meisterbriefe und Wanderzeugnisse mit Stadtansichten.
Diplome und Ehrenurkunden
Universitätsdiplome, Ehrenbürgerbriefe, Verleihungsdekrete zu Orden, Ausstellungsdiplome und Vereinsurkunden.
Hausurkunden und Baupläne
Kaufverträge, Grundbuchsauszüge, Einreichpläne und Baubeschreibungen Wiener Häuser.
Tagebücher und Familienpapiere
Handschriftliche Tagebücher, Lebenserinnerungen, Reiseberichte und Familienchroniken.
Feldpost des Ersten Weltkriegs
Feldpostkarten, Briefe, Tagebücher und Dokumente von Soldaten der k. u. k. Armee aus den Jahren 1914 bis 1918.
Literarische Manuskripte und Typoskripte
Handschriftliche und maschinengeschriebene Fassungen literarischer, wissenschaftlicher und journalistischer Texte.
Briefe aus Wissenschaft und Medizin
Korrespondenz, Gutachten und Aufzeichnungen von Ärzten, Naturwissenschaftlern und Gelehrten.
Flugblätter und Maueranschläge von 1848
Gedruckte Aufrufe, Kundmachungen, Karikaturen und Zeitungen aus dem Revolutionsjahr 1848 in Wien.
Firmenarchive und Geschäftskorrespondenz
Geschäftsbücher, Briefe, Rechnungen mit Briefkopf, Kataloge und Fotos aus Wiener Unternehmen.
Reisepässe und Heimatscheine
Pässe, Heimatscheine, Meldezettel, Arbeitsbücher und Ausweise aus der Monarchie und der Ersten Republik.
Autographenalben und Sammlungen
Über Jahre angelegte Sammlungen von Unterschriften, Briefen und Widmungen, in Alben, Mappen oder Kassetten.
Siegel, Typare und Siegelkapseln
Siegelstempel, Petschafte, Siegelabdrücke und Kapseln aus Wachs, Lack, Metall und Holz.
Rollenbücher und Briefe aus Theater und Oper
Rollenbücher mit Eintragungen, Regiebücher, Verträge und Korrespondenz aus Wiener Bühnen.
Wovon der Wert abhängt
Person
Bekanntheit, Bedeutung und Seltenheit der Schreiberin oder des Schreibers bestimmen den Grundwert. Manche Personen schrieben viel, andere fast nichts.
Inhalt
Briefe mit Aussagen zu Werk, Zeitgeschehen oder Personen sind mehr wert als Grußkarten oder bloße Unterschriften.
Art des Dokuments
Eigenhändige Briefe stehen über diktierten Briefen mit Unterschrift, Musikhandschriften über Briefen, unterschriebene Fotos über Autogrammkarten mit gedruckter Signatur.
Echtheit
Faksimiles, Stempel, Sekretärs- und Automatenunterschriften haben keinen Autographenwert. Die Prüfung ist Voraussetzung jedes Angebots.
Erhaltung
Risse, Feuchtigkeitsschäden, Tintenfraß, Klebebänder und Lichtschäden mindern den Wert. Umschläge mit Poststempel ergänzen einen Brief.
Zusammenhang
Korrespondenzen über Jahre, Briefe an bekannte Empfänger und Bestände mit Herkunftsnachweis sind gefragter als Einzelstücke ohne Kontext.
Originale erkennen
Eigenhändige Schrift erkennt man unter der Lupe an Tintenfluss, Druckspuren der Feder und unterschiedlicher Strichstärke. Gedruckte Faksimiles zeigen Rasterpunkte oder eine gleichmäßige Farbschicht ohne Vertiefung im Papier. Stempelunterschriften haben oft unscharfe Ränder und gleichmäßige Farbe, maschinelle Unterschriften wirken bei mehreren Stücken identisch. Eisengallustinte, die bis ins 19. Jahrhundert verbreitet war, bräunt mit der Zeit und kann das Papier zerfressen. Kugelschreiber kam erst nach 1945 in breiten Gebrauch; ein angeblich älteres Autograph in Kugelschreiber ist verdächtig.
Papier und Umschlag geben Hinweise auf die Datierung. Handgeschöpftes Papier zeigt im Gegenlicht Wasserzeichen und Siebstruktur, Briefköpfe nennen Hotels, Firmen und Adressen, Poststempel das Datum der Beförderung. Urkunden auf Pergament sind schwerer und steifer als Papier, Siegel hängen an Schnüren oder Pergamentstreifen, oft in Kapseln aus Holz oder Metall. Bei Herrscherdokumenten unterscheiden wir die eigenhändige Unterschrift von der Kanzleiunterschrift und der gedruckten Signatur. Albumblätter wurden oft aus Alben herausgelöst; Reste von Bindung oder Klebstoff verraten das.
Urkunden, Akten und Handschriften aus öffentlichen, kirchlichen oder adeligen Archiven prüfen wir auf ihre Herkunft; ohne geklärte Provenienz kaufen wir nicht an. Dokumente mit NS-Propagandacharakter kaufen wir nicht. Für die Ausfuhr bestimmter Archivalien und Handschriften aus Österreich können Bewilligungen erforderlich sein.
Autographen, Handschriften & Dokumente in Ihrem Bezirk
Für jeden Bezirk eine eigene Seite mit den Künstlern, Werkstätten und Beständen, die dort eine Rolle spielen.
Künstler, Marken, Epochen und Materialien
Künstler
43
- Josef Kriehuber1800–1876
- Gustav Klimt1862–1918
- Egon Schiele1890–1918
- Oskar Kokoschka1886–1980
- Ludwig van Beethoven1770–1827
- Alban Berg1885–1935
- Johannes Brahms1833–1897
- Elias Canetti1905–1994
- Heimito von Doderer1896–1966
- Fanny Elßler1810–1884
- Paul Engelmann1891–1965
- Anna Marie Erdödy1779–1837
- Falco1957–1998
- Emilie Flöge1874–1952
- Sigmund Freud1856–1939
- Egon Friedell1878–1938
- Franz Grillparzer1791–1872
- Joseph Haydn1732–1809
- Theodor Herzl1860–1904
- Hugo von Hofmannsthal1874–1929
- Anton Karas1906–1985
- Joseph Lanner1801–1843
- Gustav Mahler1860–1911
- Alma Mahler-Werfel1879–1964
- Wolfgang Amadeus Mozart1756–1791
- Johann Nestroy1801–1862
- Otto Neurath1882–1945
- Ferdinand Porsche1875–1951
- Ferdinand Raimund1790–1836
- Max Reinhardt1873–1943
- Emanuel Schikaneder1751–1812
- Arthur Schnitzler1862–1931
- Arnold Schönberg1874–1951
- Johann Schrammel1850–1893
- Josef Schrammel1852–1895
- Franz Schubert1797–1828
- Johann Strauss (Sohn)1825–1899
- Richard Strauss1864–1949
- Antonio Vivaldi1678–1741
- Josef Weinheber1892–1945
- Carl Auer von Welsbach1858–1929
- Josephine von Wertheimstein1820–1894
- Ludwig Wittgenstein1889–1951
Manufakturen & Marken
3
- Artaria & Comp.gegründet 1770
- Erste Donau-Dampfschiffahrts-Gesellschaftgegründet 1829
- Kaiser Ferdinands-Nordbahn1836–1906
Epochen & Stile
8
- Biedermeier1815–1848
- Vormärzum 1830–1848
- Historismusum 1840–1914
- Wiener Moderneum 1890–1918
- Dada1916–um 1924
- Wiener Aktionismus1960–1971
- Fluxusum 1962–1978
- Visuelle Poesieseit den 1950er-Jahren
Materialien, Techniken & Punzen
2
Fragen zu Autographen, Handschriften & Dokumente
Wie erkenne ich, ob eine Unterschrift echt ist?
Unter der Lupe zeigen eigenhändige Unterschriften Tintenfluss und Druckspuren, gedruckte Faksimiles Rasterpunkte oder eine glatte Farbschicht. Sicherheit gibt erst der Vergleich mit gesicherten Stücken, den wir bei der Besichtigung vornehmen.
Sind Autogrammkarten von Schauspielern und Sängern etwas wert?
Das hängt von der Person und der Echtheit der Unterschrift ab. Viele Autogrammkarten tragen eine gedruckte Signatur und haben geringen Wert, eigenhändig signierte Karten bekannter Persönlichkeiten der Staatsoper, des Burgtheaters oder des Films sind gesucht.
Kaufen Sie auch Familienbriefe ohne berühmte Namen?
Einzelne Familienbriefe haben meist geringen Marktwert. Interessant sind geschlossene Korrespondenzen mit Aussagen zum Zeitgeschehen, etwa aus dem Ersten Weltkrieg, Auswandererbriefe oder Briefe mit Bezug zu Wiener Firmen und Ereignissen.
Hat eine Urkunde mit Unterschrift von Kaiser Franz Joseph Wert?
Ja, wenn die Unterschrift eigenhändig ist. Viele Ernennungs- und Verleihungsdekrete tragen nur eine gedruckte oder gestempelte Signatur. Wir prüfen das an Tinte, Druckbild und Papier.
Soll ich Briefe aus den Umschlägen nehmen und ordnen?
Nein. Umschläge mit Poststempel gehören zum Brief und helfen bei Datierung und Zuordnung. Lassen Sie den Bestand so, wie er ist; wir ordnen bei der Sichtung.
Wie bewahre ich alte Dokumente richtig auf?
Flach, trocken, dunkel und in säurefreien Mappen. Klebebänder, Büroklammern und Gummiringe schaden dem Papier; entfernen Sie sie aber nicht selbst, wenn sie fest anhaften.
Kaufen Sie ganze Nachlässe mit Papieren?
Ja. Wir sichten Korrespondenzen, Manuskripte, Fotos und Dokumente vollständig und machen ein Angebot für den Bestand. Persönliche Dokumente ohne Sammlerwert bleiben bei der Familie.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
Lieber schriftlich? Zum Anfrageformular