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Künstler: Architektur der Wiener Moderne

Max Fabiani

Architekt, Stadtplaner, Hochschullehrer, 1865–1962, Kobdilj – Görz

Architekt aus dem Karst; in Wien Geschäftshaus Portois & Fix, Artaria-Haus und Urania, in Laibach der Wiederaufbauplan nach 1895.

Max Fabiani studierte 1883–1889 an der Technischen Hochschule Wien, war Assistent in Graz und bereiste mit dem Ghega-Stipendium Italien, Griechenland, Frankreich und England. Zwei Jahre arbeitete er im Atelier von Otto Wagner an der Stadtbahn mit. Nach dem Erdbeben von 1895 erstellte er den Regulierungsplan für Laibach. An der Technischen Hochschule Wien lehrte er ab 1896 Kunstgeschichte, später Innenarchitektur; zu seinen Hörern zählten Josef Frank, Oskar Strnad und Walter Sobotka. Nach 1918 kehrte er nach Görz zurück, wo er 1962 starb.

Für die Möbelfirma Portois & Fix entwarf er das Geschäftshaus in der Ungargasse (1899/1900) mit einer Fassade aus grünbraunen Keramikplatten, für den Kunstverlag Artaria das Haus am Kohlmarkt (1900–1902) mit Marmorverkleidung und Erkern. Die Urania am Donaukanal (1909/10) erhielt eine Sternwarte. Im Handel erscheinen Architekturzeichnungen, Publikationen in „Der Architekt“ und Möbel der Firma Portois & Fix, die in seinem Bau ihren Sitz hatte.

Fabiani-Zeichnungen sind selten; Blätter aus der Zeit im Wagner-Atelier sind von Büroarbeiten zu trennen. Bei Möbeln aus dem Umfeld von Portois & Fix ist der Entwerfer zu klären, da die Firma eigene Modelle und Entwürfe von Architekten fertigte; Firmenetiketten und Lieferbelege geben Auskunft. Der Bau in der Ungargasse selbst ist kein Hinweis auf eine Entwurfsbeteiligung Fabianis an Möbeln.

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