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Material: Hölzer & Möbelbau

Polimentvergoldung

Klassische Glanzvergoldung auf Kreidegrund und Poliment, mit dem Achat poliert, für Rahmen, Konsoltische und Altäre.

Bei der Polimentvergoldung wird das Holz mit mehreren Schichten Kreidegrund aus Kreide und Leim überzogen, glatt geschliffen und mit Poliment bestrichen, einem fein geschlämmten, meist roten oder gelben Ton. Darauf legt der Vergolder hauchdünnes Blattgold mit Wasser an. Nach dem Trocknen poliert er ausgewählte Stellen mit einem Achatstein auf Hochglanz. Barocke Rahmen, Konsoltische, Spiegel, Altäre und Wiener Bilderrahmen des 19. Jahrhunderts sind so vergoldet.

Typisch ist der Wechsel von spiegelnd polierten und matt belassenen Flächen. An abgeriebenen Stellen scheint das rote oder gelbe Poliment durch, darunter der weiße Kreidegrund. Feuchtigkeit löst die Vergoldung, Wasserflecken zeigen sich als matte Stellen. Echtes Blattgold läuft nicht an; Schlagmetall aus Messing dunkelt nach und wird grünlich. Ausbesserungen mit goldfarbener Bronzefarbe wirken stumpf und anders getönt. Bei Rahmen sind Ecken und Schnitzwerk am stärksten berieben.

Original erhaltene Polimentvergoldungen sind bei Rahmen und Möbeln ein wertsteigerndes Merkmal. Mit Bronzefarbe überstrichene Rahmen verlieren deutlich. Fachgerechte Restaurierungen sind möglich, aber aufwendig. Ein alter vergoldeter Rahmen kann für sich mehr wert sein als das Bild darin. Bei Konsoltischen und Spiegeln zählt zusätzlich die Qualität der Schnitzerei.

So prüfen Sie es

  • Wechsel von Glanz- und Mattflächen
  • rotes oder gelbes Poliment an Abriebstellen
  • weißer Kreidegrund darunter
  • kein Anlaufen bei Blattgold
  • Wasserflecken als matte Stellen

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Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.