Schreibkommode
Kommoden mit schräger Schreibklappe, Innenfächern und Schubladen aus Barock und josephinischer Zeit.
Die Schreibkommode verbindet Kommode und Pult: Über drei oder vier Schubladen liegt eine schräge Klappe, die sich zur Schreibfläche öffnet und Fächer, kleine Schubladen und Geheimfächer freigibt. Im Barock entstanden Schreibkommoden mit geschweiften Fronten und Nussmaserfurnier, in der josephinischen Zeit um 1780 bis 1800 gerade Formen mit Intarsien aus Ahorn, Zwetschke und Birnbaum, mit Bändern und Medaillons. Schreibkommoden waren in bürgerlichen Haushalten, Kanzleien und Pfarrhöfen verbreitet. Auch Varianten des Biedermeier mit gerader Klappe kommen vor.
Für den Wert zählen Epoche, Holz, Intarsien, Innenausstattung und Erhaltung. Intakte Innenfächer, originale Beschläge und Schlüssel sind wichtig. Risse in der Klappe, ersetzte Platten und abgeplatzte Intarsien mindern. Schreibkommoden sind wegen ihrer kompakten Größe gefragt. Stilkopien aus dem späten 19. und 20. Jahrhundert sind häufig, besonders im josephinischen Stil. Geheimfächer werden bei der Besichtigung geprüft, da sie oft übersehen werden. Fotos mit geöffneter Klappe zeigen Innenausstattung und Erhaltung.
Woran man es erkennt
- Schräge Schreibklappe
- Josephinische Intarsien
- Geheimfächer
- Kompakte Größe
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