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Material: Metall & Bronze

Stahlrohr

Nahtlos gewalztes, vernickeltes oder verchromtes Rohr; Material der Bauhaus-Möbel von Marcel Breuer, Mart Stam und Ludwig Mies van der Rohe.

Die Brüder Reinhard und Max Mannesmann entwickelten 1885/86 ein Walzverfahren für nahtlose Stahlrohre. Für Möbel wurden die Rohre gebogen, verschweißt oder verschraubt und vernickelt, ab etwa 1930 meist verchromt. Das Material erlaubte leichte, federnde Gestelle mit wenigen Verbindungen.

Marcel Breuer entwarf 1925/26 am Bauhaus den Clubsessel B3, später „Wassily“ genannt. 1926/27 entstanden die ersten Kragstühle ohne Hinterbeine von Mart Stam und Ludwig Mies van der Rohe, 1928 Breuers B32 mit Rohrgeflecht. Gebrüder Thonet baute ab 1929/30 ein großes Stahlrohrprogramm auf; um das Urheberrecht am Kragstuhl wurde jahrelang prozessiert. Auch Wiener Wohnungen, Büros und Kaffeehäuser erhielten Stahlrohrmöbel.

Frühe Stücke tragen oft Thonet-Etiketten, Stempel mit Modellnummern oder Prägungen; Nickel wirkt wärmer und gelblicher als Chrom. Verbindungen, Schrauben, Gummipuffer und Bespannung helfen bei der Datierung. Nachbauten und Lizenzausgaben bis in die Gegenwart sind verbreitet; Rost unter abgeplatztem Chrom, Dellen und erneuertes Geflecht fließen in die Bewertung ein.

So prüfen Sie es

  • nahtlos gebogenes Rohr
  • Chrom oder wärmer wirkendes Nickel
  • Etiketten und Modellnummern von Thonet
  • Gummipuffer und Verschraubungen
  • Rost unter Abplatzungen

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.