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Künstler: Architektur der Wiener Moderne

Emil Hoppe

Architekt, Zeichner, 1876–1957, Wien – Wien

Zeichner der Wagnerschule und Partner von Otto Schönthal; Trabrennbahn Krieau, Westermannhäuser und Anteile am Sandleitenhof.

Emil Hoppe studierte 1898–1901 bei Otto Wagner an der Akademie und arbeitete danach mehrere Jahre in dessen Büro. Er galt als glänzender Zeichner; viele seiner Perspektiven erschienen in der Zeitschrift „Der Architekt“ und in den Publikationen der Wagnerschule. 1909 verließ er das Büro und gründete mit Marcel Kammerer und Otto Schönthal eine Arbeitsgemeinschaft, die er nach dem Ersten Weltkrieg mit Schönthal allein fortsetzte. Er starb 1957 in Wien.

Gemeinsame Bauten sind die Trabrennbahn in der Krieau (1913), die Westermannhäuser in der Dorotheergasse (1912–1915) und das Wohn- und Geschäftshaus Wiedner Hauptstraße 128 (1912). Für die Gemeinde Wien plante Hoppe mit Schönthal Teile des Sandleitenhofs (1928). Ein Gebäude des Büros erhielt Mosaiken von Leopold Forstner. Das Büro gestaltete auch Innenräume und Möbel. Im Handel erscheinen vor allem Hoppes Zeichnungen und Aquarelle von Idealprojekten.

Hoppes Blätter zeigen dichte Federstrichlagen, präzise Perspektiven und oft farbig angelegte Fassaden. Signierte Einzelblätter sind von Büroarbeiten aus dem Wagner-Atelier zu unterscheiden, an denen mehrere Hände beteiligt waren. Reproduktionen aus „Der Architekt“ sind Rasterdrucke auf Kunstdruckpapier. Möbel des Büros Hoppe–Kammerer–Schönthal sind nur mit Herkunft aus einem dokumentierten Interieur zuzuordnen; Vergleichsmaterial bieten die Jahrbücher der Wagnerschule.

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