Kunsthandwerk & Design
Silber & Tafelsilber verkaufen in Wien
Silber vom Barock bis zur Moderne: Besteck, Tafelgerät, Leuchter, Becher und Pokale, bewertet nach Punze, Hersteller und Gewicht.
Angekauft wird Silber in jeder Form: Besteckgarnituren in Kassetten, Kaffee- und Teeservice, Leuchter, Tafelaufsätze, Terrinen, Tabletts, Becher, Pokale, Taufgeschenke, Toilettegarnituren und Rahmen, dazu Silber aus England, Frankreich, Russland, Skandinavien und Deutschland sowie versilbertes Tafelgerät bekannter Hersteller. Stücke mit Kunst- oder Sammlerwert werden als Objekt bewertet, beschädigtes oder unvollständiges Silber als Bruchsilber nach Feingehalt und Gewicht. Auch einzelne Löffel, Restbestände von Besteck und Silber mit Monogrammen und Gravuren werden geprüft. Silbernachlässe nehmen wir vollständig auf und sortieren sie vor Ort.
Wien war über Jahrhunderte ein Zentrum der Silberschmiedekunst, mit eigenen Punzen, die eine genaue Datierung erlauben. Vor 1866 trägt Wiener Silber das Beschauzeichen mit Jahreszahl und der Lötigkeit, meist 13 Lot, also 812,5 Tausendteile; ab 1872 bis 1922 zeigt die Punze den Dianakopf mit Feingehaltsziffer und dem Amtsbuchstaben A für Wien. Biedermeiersilber, Silber des Historismus von Hoflieferanten und Arbeiten der Wiener Moderne sind gesucht. Schlichtes Gebrauchssilber wird dagegen häufig nach dem Silberwert beurteilt.
Die Wiener Silberwarenfirmen des 19. Jahrhunderts belieferten Hof, Adel und Bürgertum. Mayerhofer & Klinkosch und die k. k. Hof-Silberwarenfabrik J. C. Klinkosch fertigten Tafelsilber und Prunkstücke, Jarosinski & Vaugoin ab 1847 Besteck in Handarbeit, Würbel & Czokally und Alexander Sturm Tafelgerät und Toilettegarnituren. Um 1900 entwarfen Josef Hoffmann, Koloman Moser, Carl Otto Czeschka und Dagobert Peche Silber für die Wiener Werkstätte, dazu Otto Prutscher und später Oswald Haerdtl. Medailleure wie Anton Scharff und Stefan Schwartz schufen silberne Plaketten und Ehrengeschenke.
Senden Sie für die Ersteinschätzung Fotos des Objekts und scharfe Nahaufnahmen der Punzen; das Gewicht in Gramm hilft, wenn eine Küchenwaage zur Hand ist. Bei der kostenlosen Besichtigung, die in allen 23 Bezirken möglich ist, lesen wir Punzen und Meisterzeichen, wiegen das Silber und trennen Sammlerstücke von Bruchsilber. Danach folgt ein Angebot, auf Wunsch getrennt nach Objekt- und Silberwert, bezahlt wird bar oder per Überweisung. Größere Bestände, etwa ganze Silberkästen, holen wir auf Wunsch ab.
Objektgruppen
26 Gruppen, jede mit eigener Seite: Was es ist, woran der Wert hängt, wie man Originale erkennt.
Besteckgarnituren in Kassetten
Silberbesteck für sechs, zwölf oder mehr Personen in originalen Kassetten und Silberkästen, vom Biedermeier bis zur…
Kaffee- und Teeservice aus Silber
Kannen, Zuckerdosen, Milchkännchen und Tabletts aus Biedermeier, Historismus und Moderne.
Silberne Kerzenleuchter
Tischleuchter und Kandelaber aus massivem und gefülltem Silber vom Barock bis zum Historismus.
Tafelaufsätze und Jardinieren aus Silber
Prunkaufsätze, Fußschalen und Blumenschalen mit Glaseinsätzen für die festliche Tafel des 19. Jahrhunderts.
Silberne Zuckerdosen
Zuckerdosen und Zuckerkassetten aus Barock, Biedermeier und Historismus, manche mit Schloss.
Biedermeier-Becher
Silberne Becher aus Wien und den Kronländern mit Gravuren, Monogrammen und vergoldetem Inneren, um 1815 bis 1848.
Silberpokale und Ehrengeschenke
Pokale, Ehrenbecher, Plaketten und Widmungsgeschenke von Vereinen, Firmen und Behörden aus Historismus und Moderne.
Taufbecher und Kinderbesteck
Silberne Taufgeschenke: Becher, Löffel, Kinderbesteck, Rasseln und Serviettenringe mit Namen und Datum.
Russisches Tafelsilber
Besteck, Becher, Teeglashalter und Tafelgerät aus Russland mit Solotnik-Punzen und Kokoschnik-Stempel.
Englisches Silber mit Hallmarks
Sterlingsilber aus London, Birmingham und Sheffield, über Jahresbuchstaben genau datierbar.
Französisches Silber
Tafelsilber und Besteck mit Minervakopf-Punze aus Paris, von Puiforcat, Christofle und anderen Silberschmieden.
Deutsches Silber mit Halbmond und Krone
Besteck und Tafelgerät deutscher Silberwarenfabriken mit Reichspunze ab 1888, von Bruckmann bis Robbe & Berking.
Art-déco-Silber
Geometrisches Silber der 1920er- und 1930er-Jahre aus Paris, Wien, Kopenhagen und Deutschland.
Skandinavisches Silber
Besteck, Schmuckgerät und Tafelsilber von Georg Jensen, Hans Hansen, David-Andersen und anderen nordischen…
Versilbertes Tafelgerät
Besteck, Kannen, Schalen und Hotelsilber aus versilbertem Alpaka von Berndorf, WMF, Christofle und Argentor.
Brotkörbe und Schalen aus Silber
Durchbrochene Brotkörbe, Obstschalen, Konfektschalen und Untersetzer aus Biedermeier, Historismus und Jugendstil.
Silberne Toilettegarnituren
Spiegel, Bürsten, Kämme, Dosen und Flakons mit Silbermontierung für den Frisiertisch, vom Historismus bis zum Art déco.
Tabletts und Servierplatten
Silberne Tabletts, Galerietabletts und Fleischplatten mit Gravuren, Wappen und Widmungen.
Terrinen und Saucieren
Silberne Suppenterrinen, Gemüseschüsseln, Saucieren und Rechauds aus Empire, Biedermeier und Historismus.
Menagen und Salieren
Gewürzständer mit Glasflaschen, Salzgefäße, Senftöpfe und Pfefferstreuer aus Silber.
Wein- und Sektkühler aus Silber
Kühler für Champagner und Wein aus Silber und versilbertem Metall, vom Empire bis zum Art déco.
Silberne Bilder- und Fotorahmen
Fotorahmen und Bilderrahmen mit Silberblech auf Holz, aus Jugendstil, Art déco und englischer Produktion.
Karaffen mit Silbermontierung
Glaskaraffen, Claret Jugs und Likörflaschen mit silbernem Hals, Deckel und Griff vom Historismus bis zum Art déco.
Wiener Silber des Historismus
Tafelsilber, Prunkgerät und Besteck Wiener Hoflieferanten der Ringstraßenzeit mit Dianakopf-Punze.
Barocksilber
Silber des 17. und 18. Jahrhunderts aus Wien, Augsburg und Nürnberg, selten erhalten wegen der Silberablieferungen der…
Bruchsilber
Beschädigtes, unvollständiges und einfaches Silber, angekauft nach Feingehalt und Gewicht zum Tageswert.
Wovon der Wert abhängt
Feingehalt und Gewicht
Die Punze zeigt den Feingehalt, das Gewicht ergibt den reinen Silberanteil. Bei gefüllten Leuchtern und Griffen zählt nur das tatsächliche Silber.
Hersteller und Entwerfer
Wiener Hoflieferanten, die Wiener Werkstätte, Georg Jensen, Puiforcat und Fabergé erhöhen den Wert deutlich über das Metall hinaus. Meisterzeichen erlauben die Zuordnung.
Alter und Punzen
Barock- und Biedermeiersilber mit klarer Stadtmarke und Jahreszahl ist gesucht. Gut lesbare Punzen sind eine Voraussetzung für die Datierung.
Form und Ausführung
Getriebene, ziselierte und gravierte Arbeit sowie klare Entwürfe der Moderne stehen über gepresster Serienware. Aufwendige Details wie Gussgriffe zählen mit.
Vollständigkeit
Besteck wird nach Personenzahl und Teilen bewertet, Service nach allen zugehörigen Kannen und Dosen. Originale Kassetten erhöhen den Wert.
Zustand
Dellen, Risse, abgenutzte Gravuren, Reparaturen mit Weichlot und weggeschliffene Monogramme mindern. Normale Gebrauchsspuren sind bei altem Silber üblich.
Gravuren und Monogramme
Wappen und Widmungen bekannter Familien können das Interesse steigern. Einfache Monogramme mindern meist leicht.
Originale erkennen
Echtes Silber ist am Feingehalt erkennbar, der als Zahl in Tausendteilen oder in einem historischen System angegeben wird. 800 bedeutet 800 Tausendteile Silber, 925 Sterlingsilber, 13 Lot in Wien 812,5 Tausendteile. Dazu kommen Amtsstempel wie der Wiener Dianakopf, der deutsche Halbmond mit Krone, der französische Minervakopf oder der englische Löwe, und das Zeichen des Herstellers. Versilberte Ware trägt dagegen Firmenmarken, Zahlen zur Silberauflage wie 90 oder 100 und Bezeichnungen wie Alpacca, EPNS oder Chinasilber, aber keine amtlichen Punzen.
Gefälschte und missverständliche Marken kommen vor. Pseudo-Hallmarks auf versilberter Ware ahmen englische Punzen nach, Phantasiezeichen auf Souvenirware sehen amtlich aus, und manche Stücke tragen nur die Aufschrift „Silber“ oder „Sterling“ ohne Prüfzeichen. Gefüllte Leuchter wiegen mehr, als sie Silber enthalten. Echtes Silber läuft dunkel an, ist weich und nicht magnetisch; unter abgenutzter Versilberung kommt dagegen gelbliches oder rötliches Grundmetall zum Vorschein. Im Zweifel klärt eine Feingehaltsprüfung den Silberanteil.
Silber wird auf Grundlage des Punzierungsscheins nach § 17 Punzierungsgesetz 2000 auch zum Tageswert angekauft. Stücke mit Griffen oder Einlagen aus Elfenbein unterliegen seit 19. Jänner 2022 den verschärften EU-Handelsbeschränkungen nach der Verordnung (EU) 2021/2280; sie werden nur angekauft, wenn die gesetzlichen Ausnahmen und Nachweise vorliegen. Bei liturgischem Gerät aus Kirchen und bei Judaica wird die Provenienz geprüft.
Silber & Tafelsilber in Ihrem Bezirk
Für jeden Bezirk eine eigene Seite mit den Künstlern, Werkstätten und Beständen, die dort eine Rolle spielen.
Künstler, Marken, Epochen und Materialien
Künstler
16
- Josef Hoffmann1870–1956
- Koloman Moser1868–1918
- Carl Otto Czeschka1878–1960
- Dagobert Peche1887–1923
- Otto Prutscher1880–1949
- Oswald Haerdtl1899–1959
- Jože Plečnik1872–1957
- Carl Auböck1900–1957 (Carl Auböck II), 1924–1993 (Carl Auböck III)
- Hans Hollein1934–2014
- Georg Adam Scheid1838–1921
- Anton Scharff1845–1903
- Josef Tautenhayn1837–1911
- Stefan Schwartz1851–1924
- Rudolf Marschall1873–1967
- Heinrich Kautsch1859–1943
- Fritz Waerndorfer1868–1939
Manufakturen & Marken
30
- J. C. KlinkoschMitte 19. Jahrhundert bis 20. Jahrhundert
- Mayerhofer & KlinkoschMitte 19. Jahrhundert
- Jarosinski & Vaugoinseit 1847
- Alexander Sturmspätes 19. Jahrhundert bis Zwischenkriegszeit
- Würbel & Czokallyzweite Hälfte 19. Jahrhundert bis frühes 20. Jahrhundert
- Wiener Werkstätte1903–1932
- Berndorfer Metallwarenfabrikseit 1843
- Argentor-Werkeum 1900 bis Zwischenkriegszeit
- WMFseit 1853
- Christofleseit 1830
- Georg Jensen Sølvsmedieseit 1904
- Tiffany & Co.seit 1837
- Puiforcatseit 1820
- Bruckmann & Söhne1805–1973
- Koch & Bergfeldseit 1829
- Robbe & Berkingseit 1874
- Wilkensseit 1810
- Gorhamseit 1831
- Elkingtonum 1830 bis 1960er-Jahre
- Liberty & Co.seit 1875
- A. E. Köchertseit 1814
- Rozet & Fischmeisterk. u. k. Hof-Juwelier, besteht bis heute
- Fabergé1842–1918
- Wiener Medaillenprägeanstalten19. und 20. Jahrhundert
- Buccellatiseit 1919
- Dorotheumseit 1707
- Dunhillseit 1893
- Hemmerleseit 1893
- Münze ÖsterreichMünzstätte seit dem späten 12. Jahrhundert
- Theodor Fahrnerbis 1979
Epochen & Stile
30
- Hochbarockum 1680–1730
- Wiener Barockum 1683–1740
- Spätbarockum 1730–1770
- Rokokoum 1730–1770
- Zopfstilum 1760–1790
- Josephinischer Stilum 1780–1800
- Klassizismusum 1770–1840
- Empireum 1804–1830
- Wiener Empireum 1804–1820
- Biedermeier1815–1848
- Zweites Rokokoum 1830–1870
- Historismusum 1840–1914
- Neorenaissanceum 1860–1895
- Neobarockum 1870–1914
- Ringstraßenstilum 1860–1890
- Jugendstilum 1895–1914
- Stil der Wiener Werkstätte1903–1932
- Arts and Craftsum 1860–1910
- Art découm 1920–1940
- Skandinavisches Designum 1930–1975
- Fünfzigerjahre-Designum 1948–1962
- Postmoderneum 1970–1995
- Chinoiserieum 1680–1790, Wiederbelebung im 19. Jahrhundert
- Frühbarockum 1600–1680
- Geometrischer Jugendstilum 1900–1915
- Louis-seizeum 1760–1792
- Manierismusum 1520–1620
- Neogotikum 1840–1900
- Renaissanceum 1420–1600 (nördlich der Alpen ab etwa 1500)
- Russische Ikonenmalereium 1100–1917
Materialien, Techniken & Punzen
34
- Dianakopf-Punze
- Wiener Beschauzeichen
- Lot-System
- 13-lötiges Silber
- Silber 800
- Silber 835
- Silber 900
- Sterlingsilber
- Silber 950
- Feinsilber
- Amtsbuchstabe A
- Fiskalstempel
- Taxstempel
- Meistermarke
- Österreichische Feingehaltspunzen 1866
- Österreichische Feingehaltspunzen 1922 und 1937
- Halbmond und Krone
- Englische Hallmarks
- Russische Punzen
- Minerva-Punze
- Vermeil
- Niello
- Alpaka
- Berndorf-Alpaka
- Chinasilber
- Versilberung
- Sheffield Plate
- Britanniametall
- CCM-Punze
- Guilloché-Email
- Plique-à-jour
- Tula-Silber
- WW-Monogramm
Fragen zu Silber & Tafelsilber
Was bedeutet die Zahl 800 auf meinem Besteck?
Sie gibt den Feingehalt an: 800 von 1000 Teilen sind reines Silber. 800 war um 1900 der übliche Feingehalt für deutsches und österreichisches Tafelsilber, 925 ist Sterlingsilber. Steht nur eine Zahl wie 90 oder 100 neben einer Firmenmarke, handelt es sich meist um versilberte Ware.
Was ist der Dianakopf?
Die Silberpunze Österreich-Ungarns von 1872 bis 1922 zeigt den Kopf der Jagdgöttin Diana mit einer Ziffer für den Feingehalt: 1 für 950, 2 für 900, 3 für 800 und 4 für 750 Tausendteile. Ein zusätzlicher Buchstabe nennt das Punzierungsamt, A steht für Wien.
Kaufen Sie Silber nur nach Gewicht?
Nein. Sammlerstücke, Arbeiten bekannter Hersteller und gut erhaltenes altes Silber werden als Objekt bewertet, oft deutlich über dem Metallwert. Nur beschädigtes oder einfaches Gebrauchssilber wird nach Feingehalt und Gewicht zum Tageswert angekauft.
Hat versilbertes Besteck einen Wert?
Versilbertes Besteck enthält nur eine dünne Silberschicht und wird nicht nach Gewicht bewertet. Gefragt sind vollständige Garnituren bekannter Hersteller wie Christofle, WMF oder Berndorf in gutem Zustand und Tafelgerät mit Designgeschichte.
Soll ich das Silber vor dem Verkauf putzen?
Nicht nötig. Anlaufen ist normal und mindert den Wert nicht, starkes Polieren kann dagegen Punzen, Gravuren und Vergoldungen abtragen. Für Fotos genügt ein weiches Tuch, um die Punzen lesbar zu machen.
Was ist ein gefüllter Leuchter?
Bei gefüllten Leuchtern ist der Fuß aus dünnem Silberblech mit Kitt, Pech oder Gips beschwert. Das Gesamtgewicht täuscht daher über den Silberanteil; bewertet werden Ausführung und das geschätzte Silbergewicht.
Mindern Monogramme den Wert?
Einfache Monogramme mindern meist nur leicht, weggeschliffene Gravuren dagegen stärker, weil die Wandung dünner wird. Wappen bekannter Familien und Widmungen mit Bezug zur Geschichte können das Interesse sogar erhöhen.
Was ist es wert? Schicken Sie uns Fotos.
Ein paar Handyfotos reichen für eine erste Einschätzung: Gesamtansicht, Rückseite oder Unterseite, Signatur, Marken und Punzen. Wir melden uns meist am selben Werktag und kommen auf Wunsch zur kostenlosen Besichtigung in jeden Wiener Bezirk.
Lieber schriftlich? Zum Anfrageformular