Gold, Schmuck & Uhren
Taschenuhren verkaufen in Wien
Eine Taschenuhr wird nach Werk, Hersteller, Komplikationen und Gehäuse bewertet. Auch Uhren, die seit Jahrzehnten stehen, sehen wir uns genau an.
Die Taschenuhr war vom 17. Jahrhundert bis in die Zwischenkriegszeit der wichtigste persönliche Zeitmesser. In Wiener Familien wurde sie zur Matura, zur Hochzeit oder zum Dienstjubiläum verschenkt und über Generationen weitergegeben. Entsprechend breit ist das Spektrum in Nachlässen: von der silbernen Remontoiruhr mit Schweizer Serienwerk über die goldene Savonnette mit Widmungsgravur bis zur Minutenrepetition einer Genfer Manufaktur. Jedes dieser Stücke verlangt einen eigenen Blick, denn der Wert steckt meist im Werk und nicht im Gehäuse.
Für die Bewertung öffnen wir Rückdeckel und Staubdeckel. Dort stehen die Signatur des Herstellers oder Händlers, die Werknummer, die Zahl der Lagersteine und Hinweise auf die Hemmung. Eine Spindeluhr mit Kette und Schnecke stammt meist aus dem 18. oder frühen 19. Jahrhundert, eine Zylinderuhr aus dem 19. Jahrhundert, eine Ankeruhr mit Kronenaufzug aus der Zeit danach. Komplikationen wie Repetition, Chronograph oder Kalender sowie bekannte Namen wie Patek Philippe, Vacheron Constantin oder A. Lange & Söhne heben den Wert erheblich.
Das Gehäuse liefert zusätzliche Informationen. Punzen zeigen Feingehalt und Herkunftsland, bei österreichischen Silbergehäusen etwa den Dianakopf, bei Gold die Feingehaltsangabe 14 K oder 0,585 neben dem Amtszeichen. Gehäuse aus Gold und Silber bilden die Untergrenze jedes Angebots und werden auf Grundlage des Punzierungsscheins nach § 17 Punzierungsgesetz 2000 zum Tageswert berechnet. Doublé, Tombak und versilbertes Messing haben keinen Materialwert, das Werk darin kann aber trotzdem gesucht sein, etwa bei amerikanischen Eisenbahnuhren.
Senden Sie uns Fotos von Zifferblatt, geöffnetem Deckel und Werk per WhatsApp oder über das Formular. Danach besichtigen wir die Uhren kostenlos bei Ihnen, in allen 23 Wiener Bezirken, und bewerten jedes Stück einzeln. Bitte ziehen Sie eine stehende Uhr nicht mit Gewalt auf und lassen Sie sie vor dem Verkauf nicht reparieren; unsachgemäße Eingriffe schaden mehr als jahrelanger Stillstand. Sie erhalten ein Angebot je Uhr oder für die ganze Sammlung, ausbezahlt wird in bar oder per Banküberweisung.
Objektgruppen
22 Gruppen, jede mit eigener Seite: Was es ist, woran der Wert hängt, wie man Originale erkennt.
Spindeltaschenuhren
Taschenuhren mit Spindelhemmung, Kette und Schnecke aus dem 17. bis frühen 19. Jahrhundert.
Zylindertaschenuhren
Flache Taschenuhren mit Zylinderhemmung, verbreitet im 19. und frühen 20. Jahrhundert.
Remontoir-Taschenuhren mit Kronenaufzug
Ankertaschenuhren, die über die Krone aufgezogen und gestellt werden, ab der Mitte des 19. Jahrhunderts.
Savonnetten mit Sprungdeckel
Taschenuhren mit Deckel über dem Zifferblatt, der auf Druck der Krone aufspringt.
Lépine-Taschenuhren
Offene Taschenuhren ohne Sprungdeckel, benannt nach dem Pariser Uhrmacher Jean-Antoine Lépine.
Repetitionstaschenuhren
Taschenuhren, die auf Betätigung die Uhrzeit auf Tonfedern oder Glocken schlagen.
Chronographen-Taschenuhren
Taschenuhren mit Stoppfunktion, Minutenzähler und teils Schleppzeiger.
Kalender- und Mondphasen-Taschenuhren
Taschenuhren mit Anzeige von Datum, Wochentag, Monat und Mondphase.
Taschenuhren mit großen Komplikationen
Uhren, die Repetition, Chronograph, Kalender und astronomische Anzeigen in einem Werk vereinen.
Taschenchronometer und Tourbillons
Präzisionstaschenuhren mit Chronometerhemmung, Tourbillon oder Karussell.
Glashütter Taschenuhren
Taschenuhren aus Glashütte in Sachsen, von A. Lange & Söhne, Union und anderen Werkstätten.
Amerikanische Eisenbahnuhren
Präzise Taschenuhren für amerikanische Bahnbedienstete, gebaut von Waltham, Elgin, Hamilton und anderen.
Silberne Gebrauchstaschenuhren
Alltagstaschenuhren mit Silbergehäuse aus Schweizer, deutscher und österreichischer Fertigung.
Taschenuhren für den chinesischen Markt
Prunkvolle Schweizer und englische Uhren des 19. Jahrhunderts, gefertigt für Käufer in China.
Emaillierte Taschenuhren
Taschenuhren mit Gehäusen in Emailmalerei, Guilloché-Email oder Champlevé.
Damentaschenuhren und Anhängeuhren
Kleine Taschenuhren für Damen, getragen an Kette, Brosche oder Chatelaine.
Dienst- und Behördentaschenuhren
Taschenuhren mit Aufschriften von Bahn, Post, Militär und Behörden.
Präsentuhren und Widmungsuhren
Taschenuhren als Ehrengeschenk, mit Monogramm, Wappen oder gravierter Widmung.
Taschenuhren mit Wiener Signatur
Taschenuhren mit der Signatur Wiener Uhrmacher und Uhrenhändler, vom 18. bis ins 20. Jahrhundert.
Stoppuhren und Sportzeitmesser
Mechanische Stoppuhren für Sport, Labor, Industrie und Rennbahn.
Lose Taschenuhrwerke
Werke ohne Gehäuse, Rohwerke und einzelne Kloben aus Werkstätten und Sammlungen.
Uhrständer und Taschenuhrhalter
Gestelle aus Holz, Messing, Bronze oder Porzellan, die eine Taschenuhr zur Tischuhr machen.
Wovon der Wert abhängt
Hersteller und Signatur
Bekannte Manufakturen und Uhrmacher heben den Wert deutlich. Eine Signatur auf dem Werk ist aussagekräftiger als eine auf dem Zifferblatt, die oft nur den Händler nennt.
Komplikationen
Repetition, Chronograph, Kalender und Mondphase steigern den Wert, besonders in Kombination und bei funktionierendem Mechanismus.
Werkqualität
Zahl der Lagersteine, Art der Hemmung, Feinregulierung und Finissage zeigen die Qualitätsstufe eines Werks.
Gehäusematerial
Gold- und Silbergehäuse bilden eine Untergrenze. Bei feinen Manufakturwerken ist das Gehäuse aber nur ein Teil des Werts.
Zifferblatt
Emailzifferblätter ohne Haarrisse und Ausbrüche sind gesucht. Restaurierte oder ersetzte Zifferblätter mindern den Wert.
Zustand und Vollständigkeit
Originale Zeiger, Glas, Bügel und Krone sowie ein unverbeultes Gehäuse zählen. Fehlende Teile im Werk mindern den Wert stärker als ein Stillstand.
Herkunft
Widmungen, Originalbox, Kaufbeleg und Zertifikate belegen Geschichte und Herkunft. Präsentuhren mit Hofbezug sind gesucht.
Originale erkennen
Die Bauweise verrät das Alter. Spindeluhren sind dick, haben ein Schlüsselloch im Zifferblatt oder auf der Rückseite und unter dem Staubdeckel einen durchbrochen gearbeiteten Unruhkloben über dem Werk. Zylinderuhren sind flacher und tragen oft den Stempel „Cylindre“ und die Zahl der Rubine. Ankeruhren mit Kronenaufzug, im deutschen Sprachraum Remontoir genannt, setzten sich ab der Mitte des 19. Jahrhunderts durch. Bei der Savonnette steht die kleine Sekunde im rechten Winkel zur Krone, bei der Lépine-Uhr gegenüber.
Signaturen auf dem Zifferblatt nennen oft den Händler, die auf dem Werk den Hersteller oder den Uhrmacher. Werknummern erlauben bei großen Manufakturen eine Datierung über deren Archive. Repetitionen erkennt man an einem Schieber am Gehäuserand oder einem zweiten Drücker, Chronographen an Drückern in oder neben der Krone. Punzen im Deckel nennen Feingehalt und Prüfamt. Uhren mit der Aufschrift „Railroad“ oder „Adjusted“ sind amerikanische Präzisionsuhren, Werke mit Dreiviertelplatine und Goldchatons stammen häufig aus Glashütte.
Taschenuhren in Ihrem Bezirk
Für jeden Bezirk eine eigene Seite mit den Künstlern, Werkstätten und Beständen, die dort eine Rolle spielen.
Künstler, Marken, Epochen und Materialien
Manufakturen & Marken
24
- Patek Philippeseit 1839
- Vacheron Constantinseit 1755
- Audemars Piguetseit 1875
- A. Lange & Söhne1845–1948, seit 1990
- Union Glashütteseit 1893
- IWCseit 1868
- Omegaseit 1848
- Longinesseit 1832
- Zenithseit 1865
- Breguetseit 1775
- Ulysse Nardinseit 1846
- Girard-Perregauxseit 1856
- Jaeger-LeCoultreseit 1833
- Movadoseit 1881
- Doxaseit 1889
- Tissotseit 1853
- Eternaseit 1856
- Minerva Villeretseit 1858
- Heuerseit 1860
- American Waltham Watch Company1850–1957
- Elgin National Watch Company1864–1968
- Hamilton Watch Companyseit 1892
- Carl Suchy & Söhneseit 1822
- Glashütte Original1951 als GUB, seit 1994 Glashütte Original
Epochen & Stile
9
- Rokokoum 1730–1770
- Louis-seizeum 1760–1792
- Klassizismusum 1770–1840
- Empireum 1804–1830
- Biedermeier1815–1848
- Historismusum 1840–1914
- Gründerzeitum 1850–1914 (Gründerjahre 1867–1873)
- Jugendstilum 1895–1914
- Art découm 1920–1940
Fragen zu Taschenuhren
Kaufen Sie Taschenuhren, die nicht mehr gehen?
Ja. Viele Taschenuhren stehen, weil das Öl verharzt ist, nicht weil Teile fehlen. Wir öffnen die Uhr, prüfen das Werk und bewerten sie in ihrem aktuellen Zustand.
Woran erkenne ich, ob das Gehäuse aus Gold ist?
Goldgehäuse tragen innen im Deckel eine Punze wie 14 K, 0,585, 18 K oder 0,750 und oft ein Amtszeichen. Doublé-Gehäuse sind mit „Doublé“ oder einer Angabe in Jahren wie „10 Ans“ gestempelt; dann hat das Gehäuse keinen Goldwert.
Lohnt sich eine Reparatur vor dem Verkauf?
In den meisten Fällen nicht. Eine Revision durch einen Uhrmacher kostet oft mehr, als sie an Wert bringt, und unsachgemäße Eingriffe können Originalteile beschädigen. Wir kaufen die Uhr so, wie sie ist.
Was ist eine Repetition wert?
Das hängt von der Art der Repetition, dem Hersteller, dem Gehäusematerial und der Funktion ab. Minutenrepetitionen von Genfer Manufakturen sind deutlich gesuchter als Viertelrepetitionen aus Schweizer Serienfertigung.
Meine Taschenuhr hat eine Widmung. Mindert das den Wert?
Kaum. Gravierte Widmungen sind bei Taschenuhren üblich und belegen oft die Geschichte der Uhr. Widmungen bekannter Personen oder Institutionen können den Wert sogar steigern.
Kaufen Sie auch einfache Silbertaschenuhren?
Ja. Silbergehäuse werden mindestens nach Feingewicht bewertet. Werke mit besonderer Qualität oder Signatur bewerten wir zusätzlich.
Wie wird eine Taschenuhrsammlung bewertet?
Wir erfassen jede Uhr mit Hersteller, Werknummer, Gehäusematerial und Zustand. Danach erhalten Sie ein Angebot je Stück oder für die Sammlung als Ganzes.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
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