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Antiquitäten Wien

Antike Möbel im 9. Bezirk, 1090 Wien

Ordinationsmöbel und Biedermeier vom Alsergrund

Ordinationen in Gründerzeitwohnungen der Berggasse, Vorstadthäuser in Lichtental: Am Alsergrund stehen Möbel von Ärzten, Professoren und Bürgern.

Ärzte richteten ihre Ordination häufig in der eigenen Gründerzeitwohnung ein, besonders in Berggasse, Porzellangasse und Währinger Straße. Daraus stammen Herrenschreibtische, Bücherkästen, Wartezimmersessel, Instrumentenschränke und Vitrinen. Am Himmelpfortgrund, dem Geburtsort Franz Schuberts, und in Lichtental stehen kleinere Vorstadthäuser mit Biedermeier-Kommoden, Kanapees und Nähtischen. Während im Universitätsviertel und in Michelbeuern die Mieter häufig wechseln, blieben alte Ordinationswohnungen über Jahrzehnte nahezu unverändert eingerichtet.

Heinrich von Ferstel baute 1856–1879 die Votivkirche, Leopold Bauer ab 1911 das Bankgebäude der heutigen Nationalbank am Otto-Wagner-Platz; Otto Wagner entwarf die Stadtbahnstationen an Rossauer Lände und Währinger Straße. Franz Singer führte ab 1925 mit Friedl Dicker das Atelier Singer & Dicker in der Wasserburggasse 2, bekannt für klappbare und stapelbare Möbel. Das Wartezimmer im Sigmund Freud Museum, Berggasse 19, bewahrt sein originales Mobiliar – ein Maßstab für Wiener Ordinationseinrichtungen um 1900.

Die Halle des Wiener Tandelmarkts am Roßauer Glacis bestand von 1864 bis 1944; gebrauchte Möbel haben im Bezirk eine lange Handelsgeschichte. Wurde ein Stück vor 1938 von einer jüdischen Arzt- oder Juristenfamilie genutzt oder danach erworben, klären wir die Provenienz vor dem Angebot. Fotos von Schreibtisch und Kästen samt Maßen genügen für die Ersteinschätzung, die Besichtigung in der Wohnung ist kostenlos.

Was in Alsergrund häufig auftaucht

  • Gründerzeitmöbel und Ordinationsmobiliar – Wohnungen mit Praxisräumen an Währinger Straße und Berggasse
  • Biedermeier-Möbel – Vorstadthäuser in Lichtental und am Himmelpfortgrund
  • Herrenschreibtische und Bibliothekskästen – Professoren- und Ärztehaushalte im Klinikviertel

Alle Künstler, Marken, Epochen und Materialien

Gold markiert: mit belegtem Bezug zum 9. Bezirk.

Künstler

60

Manufakturen & Marken

33

Epochen & Stile

53

Materialien, Techniken & Punzen

45

Fragen zu Antike Möbel

Woran erkenne ich ein echtes Biedermeiermöbel?

An der Konstruktion mit handgeschnittenen Zinken, dünnem Furnier auf Weichholz, Schellackpolitur und schlichten, ausgewogenen Proportionen. Stilmöbel des 20. Jahrhunderts sind oft massiv, maschinell gezinkt und modern lackiert. Fotos der Schubladen und der Rückwand helfen bei der Einschätzung.

Soll ich ein Möbel vor dem Verkauf restaurieren lassen?

Nein. Eine Restaurierung ist aufwendig und kann die originale Oberfläche zerstören, die für Sammler wichtig ist. Bewertet wird das Möbel im vorhandenen Zustand.

Kaufen Sie auch große Gründerzeitmöbel?

Ja, wenn Qualität und Zustand stimmen, etwa bei Möbeln bekannter Wiener Firmen oder fein geschnitzten Stücken. Große Kredenzen und Bibliotheken haben einen kleineren Markt, werden aber geprüft.

Was ist ein Tabernakelsekretär?

Ein dreiteiliges Schreibmöbel des 18. Jahrhunderts: unten eine Kommode, in der Mitte eine Schreibklappe, oben ein Aufsatz mit Türen und einem mittleren Schränkchen, dem Tabernakel. Er war im süddeutschen und österreichischen Raum verbreitet und ist oft mit Nussmaser furniert.

Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.

Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.