Material: Hölzer & Möbelbau
Mahagoni
Rotbraunes Tropenholz der Gattung Swietenia, prägend für englische Möbel des 18. Jahrhunderts, das französische Empire und Wiener Möbel um 1800.
Echtes Mahagoni stammt von Bäumen der Gattung Swietenia aus der Karibik und Mittelamerika. Ab dem frühen 18. Jahrhundert verarbeiteten englische Tischler es massiv und als Furnier, später wurde es zum bestimmenden Holz des französischen Empire. In Wien setzte es sich um 1800 im Wiener Empire durch, bis die Kontinentalsperre die Einfuhr erschwerte. Im späten 19. Jahrhundert kam afrikanisches Khaya-Holz als Mahagoni in den Handel, das echtem Mahagoni stark ähnelt.
Mahagoni ist rotbraun bis tief kastanienbraun, schwer, mit gut sichtbaren Poren, die dunkle Inhaltsstoffe führen. Wechseldrehwuchs erzeugt Streifen, die im Licht hell und dunkel changieren. An unbehandelten Innenseiten wirkt das Holz rötlicher. Gebeizte Birke oder Buche imitiert Mahagoni bei preiswerten Möbeln; die Poren sind dort feiner, und an Kanten scheint helles Holz durch. Feuervergoldete Bronzebeschläge gehören zum klassischen Empire-Möbel. Mit dem Alter vertieft sich der Ton zu einem dunklen Rotbraun.
Empire-Möbel in Mahagoni mit originalen Beschlägen, englische Möbel des 18. Jahrhunderts und Biedermeier-Stücke in Pyramidenmahagoni sind gesucht. Spätere Reproduktionen im Stil des Empire, oft mit gegossenen Messingapplikationen, erreichen nur einen Bruchteil davon. Khaya und echtes Mahagoni sind für Laien kaum zu unterscheiden.
So prüfen Sie es
- rotbraune bis kastanienbraune Farbe
- Poren mit dunklen Inhaltsstoffen
- changierende Streifen
- hohes Gewicht
- feuervergoldete Beschläge beim Empire
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