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Kunst

Zeitgenössische Kunst verkaufen in Wien

Kunst von 1945 bis heute: Wiener Nachkriegsavantgarde, Aktionismus, Neue Malerei, Lichtkunst, Objekte, Fotoarbeiten und Editionen.

Angekauft werden Gemälde, Arbeiten auf Papier, Objekte, Skulpturen, Fotoarbeiten und Editionen von 1945 bis zur Gegenwart. Im Mittelpunkt steht die österreichische Kunst: die abstrakten Maler um die Galerie nächst St. Stephan, die Wiener Schule des Phantastischen Realismus, der Wiener Aktionismus, die Gruppe „Wirklichkeiten“, die Neue Malerei der 1980er-Jahre und eine Gegenwartskunst, die mit Licht, Objekt, Fotografie und Konzept arbeitet. Internationale Positionen von der Pop Art bis zur Street Art kommen hinzu, ebenso Druckgrafik in signierten und nummerierten Auflagen.

In Wien prägen Galerien, das mumok, das Belvedere, die Albertina und die Kunstmessen die Nachfrage. Gefragt sind Werke aus einer klar umrissenen Werkgruppe mit Ausstellungsgeschichte: Übermalungen von Arnulf Rainer, Bilder von Maria Lassnig, Aquarelle von Martha Jungwirth, großformatige Leinwände von Hubert Scheibl und Herbert Brandl, Fotografien der One Minute Sculptures von Erwin Wurm. Bei Gegenwartskunst bestimmt neben der Qualität vor allem die Präsenz im Galerie- und Auktionsmarkt, wie ein Werk eingeschätzt wird. Editionen und Grafik eröffnen einen breiteren Zugang, folgen aber eigenen Regeln.

Die Wiener Szene ist eng mit ihren Kunstuniversitäten verbunden. Christian Ludwig Attersee lehrte von 1990 bis 2009 an der Angewandten, wo Brigitte Kowanz als Professorin für transmediale Kunst arbeitete; Heimo Zobernig unterrichtet seit 2000 Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste. Erwin Wurm und Brigitte Kowanz bespielten 2017 gemeinsam den österreichischen Pavillon der Biennale von Venedig, Zobernig 2015, Herbert Brandl 2007. Billi Thanner installierte 2021 die „Himmelsleiter“ am Südturm des Stephansdoms. Viele Werke dieser Künstler gelangten über Wiener Galerien direkt in Privatsammlungen.

Für die Einschätzung benötigen wir Fotos der Vorder- und Rückseite, der Signatur, von Zertifikaten, Galerierechnungen und Ausstellungsetiketten sowie die Maße. Bei Objekten und Lichtarbeiten helfen Detailfotos von Material, Technik und Verkabelung, bei Editionen Fotos von Nummerierung und Prägestempeln. Nach der Ersteinschätzung sehen wir das Werk kostenlos bei Ihnen an, in jedem der 23 Bezirke, prüfen Zustand und Dokumentation und legen ein Angebot. Bezahlt wird bar oder per Überweisung; großformatige Arbeiten holen wir auf Wunsch verpackt ab.

Objektgruppen

22 Gruppen, jede mit eigener Seite: Was es ist, woran der Wert hängt, wie man Originale erkennt.

Wovon der Wert abhängt

  • Werkgruppe

    Arbeiten aus den bekannten Werkgruppen eines Künstlers, etwa Rainers Übermalungen oder Wurms One Minute Sculptures, sind gefragter als Randwerke. Die Werkgruppe entscheidet oft über den Käuferkreis.

  • Entstehungsjahr

    Frühe Arbeiten aus der Phase, in der ein Künstler bekannt wurde, werden meist höher bewertet als spätere Wiederholungen. Datierungen auf der Rückseite sind daher wichtig.

  • Dokumentation

    Galerierechnung, Zertifikat sowie Ausstellungs- und Katalognachweise erleichtern den Weiterverkauf erheblich. Fehlt jede Dokumentation, wird die Zuschreibung über Archive, Studios und Galerien geklärt.

  • Format und Technik

    Leinwände in Öl oder Acryl stehen über Arbeiten auf Papier, Unikate über Editionen. Sehr große Formate haben einen kleineren Käuferkreis.

  • Zustand

    Gegenwartskunst verzeiht kaum Schäden: Kratzer auf monochromen Flächen, Druckstellen in Leinwänden und defekte Leuchtmittel mindern deutlich. Originalverpackungen und Transportkisten sollten aufbewahrt werden.

  • Auflage und Nummerierung

    Bei Editionen bestimmen Auflagenhöhe, Signatur und Nummer den Wert. Probedrucke und Künstlerexemplare werden gesondert beurteilt.

  • Marktpräsenz

    Regelmäßige Ausstellungen und eine Galerievertretung stützen die Nachfrage. Künstler ohne Wiederverkaufsmarkt sind schwerer zu vermitteln.

Originale erkennen

Zeitgenössische Werke sind meist rückseitig signiert, datiert und betitelt, bei Leinwänden auf dem Keilrahmen oder der Leinwand, bei Papierarbeiten am Rand oder auf der Rückseite. Christian Ludwig Attersee malt Signatur, Titel und Jahr in großen Buchstaben ins Bild. Lichtarbeiten von Brigitte Kowanz und Billi Thanner werden mit Zertifikat geliefert, Fotoarbeiten von Erwin Wurm tragen Auflage und Signatur auf der Rückseite oder einem Label. Galerieetiketten, Inventarnummern und Ausstellungsaufkleber erzählen die Geschichte eines Werks und sollten nicht entfernt werden.

Verwechslungen betreffen vor allem Editionen und Unikate: Offsetdrucke nach Gemälden, Plakate mit eingedruckter Signatur und Siebdrucke ohne Nummer werden mitunter für Originale gehalten. Hundertwasser, Warhol, Haring und Banksy gehören zu den am häufigsten gefälschten Namen. Für Banksy bestätigt allein die Organisation Pest Control die Echtheit, für Warhol gibt es seit der Auflösung des Authentication Board 2012 keine vergleichbare Stelle. Bei Hundertwasser hilft das Werkverzeichnis von Andrea Christa Fürst, Original und Reproduktion zu trennen.

Für Werke lebender Künstler und von Künstlern, die vor weniger als 70 Jahren verstorben sind, kann beim Weiterverkauf über den Kunsthandel das Folgerecht nach § 16b Urheberrechtsgesetz anfallen, das in Österreich die Verwertungsgesellschaft Bildrecht wahrnimmt. Mit dem Werk geht das Eigentum am Original über, nicht das Urheberrecht; Nutzungs- und Abbildungsrechte bleiben bei den Urhebern.

Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Künstler

232

Manufakturen & Marken

1

Epochen & Stile

28

Materialien, Techniken & Punzen

12

Fragen zu Zeitgenössische Kunst

Mein Bild ist nur rückseitig signiert – ist das ein Problem?

Nein, bei Gegenwartskunst ist die rückseitige Signatur mit Titel und Datum üblich. Wichtig ist, dass sie zur Handschrift des Künstlers passt und durch Rechnung oder Zertifikat gestützt wird.

Was mache ich, wenn das Zertifikat fehlt?

Viele Werke wurden direkt im Atelier oder ohne Papiere erworben. Dann helfen Fotos, Briefe, Ausstellungskataloge und eine Anfrage beim Künstler, seinem Studio oder der Galerie. Diese Klärung ist Teil der Bewertung.

Meine Neonarbeit leuchtet nicht mehr – kaufen Sie sie trotzdem?

Ja, wenn das Objekt sonst intakt ist. Röhren und Transformatoren lassen sich nach Vorgabe der Künstlerin oder des Künstlers ersetzen; der Aufwand fließt in die Bewertung ein.

Sind Editionen und Multiples für Sie interessant?

Ja, wenn Auflage, Signatur und Zustand stimmen. Editionen von Erwin Wurm, Franz West, Brigitte Kowanz oder Joseph Beuys haben einen eigenen Sammlermarkt.

Ich habe ein Hundertwasser-Poster mit Signatur – ist es ein Original?

Meist nicht, denn viele Poster tragen eine eingedruckte Signatur. Originale Druckgrafik Hundertwassers ist nummeriert und in Werkverzeichnissen mit allen Varianten erfasst. Ein Foto der Signatur im Streiflicht hilft bei der Unterscheidung.

Wie transportieren Sie große Leinwände oder Objekte?

Großformate werden in Folie und Karton oder in Kisten verpackt und so transportiert, wie es das Werk verlangt. Termine für Besichtigung und Abholung sind in allen 23 Bezirken möglich.

Muss ich beim Verkauf das Folgerecht bezahlen?

Das Folgerecht betrifft nur Verkäufe unter Beteiligung des Kunsthandels und urheberrechtlich geschützte Werke. Die Abwicklung wird bei der Angebotslegung besprochen.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.