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Kulturen der Welt

Volkskunst & Krippen verkaufen in Wien

Antiquitäten Wien kauft Volkskunst aus dem Alpen- und Donauraum und aus Osteuropa – Krippen und Krippenfiguren, Hinterglasbilder, bemalte Möbel, Keramik, Masken und Brauchtumsgerät.

Volkskunst wurde in Wien früh gesammelt. 1895 gründete Michael Haberlandt das Museum für Volkskunde, das seit 1917 im Palais Schönborn in der Josefstadt untergebracht ist; Bürger, Künstler und Architekten trugen um 1900 bemalte Truhen, Hinterglasbilder und Keramik aus den Kronländern zusammen. Die Maler des Blauen Reiter studierten die Hinterglasmalerei aus Murnau, Wiener Familien brachten aus der Sommerfrische im Salzkammergut Gmundner Geschirr, Krippen und Schnitzereien mit. Diese Bestände tauchen heute in Wohnungen, Gartenhäusern und auf Dachböden wieder auf.

Krippen nehmen in diesem Gebiet einen eigenen Platz ein. In Tirol, im Salzkammergut und in Ebensee pflegten Familien über Generationen Kasten- und Landschaftskrippen mit geschnitzten oder gefassten Figuren, die jedes Jahr erweitert wurden. Aus Neapel kamen Krippenfiguren mit Terrakottaköpfen und Seidengewändern, aus Gröden und der Viechtau bei Gmunden Holzfiguren in Serie. Eine Krippe besteht deshalb oft aus Teilen mehrerer Jahrzehnte; ihre Bewertung beginnt mit dem Sortieren nach Herkunft, Material und Zeit.

Echte Gebrauchsspuren sind in der Volkskunst ein Qualitätsmerkmal: abgegriffene Kanten, verblasste Farben an Sonnenseiten, Kerzenruß über Hinterglasbildern. Umgekehrt sind Fälschungen und spätere Überarbeitungen verbreitet. Alte Bauernkästen wurden im 20. Jahrhundert häufig neu bemalt, Hinterglasbilder nachgedruckt, Masken für Touristen gealtert. Der Heimatstil zwischen etwa 1905 und 1960 schuf zudem eine eigene Gruppe von Objekten, die sich an alten Vorbildern orientieren und eigene Sammler haben. Diese Unterschiede bestimmen den Wert stärker als Größe oder Motiv.

Für eine Ersteinschätzung genügen Fotos per WhatsApp oder über das Formular, bei Möbeln auch von Rückwand, Innenseiten und Beschlägen, bei Krippen von jeder Figurengruppe. Danach besichtigen wir kostenlos in allen 23 Bezirken und machen ein Angebot für Einzelstücke oder den ganzen Bestand. Bezahlt wird bar oder per Überweisung, die Abholung schwerer Kästen und Truhen übernehmen wir auf Wunsch. Steht hinter dem Verkauf ein Haus in Niederösterreich, übernimmt die Räumung auf Wunsch unsere Schwesterseite entruempelung-noe.co.at.

Objektgruppen

21 Gruppen, jede mit eigener Seite: Was es ist, woran der Wert hängt, wie man Originale erkennt.

Wovon der Wert abhängt

  • Originalität

    Originale Bemalung, Fassung und Beschläge sind entscheidend. Neubemalte Möbel und nachgedruckte Hinterglasbilder haben nur einen Bruchteil des Werts.

  • Alter

    Arbeiten des 18. und frühen 19. Jahrhunderts sind deutlich gesuchter als Heimatstil-Objekte des 20. Jahrhunderts, auch wenn sie ähnlich aussehen.

  • Region und Werkstatt

    Zuordenbare Herkunft, etwa Sandl, Gröden, Neapel oder Palech, erhöht Nachfrage und Wert.

  • Datierung und Inschrift

    Jahreszahlen, Namen und Sprüche auf Truhen, Schüsseln und Votivtafeln machen ein Stück datierbar und sind gefragt.

  • Vollständigkeit

    Bei Krippen, Spanschachtelsätzen und Masken mit Zubehör zählt der geschlossene Bestand mehr als die Summe der Einzelteile.

  • Provenienz

    Bei Votivgaben und Figuren aus Kapellen ist belegter Privatbesitz Voraussetzung für den Ankauf.

Originale erkennen

Originale Bauernmalerei liegt in Leim- oder Kaseinfarben direkt auf dem Holz oder auf einem dünnen Grund; an Griffmulden, Kanten und Schlössern ist sie abgerieben, im Inneren der Möbel oft frischer erhalten. Neubemalungen des 20. Jahrhunderts wirken gleichmäßig, decken Wurmlöcher zu und enden an Stellen, die früher abgenutzt waren. Jahreszahlen und Namensinitialen in Kartuschen sind bei originalen Stücken in die Malerei eingebunden, nachträgliche Ergänzungen sitzen darauf. Rückwände und Böden sollten dieselbe Alterung zeigen wie die Front.

Hinterglasbilder werden spiegelverkehrt und in umgekehrter Reihenfolge gemalt: zuerst Konturen und Lichter, zuletzt der Hintergrund. Von hinten betrachtet zeigt ein gemaltes Bild deshalb Pinselstriche und Farbschichten, ein Druck dagegen eine gleichmäßige Fläche. Sandler Bilder haben kräftige Farben und einfache Konturen, Augsburger Arbeiten des 18. Jahrhunderts feine Malerei mit Spiegelgrund. Bei Krippenfiguren aus Neapel verraten Terrakottaköpfe mit Glasaugen, Gliederkörper aus Draht und Werg und handgenähte Seidengewänder das 18. und frühe 19. Jahrhundert.

Votivtafeln, Votivgaben und Figuren aus Kirchen, Kapellen und Bildstöcken sind in der Regel Kirchengut. Wir prüfen ihre Herkunft und übernehmen sie nur, wenn der rechtmäßige Privatbesitz belegt ist, etwa bei Hauskapellen in Familienbesitz. Jagdliche Volkskunst mit Teilen geschützter Arten, etwa Elfenbein oder Federn von Greifvögeln, kaufen wir nur mit den artenschutzrechtlichen Nachweisen (VO (EG) 338/97).

Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Künstler

4

Manufakturen & Marken

3

Epochen & Stile

7

Materialien, Techniken & Punzen

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Fragen zu Volkskunst & Krippen

Woran erkenne ich, dass ein Bauernkasten original bemalt ist?

An der Abnutzung: Originale Malerei ist an Griffstellen, Kanten und Schlössern abgerieben und im Inneren oft frischer. Neubemalungen wirken gleichmäßig und überdecken Wurmlöcher. Fotos von Front, Seiten, Innenseite und Rückwand zeigen das meist deutlich.

Kaufen Sie unvollständige Krippen?

Ja. Einzelne Figuren, Figurengruppen, leere Kastenkrippen und Zubehör wie Ställe, Hintergründe oder Tiere werden einzeln bewertet. Oft lassen sich Figuren mehrerer Jahrzehnte nach Herkunft trennen, was ihren Wert erst sichtbar macht.

Hat ein Hinterglasbild aus der Sommerfrische Wert?

Das hängt von der Technik ab. Gemalte Bilder aus Sandl, Buchers oder Augsburg sind gesucht, Hinterglasdrucke des 20. Jahrhunderts deutlich weniger. Ein Foto der Rückseite verrät den Unterschied.

Was ist mit Votivtafeln aus einer aufgelassenen Kapelle?

Votivtafeln gehören in der Regel der Kirche oder dem Eigentümer der Kapelle. Wir übernehmen sie nur, wenn der rechtmäßige Besitz belegt ist, etwa bei einer Hauskapelle in Familienbesitz. Bitte klären Sie das vorab mit der Pfarre.

Lohnt die Bewertung einzelner Model oder Spanschachteln?

Ja. Lebzeltmodel mit fein geschnittenen Motiven und bemalte Brautschachteln haben eigene Sammler. Größere Sätze bewerten wir gemeinsam.

Kaufen Sie Trachten?

Historische Trachtenteile wie Goldhauben, Riegelhauben, Mieder mit Silberschnürung und bestickte Seidentücher übernehmen wir gern. Moderne Dirndl und Trachtenanzüge haben meist keinen Sammlerwert.

Wie erkenne ich eine alte Perchtenmaske?

Alte Masken zeigen innen Schweißspuren, abgegriffene Stellen und ausgerissene Befestigungslöcher, außen mehrere Farbschichten. Touristenmasken sind innen sauber, gleichmäßig geschnitzt und oft künstlich gealtert. Fotos der Innenseite sind daher wichtig.

Holen Sie große Möbel vom Dachboden?

Ja, die Abholung von Kästen, Truhen und Betten übernehmen wir auf Wunsch. Soll danach der ganze Dachboden geräumt werden, übernimmt das auf Wunsch unsere Schwesterseite.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.