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Sammelgebiete

Banknoten & Papiergeld verkaufen in Wien

Alte Banknoten werden nach Ausgabe, Seltenheit und Erhaltung bewertet. Schon ein Knick kann den Unterschied zwischen zwei Erhaltungsstufen ausmachen.

Österreich hat eine lange Papiergeldgeschichte. 1762 gab die Wiener Stadtbank unter Maria Theresia die ersten Bancozettel aus, 1811 folgte nach dem Staatsbankrott die Umstellung auf Einlösungsscheine, 1816 wurde die Privilegirte oesterreichische National-Bank gegründet. Ab 1900 druckte die Oesterreichisch-ungarische Bank Kronennoten mit deutscher und ungarischer Seite, nach 1918 stempelte die junge Republik sie ab, bis die Inflation Noten zu 500.000 Kronen hervorbrachte. 1925 kam der Schilling, 1938 die Reichsmark, 1945 wieder der Schilling, 2002 die neue Gemeinschaftswährung.

In Wiener Haushalten haben sich Banknoten aus all diesen Abschnitten erhalten: in Geldbörsen Verstorbener, in Büchern als Lesezeichen, in Schachteln mit Erinnerungsstücken, in Alben von Sammlern. Dazu kommen Notgeldscheine der Gemeinden aus den Jahren nach 1918, Inflationsgeld aus Deutschland und Ungarn, Lagergeld aus Kriegsgefangenenlagern, Banknoten der Nachfolgestaaten und Noten aus aller Welt. Historische Aktien, Anleihen und Lose gehören zum verwandten Sammelgebiet der Wertpapiere. Vieles davon ist häufig, einzelne Scheine sind jedoch selten und gesucht.

Entscheidend ist die Erhaltung. Sammler unterscheiden kassenfrische Scheine ohne jede Gebrauchsspur von Noten mit leichten Knicken, Falten, Einrissen, Flecken und Löchern, meist in fünf Stufen. Eine kassenfrische Note kann ein Vielfaches einer stark gebrauchten wert sein. Bitte glätten, bügeln, waschen oder kleben Sie Banknoten nicht, entfernen Sie keine Klebebänder und lassen Sie Scheine in Hüllen und Alben. Auch Seriennummern, Unterschriftenvarianten und Ausgabedaten spielen eine Rolle, weil sie Varianten unterschiedlicher Seltenheit kennzeichnen.

Für eine erste Einschätzung genügen Fotos von Vorder- und Rückseite einiger typischer Scheine und eine Angabe zur Menge. Danach sichten wir Banknoten und Wertpapiere kostenlos in allen 23 Wiener Bezirken, bestimmen gesuchte Scheine nach Katalog und bewerten den Rest im Konvolut. Wir machen ein Angebot für Einzelstücke oder den ganzen Bestand und zahlen bar oder per Überweisung. Schilling-Banknoten der letzten Serien können Sie alternativ bei der Oesterreichischen Nationalbank umtauschen; wir sagen Ihnen, welche Scheine darüber hinaus Sammlerwert haben.

Objektgruppen

19 Gruppen, jede mit eigener Seite: Was es ist, woran der Wert hängt, wie man Originale erkennt.

Wovon der Wert abhängt

  • Erhaltung

    Kassenfrische Scheine ohne Knick sind am meisten wert. Falten, Einrisse, Flecken, Löcher und Klebestellen mindern den Wert stufenweise.

  • Seltenheit

    Ausgaben mit kleiner Auflage, kurzer Umlaufzeit oder hohem Nennwert, die selten aufbewahrt wurden, sind gesucht.

  • Variante

    Unterschriften, Serienbuchstaben, Ausgabedaten und Stempel unterscheiden Varianten derselben Note mit unterschiedlicher Seltenheit.

  • Echtheit

    Alte Fälschungen und moderne Nachdrucke kommen vor. Wasserzeichen, Papier und Druckbild entscheiden.

  • Vollständigkeit

    Serien von Notgeld, Wertpapiere mit Kuponbogen und Sammlungen mit lückenlosen Reihen sind mehr wert als Einzelstücke.

  • Gestaltung

    Noten und Aktien mit aufwendigem Druck, Vignetten und Künstlerentwürfen haben einen eigenen Sammlerkreis.

Originale erkennen

Die Ausgabebank, das Datum und die Unterschriften stehen auf der Vorderseite, die Seriennummer meist zweimal. Österreichische Kronennoten haben eine deutsche und eine ungarische Seite, auf der deutschen steht der Wert zusätzlich in den Sprachen der Kronländer. Abgestempelte Noten von 1919 tragen den Aufdruck „Deutschösterreich“, Noten der Nachfolgestaaten eigene Stempel oder Marken. Inflationsnoten sind oft einfach gedruckt, auf dünnem Papier und nur einseitig. Notgeldscheine der Gemeinden nennen Ort, Wert, Gültigkeitsdauer und oft eine Ansicht oder ein Wappen.

Kassenfrisch ist ein Schein, der völlig glatt ist, scharfe Ecken hat und keinen Knick zeigt; hält man ihn schräg gegen das Licht, erkennt man auch feine Falten. Gewaschene und gebügelte Noten wirken glatt, haben aber mattes, weiches Papier und verlieren dadurch an Wert. Fälschungen zeigen fehlende oder gedruckte Wasserzeichen, unscharfe Linien und falsches Papier. Historische Aktien tragen Firmennamen, Ausgabedatum, Unterschriften des Vorstands und oft Kuponbögen. Entwertete Wertpapiere haben Lochungen oder Stempel und sind für Sammler das übliche Material.

Gefälschte Banknoten sind nach dem Strafgesetzbuch kein Handelsgut; wir kaufen keine Fälschungen und Reproduktionen von Zahlungsmitteln an. Banknoten und Wertpapiere mit NS-Propagandacharakter kaufen wir nicht.

Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Künstler

1

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

7

Fragen zu Banknoten & Papiergeld

Kann ich alte Schilling-Banknoten noch umtauschen?

Schilling-Banknoten der Serien, die bei der Währungsumstellung 2002 gültig waren, tauscht die Oesterreichische Nationalbank weiterhin um. Ältere Serien haben teils keinen Umtauschwert mehr, aber Sammlerwert. Wir sagen Ihnen, welche Scheine über dem Umtauschwert liegen.

Sind meine alten Kronen-Scheine etwas wert?

Das hängt von Ausgabe und Erhaltung ab. Viele Kronennoten, vor allem Inflationsnoten, sind häufig und einzeln wenig wert. Seltene Ausgaben, hohe Werte und kassenfrische Scheine sind gesucht.

Soll ich zerknitterte Scheine glätten?

Nein. Glätten, Bügeln und Waschen verändern das Papier und mindern den Wert. Lassen Sie Banknoten so, wie sie sind, am besten in einer Hülle.

Was ist Notgeld?

Notgeld wurde in Zeiten von Münzmangel und Inflation von Gemeinden, Firmen und Vereinen ausgegeben. In Österreich erschienen zwischen 1918 und 1921 Tausende Notgeldscheine, viele mit Ortsansichten, die schon damals gesammelt wurden.

Kaufen Sie historische Aktien?

Ja. Aktien, Anleihen und Kuxe österreichischer und internationaler Unternehmen, vor allem aus der Zeit vor 1945 und mit schöner Gestaltung, sind ein eigenes Sammelgebiet. Sie haben keinen Börsenwert mehr, sondern Sammlerwert.

Wie viele Banknoten lohnen eine Besichtigung?

Schon eine kleine Sammlung mit Noten der Monarchie lohnt den Termin. Senden Sie uns vorab Fotos, dann sagen wir Ihnen, ob sich eine Besichtigung lohnt.

Kaufen Sie auch ausländische Banknoten?

Ja, vor allem ältere Noten, Kolonialnoten und Scheine aus Ländern, die nicht mehr existieren. Aktuelle Urlaubsnoten bewerten wir nach Kurs und nehmen sie im Rahmen größerer Bestände mit.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.