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Antiquitäten Wien

Antike Möbel im 20. Bezirk, 1200 Wien

Gemeindebau und Gründerzeit: Möbel aus der Brigittenau

Winarskyhof und Otto-Haas-Hof, Altmieterwohnungen um Wallensteinplatz und Hannovermarkt: In der Brigittenau überwiegen Kredenzen, Küchenkästen und Nachkriegsmöbel.

Um Wallensteinplatz und Hannovermarkt stehen Zinshäuser der Gründerzeit mit Zimmer-Küche-Wohnungen, viele mit Stuckfassaden in Jugendstilformen und Werkstatttrakten im Hof. Manche Altmieterwohnung bewahrt noch Kachelofen, Kredenz und Küchenkasten der ersten Einrichtung. In den großen Gemeindebauten der Zwischenkriegszeit leben oft dieselben Familien seit Jahrzehnten; ihre Wohnungen sind überwiegend mit Möbeln der Nachkriegszeit eingerichtet. Aus Lagerhäusern und Gewerbebetrieben am Handelskai stammen Werkbänke, Aktenschränke und Büromöbel.

Am Winarskyhof (1924–1926) an der Stromstraße arbeiteten Josef Hoffmann, Josef Frank und Oskar Strnad, am benachbarten Otto-Haas-Hof Adolf Loos und Franz Schuster, später Entwerfer von Typenmöbeln für Gemeindewohnungen. Auf engem Raum zeigen beide Anlagen die Handschriften mehrerer Architekten der Wiener Moderne. Margarete Schütte-Lihotzky baute 1950–1952 den Kindergarten am Kapaunplatz. Weit älter sind die Brigittakapelle (1651) und die neugotische Brigittakirche Friedrich von Schmidts am Brigittaplatz.

In den Gemeindebauten führen Stiegen ohne Lift in die oberen Geschoße; Kredenzen und Kästen nehmen wir daher zerlegt mit. Fotos jedes Raumes und der Kellerabteile zeigen uns vorab, wo der Schwerpunkt liegt: bei Möbeln, bei Uhren, bei Schmuck. Die Besichtigung bleibt in jedem Fall kostenlos, Was danach übrig ist, übernimmt bei Bedarf die Wiener Schwesterseite entruempelung-danube.at.

Was in Brigittenau häufig auftaucht

  • Kredenzen und Küchenkästen der Erstausstattung – Altmieterwohnungen um Wallensteinplatz und Hannovermarkt
  • Möbel der Nachkriegszeit – Gemeindebauten aus mehreren Jahrzehnten
  • Werkbänke, Aktenschränke und Büromöbel – Gewerbe und Lagerhäuser am Handelskai

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 20. Bezirk.

Künstler

60

Manufakturen & Marken

33

Epochen & Stile

53

Materialien, Techniken & Punzen

45

Fragen zu Antike Möbel

Soll ich ein Möbel vor dem Verkauf restaurieren lassen?

Nein. Eine Restaurierung ist aufwendig und kann die originale Oberfläche zerstören, die für Sammler wichtig ist. Bewertet wird das Möbel im vorhandenen Zustand.

Kaufen Sie auch große Gründerzeitmöbel?

Ja, wenn Qualität und Zustand stimmen, etwa bei Möbeln bekannter Wiener Firmen oder fein geschnitzten Stücken. Große Kredenzen und Bibliotheken haben einen kleineren Markt, werden aber geprüft.

Was ist ein Tabernakelsekretär?

Ein dreiteiliges Schreibmöbel des 18. Jahrhunderts: unten eine Kommode, in der Mitte eine Schreibklappe, oben ein Aufsatz mit Türen und einem mittleren Schränkchen, dem Tabernakel. Er war im süddeutschen und österreichischen Raum verbreitet und ist oft mit Nussmaser furniert.

Mein Thonet-Sessel hat keinen Stempel – ist er trotzdem echt?

Brandstempel und Etiketten können abgenutzt oder verloren sein. Modell, Bauweise und Schraubenart helfen bei der Zuordnung zu Thonet, Kohn, Mundus oder anderen Firmen.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.