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Antiquitäten Wien

Sammelgebiete

Spielzeug, Puppen & Modellbahnen verkaufen in Wien

Antiquitäten Wien kauft altes Spielzeug aus Nürnberger, Göppinger, Thüringer und Wiener Fertigung – vom Uhrwerkauto bis zur Spur-0-Anlage, vom Steiff-Bären bis zur Puppenstube.

Spielzeug aus Blech, Porzellan und Plüsch kam bis 1914 überwiegend aus drei Regionen: aus Nürnberg mit Gebrüder Bing, Karl Bub, Distler und Tipp & Co., aus Göppingen mit Märklin und aus Thüringen, wo in Waltershausen und Sonneberg Puppenköpfe in großen Serien gebrannt wurden. Wien steuerte eigene Marken bei, den Holzbaukasten Matador ab 1901, die Spiele von Piatnik und nach 1947 die Modellbahnen von Kleinbahn und Liliput. Entsprechend gemischt sind die Bestände in Wiener Wohnungen, oft drei Generationen Kinderzimmer in einer Kiste.

Altes Spielzeug steht selten im Wohnzimmer. Es liegt auf dem Dachboden, im Kellerabteil oder im obersten Fach des Kastens, häufig noch im Originalkarton und eingewickelt in Zeitungspapier, das selbst schon ein Datum liefert. Eine Spur-0-Bahn aus den 1930er-Jahren kommt mit Schienenkreis, Trafo und Bahnhof, eine Puppe mit Wäsche, Schuhen und Puppenwagen. Solche Konvolute sehen wir uns vollständig an, statt einzelne Stücke herauszupicken, denn Zubehör, Kataloge und Kartons tragen den Wert oft ebenso stark wie das Hauptstück.

Beim Spielzeug entscheiden wenige, harte Kriterien: Hersteller, Modell und Variante, Erhaltung der Lithografie oder Bemalung, Vollständigkeit und Originalität. Ein Blechauto von Distler mit Kratzern bleibt gesucht, dasselbe Modell nachlackiert verliert den größten Teil seines Sammlerwerts. Bei Puppen zählen Kopfmarke, unbeschädigtes Biskuitporzellan und originale Perücke, bei Teddybären Knopf, Fähnchen und Fellzustand. Jedes Stück wird nach diesen Merkmalen bewertet, und wir erklären die Einschätzung, damit nachvollziehbar bleibt, worauf sich das Angebot stützt.

Für eine erste Einschätzung genügen Fotos per WhatsApp oder über das Formular: das Stück von allen Seiten, Boden- oder Nackenmarke, Karton und Zubehör. Danach kommen wir kostenlos zur Besichtigung, in jedem der 23 Bezirke, und machen ein Angebot für einzelne Stücke oder die ganze Sammlung. Bezahlt wird bar oder per Überweisung; auf Wunsch holen wir ab, auch schwere Anlagenplatten vom Dachboden. Bleibt danach ein Rest ohne Sammlerwert, übernimmt die Räumung auf Wunsch unsere Schwesterseite entruempelung-danube.at.

Objektgruppen

27 Gruppen, jede mit eigener Seite: Was es ist, woran der Wert hängt, wie man Originale erkennt.

Wovon der Wert abhängt

  • Hersteller und Modell

    Marken wie Märklin, Bing oder Steiff und kurz gebaute Varianten bestimmen die Nachfrage. Katalog- und Formnummern erlauben eine genaue Zuordnung.

  • Originalzustand

    Originale Lithografie, Bemalung und Beschriftung zählen mehr als jede Restaurierung. Nachlackierung und Ergänzungen senken den Sammlerwert deutlich.

  • Originalkarton

    Ein erhaltener Karton mit Etikett belegt Ausführung und Herkunft und hebt den Wert eines Modells erheblich.

  • Vollständigkeit

    Bei Baukästen, Bahnen und Puppenstuben zählt jedes Teil: Schlüssel, Trafo, Vorlageheft, Möbel und Kleidung.

  • Funktion

    Laufende Uhrwerke, Motoren und dichte Kessel sind ein Pluspunkt. Ein blockiertes Werk schließt den Ankauf nicht aus.

  • Alter und Seltenheit

    Vorkriegsware und kleine Auflagen sind gesucht, Massenmodelle späterer Jahrzehnte in Serienfarben weniger.

Originale erkennen

Die meisten Hersteller kennzeichneten ihre Ware. Bing verwendete das Kürzel GBN für Gebrüder Bing Nürnberg, Karl Bub KBN, Distler JDN, Tipp & Co. TCO und Lehmann EPL mit Patentvermerken. Märklin-Stücke tragen den Firmennamen oder das Kürzel GM für Gebrüder Märklin, bei Bahnen oft auf der Lokunterseite oder am Tender. Nach 1945 lautet der Herkunftsvermerk deutscher Hersteller häufig „Made in US-Zone Germany“, später „Made in Western Germany“, was eine Datierung auf wenige Jahre erlaubt.

Porzellankopfpuppen tragen die Marke am Hinterkopf unter der Perücke: Armand Marseille etwa „A. M.“ mit Formnummer, Simon & Halbig „S & H“, Kämmer & Reinhardt einen Stern zwischen den Buchstaben K und R. Darunter steht meist eine Größennummer. Steiff-Tiere erkennt man am Metallknopf im Ohr und an einem Fähnchen mit Artikelnummer; fehlen beide, helfen Nähte, Gelenkscheiben und die Füllung aus Holzwolle. Käthe-Kruse-Puppen sind an der Fußsohle signiert und nummeriert.

Spielfiguren und Spielzeug mit NS-Propagandacharakter kaufen wir nicht. Schachfiguren, Puppenteile oder Spielmarken aus Elfenbein oder Schildpatt übernehmen wir nur, wenn die artenschutzrechtlichen Nachweise vorliegen (VO (EU) 2021/2280, VO (EG) 338/97).

Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Künstler

2

Manufakturen & Marken

33

Epochen & Stile

6

Materialien, Techniken & Punzen

10

Fragen zu Spielzeug, Puppen & Modellbahnen

Kaufen Sie auch unvollständige Modellbahnen?

Ja. Einzelne Lokomotiven, Wagen ohne Karton oder Schienen aus einer abgebauten Anlage werden nach Hersteller und Modell bewertet. Fehlende Teile senken den Wert, schließen den Ankauf aber nicht aus.

Soll ich altes Blechspielzeug vor dem Verkauf reinigen oder aufziehen?

Bitte nicht. Wasser und Reinigungsmittel lösen Lithografie und Lack, und ein lange stillstehendes Uhrwerk kann beim Aufziehen die Feder brechen. Staub schadet dem Wert weniger als eine missglückte Reinigung.

Wie wichtig ist der Originalkarton?

Bei Modellautos, Bahnen und Baukästen sehr wichtig. Der Karton belegt Modell, Ausführung und oft das Produktionsjahr; ein leerer Originalkarton hat bei manchen Modellen selbst Sammlerwert. Werfen Sie Kartons deshalb nicht weg, auch beschädigte.

Hat eine Porzellanpuppe mit Haarriss noch Wert?

Ein Haarriss im Biskuitporzellan mindert den Wert deutlich, besonders im Gesicht. Gefragt bleiben seltene Formnummern, originale Kleidung und gut erhaltene Gliederkörper. Kopf, Körper und Augenmechanik werden gemeinsam beurteilt.

Woran erkenne ich einen Steiff-Teddy ohne Knopf?

An Machart und Material: Mohairplüsch, Holzwollfüllung, Scheibengelenke an Armen und Beinen, lange Arme und bei frühen Modellen ein ausgeprägter Rückenbuckel. Im Ohr bleibt oft ein kleines Loch, wo der Knopf saß. Eine Zuordnung ist auf Fotos häufig schon möglich.

Interessiert Sie auch Spielzeug aus den 1970er- und 1980er-Jahren?

Ja, wenn es gesuchte Serien betrifft, etwa Modellbahnen, Sammlerfahrzeuge in Originalverpackung oder frühe Lego- und Playmobil-Sets. Massenware ohne Verpackung hat dagegen meist keinen Sammlerwert.

Übernehmen Sie eine ganze Spielzeugsammlung auf einmal?

Ja, Sammlungen und Konvolute aus Verlassenschaften sind der häufigste Fall. Wir bewerten den gesamten Bestand vor Ort, auch Kataloge, Ersatzteile und Zubehör, und machen ein Gesamtangebot. Die Abholung übernehmen wir auf Wunsch.

Wie fotografiere ich eine Puppe für die Ersteinschätzung?

Fotografieren Sie Gesicht, Ganzfigur und den Hinterkopf mit angehobener Perücke, sodass die eingeprägte Marke lesbar ist. Hilfreich sind Aufnahmen von Körper, Gelenken und Kleidung. Tageslicht ohne Blitz zeigt Risse und Retuschen am besten.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.