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Antike Möbel im 13. Bezirk, 1130 Wien

Villenmöbel aus Hietzing: Loos, Hoffmann, Frank, Biedermeier

Sommerhäuser von Hofbeamten, Villen von Loos und Hoffmann, die Werkbundsiedlung von 1932: In Hietzing stehen Möbel vom Biedermeier bis zu Haus & Garten.

Hofbeamte und Adelige, die dem Hof nach Schönbrunn folgten, ließen sich hier im 18. Jahrhundert Sommerhäuser bauen; aus ihnen stammen Biedermeier-Sitzgarnituren, Sekretäre und leichtes Sommerhausmobiliar. Als Stadtbahn und Dampftramway den Bezirk erschlossen, wuchsen nach 1900 Villenviertel um Gloriettegasse, Wenzgasse und Ober St. Veit. Bleibt ein Haus mehrere Generationen in einer Familie, reicht die Verlassenschaft vom Dachboden bis zur Garage: Möbel mehrerer Epochen, Gartenmöbel aus Eisen und Bugholz, Bibliothekskästen.

Adolf Loos baute hier Haus Steiner (1910), Haus Scheu (1912/13) und Haus Strasser (1918/19), Josef Hoffmann an der Gloriettegasse zwischen 1913 und 1915 die Villa Skywa-Primavesi. Josef Frank entwarf 1929/30 mit Oskar Wlach das Haus Beer in der Wenzgasse; Haus & Garten, das Einrichtungshaus der beiden seit 1925, lieferte Möbel in Villen des Bezirks. Die Werkbundsiedlung von 1932 unter Franks Leitung vereinte Häuser von Hugo Gorge, Ernst Lichtblau, Oskar Strnad, Walter Loos und Margarete Schütte-Lihotzky. Leopold Bauer baute 1906/07 seine eigene Villa in der Auhofstraße.

Die Enteignungen nach 1938 rissen viele Hietzinger Einrichtungen auseinander. Für Möbel der Wiener Moderne und für Stücke, die zwischen März 1938 und Kriegsende den Eigentümer wechselten, steht deshalb die Provenienzprüfung vor jedem Angebot. Alte Rechnungen von Haus & Garten oder der Wiener Werkstätte und Familienfotos der Räume helfen bei der Zuschreibung. Die Besichtigung ist kostenlos; bei Villen mit Garten planen wir Zufahrt und Tragewege über das Grundstück.

Was in Hietzing häufig auftaucht

  • Möbel der Wiener Werkstätte – Villen von Josef Hoffmann und ihre Auftraggeber im Bezirk
  • Möbel von Josef Frank und Haus & Garten – Haus Beer und Werkbundsiedlung
  • Biedermeier-Möbel und Sommerhausmobiliar – Sommerhäuser von Hofbeamten und Adel
  • Gartenmöbel aus Eisen und Bugholz – Villengärten und Pavillons

Mit Bezug zu Hietzing

Künstler, Werkstätten und Stile dieser Sparte, die im 13. Bezirk gelebt, gearbeitet oder gebaut haben.

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 13. Bezirk.

Künstler

60

Manufakturen & Marken

33

Epochen & Stile

53

Materialien, Techniken & Punzen

45

Fragen zu Antike Möbel

Woran erkenne ich ein echtes Biedermeiermöbel?

An der Konstruktion mit handgeschnittenen Zinken, dünnem Furnier auf Weichholz, Schellackpolitur und schlichten, ausgewogenen Proportionen. Stilmöbel des 20. Jahrhunderts sind oft massiv, maschinell gezinkt und modern lackiert. Fotos der Schubladen und der Rückwand helfen bei der Einschätzung.

Soll ich ein Möbel vor dem Verkauf restaurieren lassen?

Nein. Eine Restaurierung ist aufwendig und kann die originale Oberfläche zerstören, die für Sammler wichtig ist. Bewertet wird das Möbel im vorhandenen Zustand.

Kaufen Sie auch große Gründerzeitmöbel?

Ja, wenn Qualität und Zustand stimmen, etwa bei Möbeln bekannter Wiener Firmen oder fein geschnitzten Stücken. Große Kredenzen und Bibliotheken haben einen kleineren Markt, werden aber geprüft.

Was ist ein Tabernakelsekretär?

Ein dreiteiliges Schreibmöbel des 18. Jahrhunderts: unten eine Kommode, in der Mitte eine Schreibklappe, oben ein Aufsatz mit Türen und einem mittleren Schränkchen, dem Tabernakel. Er war im süddeutschen und österreichischen Raum verbreitet und ist oft mit Nussmaser furniert.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.